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Obwaldner Volksfreund (1960)

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Deskriptive Daten

fullscreen: Obwaldner Volksfreund (1960)

Zeitung

Titel:
Obwaldner Volksfreund
Sammlung:
Kantonsbibliothek Obwalden
Dokumenttyp:
Zeitung
Erscheinungsort:
Sarnen
Umfang:
104 Bd. ;

Zeitungsband

Sammlung:
Kantonsbibliothek Obwalden
Dokumenttyp:
Zeitungsband
Erscheinungsdatum:
1960
Bandzählung:
1960
Permanente ID:
ark:/63274/s01jg7v
Lizenz:
Copyright not evaluated

Ausgabe

Sammlung:
Kantonsbibliothek Obwalden
Dokumenttyp:
Zeitung
Strukturtyp:
Ausgabe
Erscheinungsdatum:
22.01.1960
Bandzählung:
6

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Obwaldner Volksfreund
  • Obwaldner Volksfreund (1960)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 05. Januar 1960 (1)
  • Ausgabe vom Freitag, den 08. Januar 1960 (2)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 12. Januar 1960 (3)
  • Ausgabe vom Freitag, den 15. Januar 1960 (4)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 19. Januar 1960 (5)
  • Ausgabe vom Freitag, den 22. Januar 1960 (6)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 26. Januar 1960 (7)
  • Ausgabe vom Freitag, den 29. Januar 1960 (8)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 02. Februar 1960 (9)
  • Ausgabe vom Freitag, den 05. Februar 1960 (10)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 09. Februar 1960 (11)
  • Ausgabe vom Freitag, den 12. Februar 1960 (12)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 16. Februar 1960 (13)
  • Ausgabe vom Freitag, den 19. Februar 1960 (14)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 23. Februar 1960 (15)
  • Ausgabe vom Freitag, den 26. Februar 1960 (16)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 01. März 1960 (17)
  • Ausgabe vom Freitag, den 04. März 1960 (18)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 08. März 1960 (19)
  • Ausgabe vom Freitag, den 11. März 1960 (20)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 15. März 1960 (21)
  • Ausgabe vom Freitag, den 18. März 1960 (22)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 22. März 1960 (23)
  • Ausgabe vom Freitag, den 25. März 1960 (24)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 29. März 1960 (25)
  • Ausgabe vom Freitag, den 01. April 1960 (26)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 05. April 1960 (27)
  • Ausgabe vom Freitag, den 08. April 1960 (28)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 12. April 1960 (29)
  • Ausgabe vom Freitag, den 15. April 1960 (30)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 19. April 1960 (31)
  • Ausgabe vom Freitag, den 22. April 1960 (32)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 26. April 1960 (33)
  • Ausgabe vom Freitag, den 29. April 1960 (34)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 03. Mai 1960 (35)
  • Ausgabe vom Freitag, den 06. Mai 1960 (36)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 10. Mai 1960 (37)
  • Ausgabe vom Freitag, den 13. Mai 1960 (38)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 17. Mai 1960 (39)
  • Ausgabe vom Freitag, den 20. Mai 1960 (40)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 24. Mai 1960 (41)
  • Ausgabe vom Freitag, den 27. Mai 1960 (42)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 31. Mai 1960 (43)
  • Ausgabe vom Freitag, den 03. Juni 1960 (44)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 07. Juni 1960 (45)
  • Ausgabe vom Freitag, den 10. Juni 1960 (46)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 14. Juni 1960 (47)
  • Ausgabe vom Freitag, den 17. Juni 1960 (48)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 21. Juni 1960 (49)
  • Ausgabe vom Freitag, den 24. Juni 1960 (50)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 28. Juni 1960 (51)
  • Ausgabe vom Freitag, den 01. Juli 1960 (52)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 05. Juli 1960 (53)
  • Ausgabe vom Freitag, den 08. Juli 1960 (54)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 12. Juli 1960 (55)
  • Ausgabe vom Freitag, den 15. Juli 1960 (56)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 19. Juli 1960 (57)
  • Ausgabe vom Freitag, den 22. Juli 1960 (58)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 26. Juli 1960 (59)
  • Ausgabe vom Freitag, den 29. Juli 1960 (60)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 02. August 1960 (61)
  • Ausgabe vom Freitag, den 05. August 1960 (62)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 09. August 1960 (63)
  • Ausgabe vom Freitag, den 12. August 1960 (64)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 16. August 1960 (65)
  • Ausgabe vom Freitag, den 19. August 1960 (66)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 23. August 1960 (67)
  • Ausgabe vom Freitag, den 26. August 1960 (68)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 30. August 1960 (69)
  • Ausgabe vom Freitag, den 02. September 1960 (70)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 06. September 1960 (71)
  • Ausgabe vom Freitag, den 09. September 1960 (72)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 13. September 1960 (73)
  • Ausgabe vom Freitag, den 16. September 1960 (74)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 20. September 1960 (75)
  • Ausgabe vom Freitag, den 23. September 1960 (76)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 27. September 1960 (77)
  • Ausgabe vom Freitag, den 30. September 1960 (78)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 04. Oktober 1960 (79)
  • Ausgabe vom Freitag, den 07. Oktober 1960 (80)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 11. Oktober 1960 (81)
  • Ausgabe vom Freitag, den 14. Oktober 1960 (82)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 18. Oktober 1960 (83)
  • Ausgabe vom Freitag, den 21. Oktober 1960 (84)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 25. Oktober 1960 (85)
  • Ausgabe vom Freitag, den 28. Oktober 1960 (86)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 01. November 1960 (87)
  • Ausgabe vom Freitag, den 04. November 1960 (88)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 08. November 1960 (89)
  • Ausgabe vom Freitag, den 11. November 1960 (90)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 15. November 1960 (91)
  • Ausgabe vom Freitag, den 18. November 1960 (92)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 22. November 1960 (93)
  • Ausgabe vom Freitag, den 25. November 1960 (94)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 29. November 1960 (95)
  • Ausgabe vom Freitag, den 02. Dezember 1960 (96)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 06. Dezember 1960 (97)
  • Ausgabe vom Freitag, den 09. Dezember 1960 (98)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 13. Dezember 1960 (99)
  • Ausgabe vom Freitag, den 16. Dezember 1960 (100)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 20. Dezember 1960 (101)
  • Ausgabe vom Freitag, den 23. Dezember 1960 (102)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 27. Dezember 1960 (103)
  • Ausgabe vom Freitag, den 30. Dezember 1960 (104)

Volltext

A. Z. Sarnen, den 22. Januar 1960 
90. Jahrgang — Nr. 6 
ObwOnerVolksfreunö 
Einzelverkaufspreis 15 Rp. Adreßänderungen 30 Rp. Abonnements- 
preis mit Obwaldner Pfarreinachrichten: Per Post zugestellt für 
die ganze Schweiz jährlich Fr. 13.—, halbjährlich Fr. 6.70 Ausland 
jährlich Fr. 18.—. Einzahlungen auf Postcheck-Konto VII 1085. 
Neuabonnenten werden jederzeit gerne angenommen. — Druck 
und Verlag: Louis Ehrli & Cie., Sarnen, Telephon (041) 85 10 33. 
Konservativ-christlichsoziales Organ 
Erscheint Dienstag und Freitag 
Wöchentliche Beilage: Obw. Pfarreinachrichten 
Verantwortlich für die Redaktion: 
Dr. jur. Jost Dillier, Sarnen, Tel. 85 18 06 
Inseratenpreise: Einspaltige Millimeterzeile: Obwalden 11 Rp., 
Schweiz 13 Rp., Reklame 40 Rp. — Inseratenannahme: Schweizer- 
Annoncen AG «ASSA», Luzern, Tel. 2 12 54, und Filialen. 
(Mit Ausnahme des Kantons Obwalden.) — Vorschriften 
betr. Placierung, Schriftwahl und Arrangement werden 
abgelehnt. Schluß der Inseratenannahme jeweils Montag 
und Donnerstag 18.00 Uhr. 
Die Entwicklung in Frankreich 
Nach der Entlassung Pinays 
Da es in der autoritären 5. Republik Frank- 
reich keine Regierungskrisen, ganz zu schwei- 
gen von Krisen des Systems geben kann, ist 
die mit der Ausbootung von Finanzminister 
Pinay und seiner engsten Gesinnungsgenossen 
entstandene Krise formell bereits erledigt. Sie 
frißt indessen weiter, da ihre Hintergründe tie- 
fer liegen und sich die Abnützung des Regimes 
nicht verbergen läßt. Die Erschütterung in 
Frankreich angesichts der Verabschiedung des 
französischen «Wirtschaftswunders» war so 
groß, daß Präsident de Gaulle sofort einen an- 
erkannten hohen Funktionär mit der Nach- 
folge betraut hat, den Gouverneur der Banque 
de France, M. Baumgartner, einen Angehörigen 
jener Hugenottenfamilien, die im französischen 
Wirtschaftsleben eine bedeutende Rolle spie- 
len. 
Der neue Finanzminister soll die Zusiche- 
rung erhalten haben, daß an der Finanz- und 
Wirtschaftspolitik keine Aenderung eintrete. 
Das würde praktisch heißen, daß der unmittel- 
bare Anlaß zum Zusammenstoß von Pinay 
mit dem Ministerpräsidenten Debre, im Grun- 
de genommen aber mit General de Gaulle, aus 
dem Wege geräumt ist, also die Vorlage vor- 
läufig fallen gelassen worden ist, einen Viertel 
der Verwaltungsratssitze den Gewerkschafts- 
vertretern einzuräumen. Auch der Plan der 
Schaffung einer industriellen Staatsbank und 
einer dirigistischen Raffinierung und Vertei- 
lung des Saharaerdöls ist unter das Eis ge- 
raten. 
Der Konflikt hat aber auch das außenpoli- 
tische Gebiet berührt. Pinay und die hinter 
ihm stehenden Unabhängigen, also die gemä- 
ßigten Konservativen, stehen hinter dem At- 
lantikpakt, den sie als wesentliche Grundlage 
der Freiheit der westlichen Welt betrachten. 
Nun weiß man aber, daß General de Gaulle 
und Ministerpräsident Debre dem atlantischen 
Bündnis und den europäischen Konstruktionen 
reserviert, um nicht mehr zu sagen, gegenüber- 
stehen. Im übrigen findet Minister Pinay, daß 
die Politik der französischen Größe, die dem- 
nächst mit dem Atombombenversuch in der 
Sahara einen Höhepunkt ereichen dürfte, zu 
viel Geld kostet. 
Die Pariser Regierungsumbildung hat auch 
gewisse staatspolitische Tendenzen deutlicher 
sichtbar werden lassen. In erster Linie ist 
festzuteilen, daß öffentliche Meinung und Re- 
gierung auseinandergehen. Das ist besonders 
auf dem Lande sichtbar, wo sich vor zwei 
Jahren die Bauernschaft in Massen zu de 
Gaulle bekannt hat, heute aber bitter ent- 
täuscht ist, weil ihre Erwartungen nicht in Er- 
füllung gegangen sind. Aber auch zwischen 
Regierung und Parlament erweitert sich die 
Kluft. Das Parlament selber ist weitgehend 
ausgeschaltet. Vielerorts ist mit Unbehagen re- 
gistriert worden, daß Minister Pinay ohne Da- 
zwischentreten des Parlamentes einfach ent- 
lassen worden ist. Andererseits wird das Mi- 
nisterium immer stärker mit hohen Funktio- 
nären besetzt, die einfach die Anordnungen des 
obersten Chefs auszuführen haben. So spitzt 
sich das Staatsgefüge und seine Leitung immer 
auf die Spitze zu; man braucht sich nicht zu 
verwundern, daß viele weitsichtige Elemente 
sich Sorge machen angesichts dieser schmalen 
Basis auf den Schultern eines Mannes, dessen 
Autorität unbestritten ist . . . solange er lebt 
und wirkt. 
Die Bombenwirkung des Zeitungsinterviews 
General Massu's 
Der in Algier als Präfekt amtierende Gene- 
ral Massu ist auf Geheiß Ministerpräsident 
Debres sofort nach Paris geflogen. Ursache 
dieser Einvernahme ist das Zeitungsinterview, 
in welchem General Massu von Ablehnung 
der Algerien-Befriedungspolitik de Gaulies von 
Seiten der Armee sprach. Er erklärte sogar, die 
Armee habe sich während der Algerien-Revo- 
lutionsgefahr geirrt, als sie sich hinter de 
Gaulle statt die aufständischen Algerien-Fran- 
zosen stellte. Trotz des raschen Widerrufs die- 
ser Erklärungen — an denen der Interviewer 
jedoch festhält — scheint man in Paris ob eines 
neuerlichen Politisierens der Armee besorgt zu 
sein. Heute, Freitag, sollen ja an einer internen 
Algerien-Konferenz von de Gaulle neue Wei- 
sungen ausgegeben werden. Die Spannung 
zwischen Algerien und Mutterland wuchs am 
Dienstag weiter an, als die Bürgermeister der 
Region Algier erklärten, die Bevölkerung wer- 
de sich auch mit den Waffen gegen ein Nach- 
geben wehren; es könne nur eine bedingungs- 
lose Kapitulation der arabischen Aufständi- 
schen akzeptiert werden. — Letztere haben mit 
einer neuerlichen Regierungsumbildung eben- 
falls Stellung bezogen. Organ des FLN ist nun 
ein dreiköpfiges Kriegskomitee unter Bei- 
kassem. 
Und der Berg hat . . . eine Maus geboren 
Die Affäre Massu ist in wenig überzeugen- 
der Weise beigelegt worden. Der nach Paris 
zitierte General dinierte mit Verteidigungs- 
minister Guillaumat und beteuerte offiziell, 
völlig hinter dem Ober kommandierenden der 
Algerienstreitkräfte, dem de-Gaulle-treuen Ge- 
neral Challe, zu stehen. Die belastenden Er- 
klärungen gegenüber dem Chefreporter der 
«Süddeutschen Zeitung» suchte er mit der 
Erklärung aus der Welt zu schaffen, es habe 
sich nicht um ein Interview, sondern um ein 
bloßes Gespräch gehandelt. 
Sowjetische Rakete nach dem Pazifik 
abgeschossen — Das Ziel verfehlt 
Die amerikanischen Militärbehörden be- 
richteten am Donnerstagmorgen, eine sowje- 
tische Rakete sei anscheinend nach dem Zen- 
tralpazifik abgeschossen worden. Die Abschuß- 
rampe befinde sich vermutlich in der Nähe 
der persischen Grenze oder am Kaspischen 
Meer. Die Rakete hätte demnach eine Strecke 
von 13 000 Kilometern zurückgelegt, 'aber ihr 
Ziel um einige hundert Kilometer verfehlt. 
Die Russen beschönigen den Raketenabschuß 
Die beiden Weltmächte UdSSR und die 
USA haben am Donnerstag Mitteilung von 
neuen Raketen-Fortschritten gemacht. Moskau 
bestätigte, daß die am Mittwoch von einem 
amerikanischen Piloten gesichtete Rakete die 
erste der Weltraumraketen gewesen ist, wel- 
che vom 15. Januar bis 16. Februar im Pazifik 
getestet werden. Während der amerikanische 
Beobachter ein Krepieren der Rakete in hoher 
Höhe und weitab vom Ziel festgestellt haben 
wollte, beteuert Moskau volles Gelingen des 
Versuches. Die mehrstufige Rakete sei nach 
einem Flug von über 12 000 km weniger als 
zwei Kilometer vom Ziel entfernt im Wasser 
niedergegangen und gleich aufgefischt worden. 
«Camping-Freuden». Bei diesem fastnacht- 
lichen Treiben werden die Besucher die größ- 
ten Freuden erleben können. Ein Besuch wird 
sich sicher lohnen. 
SARNEN 
Caux in Sarnen. Donnerstag abend, den 21. 
Januar, wurde auf der Kollegibühne das ideo- 
logische Schauspiel der moralischen Aufrü- 
stung «Hoffnung» von Bergleuten aus dem 
Ruhrgebiet (Deutschland) im Beisein von Abt- 
primas Bernhard Kälin und Bundesrat Ludwig 
von Moos, von Professoren, Schwestern und 
Studenten mit großem Erfolg aufgeführt. Die 
Kollegibühne war von eigens dafür geschulten 
Leuten aus der Moralischen Aufrüstung den 
ganzen Tag eingerichtet worden. Nach 5 Uhr 
abend begrüßte P. Rektor des Kollegiums aufs 
wärmste die Spielleute und zugewandten Orte 
der Bewegung von Caux, 65 Damen und Her- 
ren an der Zahl, in der Metzgern beim Nacht- 
essen, das ihnen das Kollegium gespendet 
hatte. Er konnte namens begrüßen: den Gene- 
raldirektor der Viscose, Herrn Großrat Fritz 
von Goumoens, den Universitätsprofessor Dr. 
Theophil Spoerri aus Zürich, Dr. Konrad von 
Orelli und andere Prominente aus allen Teilen 
der Welt. Er feierte in begeisterten Worten die 
Moralische Aufrüstung als gelebtes Christen- 
tum der Gutgesinnten und Gutgewillten, wel- 
ches eine neue Welt schaffen will, eine Welt, 
frei von Angst, Haß und Gier, wo absolute 
Ehrlichkeit, Reinheit, Selbstlosigkeit und Liebe 
herrschen sollen. Die Studenten der obern 
Klassen nahmen den ersten Kontakt mit den 
Gästen aus Deutschland, aus Schweden, Dä- 
nemark und Holland, mit einem Sioux-India- 
ner, mit zwei Fernseh-Stars aus Californien, 
mit dem sympathischen Neger aus Nigeria und 
den beiden Südafrikanern auf. 
0 B W A 
Zur Revision des Steuergesetzes. Die zur 
Zeit noch beim Kantonsrat liegende Revision 
des Steuergesetzes soll bekanntlich gewisse 
Härten beseitigen. Der dadurch entstehende 
Ausfall an Steuereinnahmen des Kantons und 
der Gemeinden muß aber notgedrungen wie- 
der wettgemacht werden. Zu diesem Zweck 
sieht die neue Vorlage u. a. die Einführung 
einer Grundstückgewinnsteuer vor. 
Es ist in diesem Zusammenhang von Interesse, 
daß der Kanton Schwyz am 28. Oktober 1958 
die Einführung einer solchen Steuer beschlos- 
sen hat und daß die Erfahrungen des Jahres 
1959, wie kürzlich bekannt wurde, sehr er- 
freulich sind, indem diese Grundstückgewinn- 
steuer einen Gesamtbetrag von Fr. 431 385.80 
eingebracht hat. Interessant ist ferner, daß der 
Nidwaldner Landrat an seiner letzten Sitzung 
ebenfalls ein Gesetz zur Einführung einer 
Grundstückgewinnsteuer in erster Lesung be- 
raten hat, das an der kommenden Landsge- 
meinde zur Abstimmung kommen soll. 
Die Grundstückgewinnsteuer, bei welcher 
die Differenz zwischen den Anlagekosten und 
dem Verkaufspreis eines Grundstückes im Ver- 
kaufsfall einmalig als Erwerb zu versteuern 
ist, ist nicht zu verwechseln mit der Hand- 
änderungssteuer, bei welcher einfach 1 Pro- 
mille des Verkaufspreises als indirekte Steuer 
abzuliefern ist. Auch die Einführung dieser 
Steuer wird zur Zeit geprüft, da der Kanton 
und die Gemeinden unbedingt auf zusätzliche 
Einnahmen angewiesen sind, wenn das bis- 
herige Steuergesetz da und dort gemildert wer- 
den soll. 
Da diese Fragen noch eingehender Abklä- 
rungen bedürfen, ist die Steuergesetzrevision 
für die auf den 30. Januar angesetzte Kan- 
LD E N 
tonsratssitzung noch nicht auf die Traktan- 
denliste gekommen. 
Zur Kantonsratssitzung vom 30. Januar. 
Der Kantonsrat hat an seiner nächsten Sit- 
zung vorerst darüber zu entscheiden, ob für 
die Ersatzwahl in den Ständerat eine außer- 
ordentliche Landsgemeinde abgehalten oder 
ob bis zur ordentlichen Landsgemeinde zuge- 
wartet werden soll. Dem Vernehmen nach ist 
der Regierungsrat der Meinung, daß wegen 
dieses einen Traktandums keine Extralands- 
gemeinde angesetzt werden solle, wenn auch 
als Folge davon unser Kanton während der 
kommenden Frühjahrssession im Ständerat 
nicht vertreten sein wird. Der Entscheid dar- 
über steht beim Kantonsrat. 
Ferner kommen zwei Verordnungen zur 
Behandlung: die sogenannte Beamtenordnung 
kommt, nachdem sie von der kantonsrätlichen 
Kommission durchberaten worden ist, zum er- 
stenmal vor den Kantonsrat, während die 
Forstverordnung zum größern Teil schon in 
einer früheren Sitzung behandelt worden ist. 
Schließlich kommt die Motion Siegfried Im- 
feid betreffend Einführung einer Vergnügungs- 
steuer sowie zwei schon länger hängige Inter- 
pellationen zur Behandlung: eine Interpella- 
tion G. Läubli frägt, ob wichtigere Vorlagen 
nicht mit einer schriftlichen Botschaft zuhan- 
den der Kantonsräte begleitet werden könnten, 
und die Motion Dr. E. Blättler und Mitunter- 
zeichner erkundigt sich nach der Wasserzins- 
berechnung des Kantons gegenüber den CKW. 
Fastnacht. Der Motorfahrerklub Obwalden 
veranstaltet am 5. Februar im Landgasthof 
Zollhaus einen Maskenball unter dem Motto 
Erni vom Melchi 
Roman von R. Küchler-Ming 18 
Copyright by Eugen Rentsch-Verlag 
Erlenbach-Zürich 
«Denk wohl!» ruft Ingolt. «Namen und 
Wappen.» Das ist das ehrsame Wappen der 
Schüpfer.» Keck weist er auf Ernis Gurt. 
«Der da, dem mag's gelten», gibt der Fremde 
zu. «Aber du, du frecher Dachs mit dem zer- 
schlagenen Gesicht. Wer bist du? He! Heraus 
mit der Sprach! Wie heißest du?» 
«Schüpfer heiß ich. Aber das ist meine 
Lach.» 
«Weißt du, daß ich im Namen des Land- 
vogtes hier stehe?» 
«Das schafft euch keine Gloriole.» 
«Du bist der Hetzer, der vorhin gepfiffen 
hat. «Ist's wahr oder nicht?» brüllt der Kriegs- 
knecht den jungen Schüpfer an, der uner- 
schrocken vor ihm steht. 
«Jeder Vogel hat das Recht zu pfeifen», 
gibt ihm Ingolt zurück. 
«Dieser Kerl kommt mit uns. Der gehört in 
den Turm.» 
«Halt da!» ruft Walter Fürst. «Das ist ein 
ehrenwerter Mann von Bürglen.» 
«Ein Mann aus gutem, altem Haus», pflich- 
tet der Gastwirt bei. 
«Dem frechen Maul nach könnt' er auch der 
Verschrieene sein. Du kommst mit uns!» be- 
fiehlt er und faßt Ingolt am Arm. 
Erni reißt die Hand des Geßlerknechtes 
von Ingolt weg. «Laßt diesen Ehrenmann! 
Wenn einer soll abgeführt werden, so bin 
ich's.» 
«Nimm Vernunft an!» sagt Ingolt herb zu 
seinem Freund und schiebt ihn weg. 
Doch Erni ergibt sich nicht. Er reißt den 
Kriegsknecht von Ingolt los. Ein wildes Hand- 
gemenge hebt an. Erni und Ingolt sind so 
hart an den Kriegsknechten, daß diese ihre 
Speere nicht brauchen können. Einer der 
Habsburgischen blutet aus der Nase und tau- 
melt zurück . 
«Flieh durch die Hintertüre!» ruft Erni, 
indem er den andern mit starken Armen zu 
Boden drückt. 
Nun läßt auch dieser im Kampfe nach. 
Geh nur zur Hintertüre! denkt er. Gern ver- 
schnauft er eine Weile. Es gehört den andern 
auch ein Schleck. 
Wie aber Ingolt der Türe naht, kommt 
die Wirtstochter mit tränenüberronnenem Ge- 
sicht auf ihn zugestürzt. «Auch dort hinten 
stehen zwei. Zwei Bewaffnete. Um Gottes und 
aller Heiligen willen, nicht dorthin!» 
Rasch sieht sich Ingolt um. Da ist noch 
das schmale Fensterchen gegen den Baumgar- 
ten hinter der Herberg. Schmal, schmal! Aber 
hier kann Ingolt seine schlanke Gestalt zugute 
kommen. 
Die zwei Kampfmüden in der Gaststube 
werden wieder lebendig, da sie sehen, wie 
sich Ingolt mit eingezogenen Achseln durchs 
Fensterchen drückt. Rasch stürzen sie auf ihn 
zu. 
Erni wirft dem Flinkeren einen Stuhl vor 
die Füße. Den andern will er auf die Seite 
schieben, kommt aber mit ihm ins Gemenge. 
Heftig ringen sie miteinander. 
Der vom Stuhl Zurückgehaltene hat sich 
rasch wieder aufgemacht und ergreift Ingolt, 
der im Fensterchen verschwindet, just noch 
am Wams. 
Doch das nützt nichts. Ingolt reißt sich 
los. Und während der feste Habsburgische, 
der an ein Durchschlüpfen durch das Fenster- 
chen nicht denken kann, den Rank zur Hin- 
tertüre nimmt, entkommt er durch den Baum- 
garten. 
Indessen hatte Erni mit dem andern schwer 
zu schaffen. Der scheint im Ringen und 
Schwingen nicht minder behend zu sein als 
der junge Mann vom Melchi. 
Walter Fürst und der Wirt standen voll 
Spannung daneben. Erni rang so wacker, daß 
sie meinten, es könne ihm nicht fehlen. Doch 
der andere macht sich wieder und wieder 
obenauf. 
Endlich drückt Erni den Habsburgischen 
unter einen Tisch, und Walter Fürst stellt
	        

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Kantonsbibliothek Obwalden

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