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Obwaldner Volksfreund (1960)

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Deskriptive Daten

fullscreen: Obwaldner Volksfreund (1960)

Zeitung

Titel:
Obwaldner Volksfreund
Sammlung:
Kantonsbibliothek Obwalden
Dokumenttyp:
Zeitung
Erscheinungsort:
Sarnen
Umfang:
104 Bd. ;

Zeitungsband

Sammlung:
Kantonsbibliothek Obwalden
Dokumenttyp:
Zeitungsband
Erscheinungsdatum:
1960
Bandzählung:
1960
Permanente ID:
ark:/63274/s01jg7v
Lizenz:
Copyright not evaluated

Ausgabe

Sammlung:
Kantonsbibliothek Obwalden
Dokumenttyp:
Zeitung
Strukturtyp:
Ausgabe
Erscheinungsdatum:
29.11.1960
Bandzählung:
95

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Obwaldner Volksfreund
  • Obwaldner Volksfreund (1960)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 05. Januar 1960 (1)
  • Ausgabe vom Freitag, den 08. Januar 1960 (2)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 12. Januar 1960 (3)
  • Ausgabe vom Freitag, den 15. Januar 1960 (4)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 19. Januar 1960 (5)
  • Ausgabe vom Freitag, den 22. Januar 1960 (6)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 26. Januar 1960 (7)
  • Ausgabe vom Freitag, den 29. Januar 1960 (8)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 02. Februar 1960 (9)
  • Ausgabe vom Freitag, den 05. Februar 1960 (10)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 09. Februar 1960 (11)
  • Ausgabe vom Freitag, den 12. Februar 1960 (12)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 16. Februar 1960 (13)
  • Ausgabe vom Freitag, den 19. Februar 1960 (14)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 23. Februar 1960 (15)
  • Ausgabe vom Freitag, den 26. Februar 1960 (16)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 01. März 1960 (17)
  • Ausgabe vom Freitag, den 04. März 1960 (18)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 08. März 1960 (19)
  • Ausgabe vom Freitag, den 11. März 1960 (20)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 15. März 1960 (21)
  • Ausgabe vom Freitag, den 18. März 1960 (22)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 22. März 1960 (23)
  • Ausgabe vom Freitag, den 25. März 1960 (24)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 29. März 1960 (25)
  • Ausgabe vom Freitag, den 01. April 1960 (26)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 05. April 1960 (27)
  • Ausgabe vom Freitag, den 08. April 1960 (28)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 12. April 1960 (29)
  • Ausgabe vom Freitag, den 15. April 1960 (30)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 19. April 1960 (31)
  • Ausgabe vom Freitag, den 22. April 1960 (32)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 26. April 1960 (33)
  • Ausgabe vom Freitag, den 29. April 1960 (34)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 03. Mai 1960 (35)
  • Ausgabe vom Freitag, den 06. Mai 1960 (36)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 10. Mai 1960 (37)
  • Ausgabe vom Freitag, den 13. Mai 1960 (38)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 17. Mai 1960 (39)
  • Ausgabe vom Freitag, den 20. Mai 1960 (40)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 24. Mai 1960 (41)
  • Ausgabe vom Freitag, den 27. Mai 1960 (42)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 31. Mai 1960 (43)
  • Ausgabe vom Freitag, den 03. Juni 1960 (44)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 07. Juni 1960 (45)
  • Ausgabe vom Freitag, den 10. Juni 1960 (46)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 14. Juni 1960 (47)
  • Ausgabe vom Freitag, den 17. Juni 1960 (48)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 21. Juni 1960 (49)
  • Ausgabe vom Freitag, den 24. Juni 1960 (50)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 28. Juni 1960 (51)
  • Ausgabe vom Freitag, den 01. Juli 1960 (52)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 05. Juli 1960 (53)
  • Ausgabe vom Freitag, den 08. Juli 1960 (54)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 12. Juli 1960 (55)
  • Ausgabe vom Freitag, den 15. Juli 1960 (56)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 19. Juli 1960 (57)
  • Ausgabe vom Freitag, den 22. Juli 1960 (58)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 26. Juli 1960 (59)
  • Ausgabe vom Freitag, den 29. Juli 1960 (60)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 02. August 1960 (61)
  • Ausgabe vom Freitag, den 05. August 1960 (62)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 09. August 1960 (63)
  • Ausgabe vom Freitag, den 12. August 1960 (64)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 16. August 1960 (65)
  • Ausgabe vom Freitag, den 19. August 1960 (66)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 23. August 1960 (67)
  • Ausgabe vom Freitag, den 26. August 1960 (68)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 30. August 1960 (69)
  • Ausgabe vom Freitag, den 02. September 1960 (70)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 06. September 1960 (71)
  • Ausgabe vom Freitag, den 09. September 1960 (72)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 13. September 1960 (73)
  • Ausgabe vom Freitag, den 16. September 1960 (74)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 20. September 1960 (75)
  • Ausgabe vom Freitag, den 23. September 1960 (76)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 27. September 1960 (77)
  • Ausgabe vom Freitag, den 30. September 1960 (78)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 04. Oktober 1960 (79)
  • Ausgabe vom Freitag, den 07. Oktober 1960 (80)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 11. Oktober 1960 (81)
  • Ausgabe vom Freitag, den 14. Oktober 1960 (82)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 18. Oktober 1960 (83)
  • Ausgabe vom Freitag, den 21. Oktober 1960 (84)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 25. Oktober 1960 (85)
  • Ausgabe vom Freitag, den 28. Oktober 1960 (86)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 01. November 1960 (87)
  • Ausgabe vom Freitag, den 04. November 1960 (88)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 08. November 1960 (89)
  • Ausgabe vom Freitag, den 11. November 1960 (90)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 15. November 1960 (91)
  • Ausgabe vom Freitag, den 18. November 1960 (92)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 22. November 1960 (93)
  • Ausgabe vom Freitag, den 25. November 1960 (94)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 29. November 1960 (95)
  • Ausgabe vom Freitag, den 02. Dezember 1960 (96)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 06. Dezember 1960 (97)
  • Ausgabe vom Freitag, den 09. Dezember 1960 (98)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 13. Dezember 1960 (99)
  • Ausgabe vom Freitag, den 16. Dezember 1960 (100)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 20. Dezember 1960 (101)
  • Ausgabe vom Freitag, den 23. Dezember 1960 (102)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 27. Dezember 1960 (103)
  • Ausgabe vom Freitag, den 30. Dezember 1960 (104)

Volltext

AZ 
Samen, Dienstag, den 29. November 1960 
90. Jahrgang — Nr. 95 
©braolöncrBolksfreunö 
sssa,ggs,grSlS 
Konservativ-christlichsoziales Organ 
Erscheint Dienstag und Freitag 
Wöchentliche Beilage: Obwaldner Pfarreinachrichten 
Verantwortlich für die Redaktion: 
Dr. jur. Jost Dillier, Samen, Telephon 85 18 06 
Inseratenpreise: Einspaltige Millimeterzeile: Obwalden 11 Rp., 
Schweiz 13 Rp., Reklame 40 Rp. — Inseratenannahme: Schweizer- 
Annoncen AG «ASSA», Luzern, Tel. 2 12 54, und Filialen 
(Mit Ausnahme des Kantons Obwalden). — Vorschriften 
betreffend Plazierung, Schriftwahl und Arrangement 
werden abgelehnt. Schluß der Inseratenannahme jeweils 
Montag und Donnerstag 18.00 Uhr. 
Zur Sanierung d 
-o- Die Lage auf dem schweizerischen 
jtilchmarkt bereitet bekanntlich sowohl den 
zuständigen Behörden als auch der Landwirt- 
schaft selber schon seit geraumer Zeit etliche 
Sorgen. Dabei ist natürlich die Tatsache, daß 
prakt'ish alle europäischen Länder mit hoch- 
entwickelter Landwirtschaft und selbst die 
Vereinigten Staaten von Nordamerika ganz 
ähnliche Sorgen haben wie wir selber, nur ein 
schwacher Trost, sie beweist aber immerhin, 
däß es sich beim Problem der Verwertung der 
Milohproduktion nicht um einen schweizeri- 
schen Sonderfall handelt, sondern um eine all- 
gemeine Erscheinung, die wesentlich auf eine 
starke und an sich erfreuliche Erhöhung der 
Produktivität in der Landwirtshaft zurückzu- 
führen ist. Weniger erfreulich ist dagegen, daß 
der Absatz mit der erhöhten Produktion nicht 
Schritt zu halten vermochte und deshalb 
Überschüsse entstanden, deren Verwertung 
hohe und in der letzten Zeit fast ständig stei- 
gernde Kosten verursacht. Deren Deckung bil- 
det das Problem, über welches am 4. Dezem- 
ber das Volk zu befinden haben wird. 
Schon im grundlegenden Landwirtschafts- 
geset2 und sodann im Milchstatut vom Jahre 
1953 sinid Maßnahmen zur Absatzförderung 
von Milch unid Milchprodukten vorgesehen 
worden in der Erkenntnis, daß Milch und 
Milchprodükte zu den wichtigsten und unent- 
behrlichen Volksnahrungsmitteln gehören und 
deshalb im Preise möglichst niedrig gehalten 
werden müssen, daß aber anderseits der Pro- 
I duzent dafür einen angemessenen Preis soll er- 
zielen können', weil bekanntlich die Milchpro- 
duktion für einen Großteil unserer Landwirt- 
schaftsbetriebe eine entscheidende Grundlage 
des Einkommens bildet. Die Entwicklung hat 
in den letzten Jahren gezeigt, daß es immer 
schwieriger wird, dieses Dilemma in einer so- 
wohl für die Produzenten als auch für die 
Konsumenten unid ebenso für den Bund als 
Treuhänder der Landwirtschaftspolitik befrie- 
digenden Weise zu lösen. Denn wenn in den 
Jahren 1954/56 die aus verschiedenen Quellen 
. fließenden Mittel in der Höhe von rund 20 bis 
; 25 Millionen 'Franken noch ausreichten, um die 
Verwertungskosten zu finanzieren, so stiegen 
mit der Milchproduktion auch die Kosten für 
ihre Verwertung umso spürbarer, als die Er- 
. träge aus den gesetzlich vorgesehenen Quellen 
zurückgingen, weil mit dem Versiegen des 
Butterimportes auch dessen Zolleinnahmen 
dahinschmolzen und nicht mehr zur Verbil- 
ligung der einheimischen Butter zur Verfü- 
gung standen und weil der letzte Milchpreis- 
aufsc'hlag im Jahre 1957 nicht auf die Butter- 
und Käsepreise überwälzt wurde. 
So kam es zu den ergänzenden Fnianzie- 
I rungsmaßnahmen- der letzten Jahre. Deren 
Grundsatz, daß sich die Produzenten in Form 
eines Rückbehaltes an den steigenden Verwer- 
lungskosten zu beteiligen haben, wurde auch 
von der Landwirtschaft akzeptiert, obwohl be- 
greiflicherweise die Milchproduzenten daran 
wenig Freude fanden. Und als die Verwer- 
'ungäkosten infolge der weiterhin steigenden 
Milchproduktiion sich erneut erhöhten, kam es 
es Milchmarktes 
zum sog. zweiten Milchwirtschaftsbeschluß 
vom 30. Juli 1960, der vorsieht, daß den «Ue- 
berlieferern» außer dem allgemeinen Rückbe- 
halt von bis%u 3 Rappen je Liter noch eine zu- 
sätzliche Belastung auferelgt werden kann, 
um auf diese Weise eine bessere Anpassung 
der Milchproduktion an die Abatzmöglichkei- 
ten zu erreichen. Es handelt sich also um einen 
Versuch, eine möglichst angemessene Ueber- 
einstlimmung von Produktion und Markt her- 
zustellen oder mit anderen Worten die 
Milchwirtschaft marktkonform zu gestalten. 
Und daran haben im Grunde genommen alle 
Beteiligten ein vitales Interesse, sowohl die 
Produzenten als auch die Konsumenten und 
nicht zuletzt auch der Bund. 
Gegen diesen Lösungsversuch, der zudem 
auf zwei Jahre befristet ist, weil es gilt, 
damit Erfahrungen zu sammeln, hat nun Na- 
tionalrat Gottlieb Duttweiler das Referendum 
O B W A 
Aus den Verhandlungen des Regierungsrates 
vom 7. November 1960 
Der Interkantonalen Lotteriegenossenschaft 
in Aarau wird die Bewilligung für die Durch- 
führung der XXII Emission der Landeslotterie 
erteilt. 
Zu den Grundsätzen und Erläuterungen 
für die Revision der Krankenversicherung wird 
zuhanden des Bundesamtes für Sozialversiche- 
rung Stellung genommen. 
Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepar- 
tement hat acht Gesuchstellerinnen im Sinne 
von Art. 27 des Bundesgesetzes über Erwerb 
und Verlust des Schweizerbürgerrechts erleich- 
tert eingebürgert. 
Vom Bericht der Pro Juventute über die 
Tätigkeit der Praktikantinnenhilfe im Jahre 
196Ö im Kanton Obwalden wird Kenntnis ge- 
nommen. Es wurden im Jahre 1960 zwölf hilfe- 
bedürftigen Familien unentgeltlich Praktikan- 
tinnen auf eine bestimmte Zeit vermittelt. Der 
Praktikantinnenhilfe wird für ihre Tätigkeit 
der Dank ausgesprochen und der nachgesuchte 
Unkostenbeitrag von Fr. 600.—, den die Ge- 
meinden zur Hälfte zu vergüten haben, ausge- 
richtet. Für das Jahr 1961 wird wiederum ein 
Beitrag zugesichert. 
Dem Staatswirtschaftsdepartement wird 
Vollmacht erteilt, eine zweite Bürokraft einzu- 
stellen und die Stelle im Amtsblatt zur Bewer- 
bung auszuschreiben. 
Von der Zusammenstellung des kantonalen 
Arbeitsamtes über die vom Kanton und den Ge- 
meinden den Arbeitslosenversicherungskassen 
zu vergütenden Beiträge an die von den Kassen 
im Jahre 1959 ausbezahlten Taggeldentschädi- 
gungen wird Kenntnis genommen. Der Kanton 
hat einen Beitrag von Fr. 11 210.40 zu bezahlen, 
wovon die Hälfte von den Gemeinden zurück- 
zuvergüten ist. 
Dem Automobil-Club der Schweiz, Sektion 
ergriffen, so daß das Volk am 4. Dezember an 
der Urne den Enscheid fällen muß. Schon 
Duttweilers Interventionen im Nationalrat, die 
in einem bunten Strauß von krassen Wider- 
sprüchen bestanden, und nicht weniger seine 
Referendumspropaganda haben eindeutig ge- 
zeigt, daß es ihm offenbar weniger um das 
sachliche Problem, sondern vielmehr um per- 
sönliche und politisch-geschäftliche Propagan- 
da geht. Das vielschichtige und heikle Problem 
der Sanierung des Milchmarktes läßt sich aber 
nicht durch politische Propaganda lösen, son- 
dern nur durch ernsthafte Versuche mit kon- 
struktiven Maßnahmen, wie sie im Landwirt- 
schaftsgesetz und im Milchbeschluß sowie in 
den darauf basierenden Milchwirtschaftsbe- 
schlüssen der Bundesversammlung unternom- 
men und in noch wirksamerer Form weiterge- 
führt werden sollen. Es gilt deshalb, am 4. De- 
zember durch ein Ja für den zweiten Milch- 
wirtschaftsfoeschluß dafür zu sorgen, daß eine 
sachliche Lösung der Milchprobleme möglich 
wird. (AMB) 
LD E N 
Luzern, wird die Bewilligung erteilt, Samstag, 
den 19. November 1960, zwischen 13.00 und 
17.00 Uhr, auf der Strecke Eidgenössisches 
Zeughaus Sarnen bis zur Einmündung in die 
Straße Saehseln-Flüeli eine Surprise-Bergprü- 
fungsfahrt durchzuführen. 
Hermann Bucher, Feuerwehrkommandant, 
Kerns, wird zum Kantonsinstruktor für die 
Kriegsfeuerwehr ernannt. 
Vom 14. November 1960 
Gemäß Mitteilung des Eidgenössischen Post- 
und Eisenbahndepartementes beträgt der An- 
teil des Kantons Obwalden am Betriebsfehlbe- 
trag der Stansstad-Engelberg-Bahn pro 1959 
Fr. 6 755.—. Die Staatskasse wird angewiesen, 
dieses Betreffnis auszurichten und der Einwoh- 
nergemeinde Engelberg für den auf sie entfal- 
lenden Beitrag Rechnung zu stellen. 
Dem Bürgergemeinderat Kerns wird die 
Bewilligung erteilt, den Forstreservefonds bei 
der Korporation Kerns für die Erstellung eines 
Skiliftes auf Melchsee-Frutt anzulegen. 
Die Pläne und der Baubeschrieb der Firma 
Carl Haefeli AG, Kristallglasfabrik, Sarnen, 
für die Aufstellung eines Tunnelkühlofens wer- 
den unter bestimmten Bedingungen genehmigt. 
Dem zwischen dem Elektrizitätswerk Ob- 
walden und der Alpgenossenschaft außerhalb 
der steinernen Brücke, Kerns, abgeschlossenen 
Vertrag betreffend die Uebernahme der vom 
Kraftwerk Melchsee-Frutt erstellten Wasser- 
versorgungsanlage auf der Frutt wird die Ge- 
nehmigung erteilt. 
Vom Bericht der kantonalen Schießkommis- 
sion über das außerdienstliche Schießwesen im 
Jahre 1960 wird Kenntnis genommen. Gemäß 
diesem Bericht sind von 1585 Schießpflichtigen 
Wehmännern 10 Wehrmänner verblieben. Der 
Bericht stellt fest, daß alle Schützengesellschaf- 
ten gut geführt werden. 
I 
Das Mädchen 
auf 
joman von Elizabeth Coatsworth LJ/\mki DAnrl 
Copyright by Christiana-Verlag Zürich wllvl 
1. Kapitel 
Das Gemeindehaus 
Margaret Winslow saß auf einem Brett, das 
über zwei Fässer gelegt war, und schaute Sich 
® dem halbfertigen Gemeindehaus um. Die 
Fenster warteten schon aufs Glas, inzwischen 
hatte man Rupfen darüber genagelt, der nun da 
Ufld dort weghing und die kühle Aprilluft her- 
Anließ mitsamt dem Krächzen der Krähen. 
Auch Kirchenstühle waren noch keine da, nur 
Kanzel war fertig und sogar schon bemalt; 
sie hatten alle daran gearbeitet und sie konnten 
stolz darauf sein. 
Margaret hatte sich ihren Platz etwas ab- 
Seits gesucht, abgesondert von den Nachbarn, 
die sich so eng wie möglich im Vordergrund zu- 
sammendrängten, die Frauen auf Brettern sit- 
zend, die Männer gegen die Wand gelehnt oder 
mit unterschlagenen Beinen am Boden hockend. 
Jedesmal, wenn eine neue Gruppe hereinkam, 
von lauten Rufen begrüßt, warf der Wind die 
Türe zu, daß es nur so knallte. 
Eine merkwürdige Erregung lag in der Luft 
und machte Margaret Angst. Sie saß still für 
sich da, die Hände im Schoß gefaltet. Ihr wol- 
lenes Kleid und ihr Schal waren schwarz ge- 
färbt, an ihren Händen machte sich die Farbe 
noch ein wenig bemerkbar und unwillkürlich 
versuchte sie sie wegzureiben. 
Es war das erste Mal seit dem Tod ihres Va- 
ters, daß Margaret ausging, und sie fühlte sich 
sehr allein; doch eine gewisse Ruhe blickte aus 
ihren grauen Augen und lag um ihren festen 
jungen Mund. 
Viele blieben stehen um das einsame Mäd- 
chen anzusprechen, für einen Augenblick ihre 
Stimme dämpfend. Doch ihre Begrüßung war 
eilig. Sie alle waren darauf aus, so weit als 
möglich nach vorne und auf den Antritt vor-der 
Kanzel hinzukommen. 
«Komm, setz dich zu uns!» forderte dieser 
und jener Margaret auf, doch wenn sie den 
Kopf schüttelte und ihnen dankte, gingen sie 
weiter. Die meisten hatten ihre Abendmahlzeit 
in großen Körben mitgebracht und verstauten 
sie unter den Sitzen, um nach der Versammlung 
zu essen. Es war wie am Wahltag, doch ausge- 
lassener. Die jungen Burschen alle miteinander 
waren außer Rand und Band mit Scharren und 
Pfeifen und es war niemand da, der sie im 
Zaum hielt. Sogar die Männer und Frauen hat- 
ten unnatürlich glänzende Augen und Wangen, 
deren Röte nicht nur vom Aprilwind kam. 
«So schaut also das Ohiofieber aus», dachte 
Margaret, und das Unbehagen, mit dem sie zur 
Versammlung gekommen war, verstärkte sich. 
Doch da und dort trafen ihre Augen auch einen 
beherrschteren Ausdruck und sie schöpfte Hoff- 
nung aus dem gleichmütigen Gesicht eines Fa- 
milienvaters oder aus dem müden Blick einer 
Frau, der sorgenvoll war wie ihr eigener. 
«Die Flut wird sich verlaufen, bis es so weit 
Regierungsrat Eduard Infanger, Militärdi- 
rektor, Engelberg, wird als Vertreter der Regie- 
rung in den Stiftungsrat der Winkelriedstiftung 
Obwalden gewählt. Gleichzeitig wird er als 
Präsident bezeichnet. 
Aus den Erträgnissen des kantonalen Irren- 
fonds pro 1960 werden an die Kosten der Ver- 
sorgung und Verpflegung von 59 irrenkranken 
Personen total Fr. 8 320.— ausgerichtet. 
vom 17. November 1960 
Die Vorlage der Finanzdirektion zu einer 
neuen Vollziehungsverordnung zum Steuerge- 
setz wird durchberaten und bereinigt. 
Auf Antrag der kantonalen Baukommission 
und im Einvernehmen mit dem Einwohnerge- 
meinderat Alpnach werden die Arbeiten für die 
Erstellung des Trottoirs von der Kleinen Schlie- 
renbrücke bis Feld, Alpnachstad an das Kon- 
sortium Schnyder 6 Plüß, Imfeid & Fausch so- 
wie Burch & Söhne übertragen. 
Den Gebr. Gasser, Garage, Lungern, wird 
unter den üblichen Bedingungen die straßen- 
polizeiliche Bewilligung für den Einbau eines 
zweiten Benzintanks erteilt. 
Der vom Elektrizitätswerk Kerns geplanten 
neuen Leitungsführung der Hochspannungs- 
leitung «Zentrale Urateraa-Sachseln-Sarnen» 
in Giswil wird zugestimmt. 
Alois Brunner, Sandplatte, Ruswil, wird als 
Sekretär der Militärdirektion gewählt. 
Der konservative Pareivorstand beschließt 
Stimmfreigabe für den 4. Dezember. Am Frei- 
tagabend hat der Vorstand der konservativen 
Volkspartei Obwalden nach Anhörung eines 
sachlichen Referates des Präsidenten, Ständerat 
Dr. G. Odermatt, und nach lebhafter Diskussion 
für die eidg. Volksabstimmung vom 4. Dezember 
Stimmfreigabe beschlossen, in der Meinung, 
daß jeder Bürger in eigener Verantwortung 
entscheiden werde, ob er ein Ja oder ein Nein 
in die Urne werfen solle. Damit deckt sich die 
Parole der Kantonalpartei nicht mit derjenigen 
der Konservativ-Christlichsozialen Partei der 
Schweiz, welche mit großem Mehr der Ja- 
Parole gegenüber der Stimmfreigabe den Vor- 
zug gegeben hat. Im Kantonalvorstand war von 
bäuerlicher Seite sogar mit Nachdruck der An- 
trag auf Herausgabe der Verwerfungsparole 
vertreten worden, der dann allerdings gegen- 
über der Stimmfreigabe knapp unterlag. Man 
muß unsere Bauern tatsächlich begreifen, wenn 
sie mit der heutigen Situation unzufrieden sind. 
Wie aus der Stellungnahme des Innerschweizer 
Bauernbundes hervorgeht, möchten sie diese 
Abstimmung zu einer Demonstration gegen die 
gegenwärtige Rechts- und Marktlage benützen, 
nach welcher sie trotz allgemeiner Hochkon- 
junktur wirtschaftlich sehr schlecht gestellt 
sind. Dem kann entgegnet werden, daß nicht 
die schweizerische Landwirtschaftspolitik als 
solche zur Abstimmung steht, ja nicht einmal 
der gesamte Milchbeschluß, sondern nur ein 
Zusatz zum Milchbeschluß vom 19. Juni 1959; 
wird dieser Zusatz verworfen, so bessert sich die 
unbefriedigende Wirtschaftslage der Landwirt- 
schaft nicht. Anderseits können die Gegner der 
Vorlage sich darauf berufen, daß der zur Ab- 
stimmung gelangende Zusatz zum Milchbe- 
ist»,dachte sie. «Ein paar von den jungen Leu- 
ten werden losziehen, ein paar Halbwüchsige 
vielleicht, aber die meisten werden ihren Boden 
nicht aufgeben nach all der Arbeit, die sie hin- 
eingesteckt haben.» 
Das Gleiche hatte sie sich schon oft gesagt, 
seit der junge Gideon Hinckley, Sams ältester 
Sohn, vor einer Woche aus den westlichen Re- 
servaten zurückgekehrt war und soviel erzählt 
hatte von dem wunderbaren Land, das da ein- 
fach zu haben war. Margaret war für das alte 
Land eingetreten, aber schon damals hatte sich 
auf dem Grund ihres Herzens ein Zweifel ge- 
regt, dem sie sich nicht verschließen konnte. 
War dieses Land, in das sie alle vor drei, vier 
Jahren so hoffnungsvoll gekommen waren, am 
Ende doch nicht zur Ansiedlung geeignet? Vor 
zwei Jahren war ein fürchterlicher Winter ge- 
wesen, doch die Leute hatten die Ohren steif 
gehalten und je schwieriger es wurde, desto 
energischer ihren Boden gerodet und bepflanzt. 
Dann, ein Jahr später, kam der Winter 1816 — 
«achtzehnhundert zu Tode kalt», sagten die 
Leute. Es war eine unglaubliche Kälte, die wil-
	        

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