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Obwaldner Volksfreund (1960)

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Deskriptive Daten

fullscreen: Obwaldner Volksfreund (1960)

Zeitung

Titel:
Obwaldner Volksfreund
Sammlung:
Kantonsbibliothek Obwalden
Dokumenttyp:
Zeitung
Erscheinungsort:
Sarnen
Umfang:
104 Bd. ;

Zeitungsband

Sammlung:
Kantonsbibliothek Obwalden
Dokumenttyp:
Zeitungsband
Erscheinungsdatum:
1960
Bandzählung:
1960
Permanente ID:
ark:/63274/s01jg7v
Lizenz:
Copyright not evaluated

Ausgabe

Sammlung:
Kantonsbibliothek Obwalden
Dokumenttyp:
Zeitung
Strukturtyp:
Ausgabe
Erscheinungsdatum:
09.12.1960
Bandzählung:
98

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Obwaldner Volksfreund
  • Obwaldner Volksfreund (1960)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 05. Januar 1960 (1)
  • Ausgabe vom Freitag, den 08. Januar 1960 (2)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 12. Januar 1960 (3)
  • Ausgabe vom Freitag, den 15. Januar 1960 (4)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 19. Januar 1960 (5)
  • Ausgabe vom Freitag, den 22. Januar 1960 (6)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 26. Januar 1960 (7)
  • Ausgabe vom Freitag, den 29. Januar 1960 (8)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 02. Februar 1960 (9)
  • Ausgabe vom Freitag, den 05. Februar 1960 (10)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 09. Februar 1960 (11)
  • Ausgabe vom Freitag, den 12. Februar 1960 (12)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 16. Februar 1960 (13)
  • Ausgabe vom Freitag, den 19. Februar 1960 (14)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 23. Februar 1960 (15)
  • Ausgabe vom Freitag, den 26. Februar 1960 (16)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 01. März 1960 (17)
  • Ausgabe vom Freitag, den 04. März 1960 (18)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 08. März 1960 (19)
  • Ausgabe vom Freitag, den 11. März 1960 (20)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 15. März 1960 (21)
  • Ausgabe vom Freitag, den 18. März 1960 (22)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 22. März 1960 (23)
  • Ausgabe vom Freitag, den 25. März 1960 (24)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 29. März 1960 (25)
  • Ausgabe vom Freitag, den 01. April 1960 (26)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 05. April 1960 (27)
  • Ausgabe vom Freitag, den 08. April 1960 (28)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 12. April 1960 (29)
  • Ausgabe vom Freitag, den 15. April 1960 (30)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 19. April 1960 (31)
  • Ausgabe vom Freitag, den 22. April 1960 (32)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 26. April 1960 (33)
  • Ausgabe vom Freitag, den 29. April 1960 (34)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 03. Mai 1960 (35)
  • Ausgabe vom Freitag, den 06. Mai 1960 (36)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 10. Mai 1960 (37)
  • Ausgabe vom Freitag, den 13. Mai 1960 (38)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 17. Mai 1960 (39)
  • Ausgabe vom Freitag, den 20. Mai 1960 (40)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 24. Mai 1960 (41)
  • Ausgabe vom Freitag, den 27. Mai 1960 (42)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 31. Mai 1960 (43)
  • Ausgabe vom Freitag, den 03. Juni 1960 (44)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 07. Juni 1960 (45)
  • Ausgabe vom Freitag, den 10. Juni 1960 (46)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 14. Juni 1960 (47)
  • Ausgabe vom Freitag, den 17. Juni 1960 (48)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 21. Juni 1960 (49)
  • Ausgabe vom Freitag, den 24. Juni 1960 (50)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 28. Juni 1960 (51)
  • Ausgabe vom Freitag, den 01. Juli 1960 (52)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 05. Juli 1960 (53)
  • Ausgabe vom Freitag, den 08. Juli 1960 (54)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 12. Juli 1960 (55)
  • Ausgabe vom Freitag, den 15. Juli 1960 (56)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 19. Juli 1960 (57)
  • Ausgabe vom Freitag, den 22. Juli 1960 (58)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 26. Juli 1960 (59)
  • Ausgabe vom Freitag, den 29. Juli 1960 (60)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 02. August 1960 (61)
  • Ausgabe vom Freitag, den 05. August 1960 (62)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 09. August 1960 (63)
  • Ausgabe vom Freitag, den 12. August 1960 (64)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 16. August 1960 (65)
  • Ausgabe vom Freitag, den 19. August 1960 (66)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 23. August 1960 (67)
  • Ausgabe vom Freitag, den 26. August 1960 (68)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 30. August 1960 (69)
  • Ausgabe vom Freitag, den 02. September 1960 (70)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 06. September 1960 (71)
  • Ausgabe vom Freitag, den 09. September 1960 (72)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 13. September 1960 (73)
  • Ausgabe vom Freitag, den 16. September 1960 (74)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 20. September 1960 (75)
  • Ausgabe vom Freitag, den 23. September 1960 (76)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 27. September 1960 (77)
  • Ausgabe vom Freitag, den 30. September 1960 (78)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 04. Oktober 1960 (79)
  • Ausgabe vom Freitag, den 07. Oktober 1960 (80)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 11. Oktober 1960 (81)
  • Ausgabe vom Freitag, den 14. Oktober 1960 (82)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 18. Oktober 1960 (83)
  • Ausgabe vom Freitag, den 21. Oktober 1960 (84)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 25. Oktober 1960 (85)
  • Ausgabe vom Freitag, den 28. Oktober 1960 (86)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 01. November 1960 (87)
  • Ausgabe vom Freitag, den 04. November 1960 (88)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 08. November 1960 (89)
  • Ausgabe vom Freitag, den 11. November 1960 (90)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 15. November 1960 (91)
  • Ausgabe vom Freitag, den 18. November 1960 (92)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 22. November 1960 (93)
  • Ausgabe vom Freitag, den 25. November 1960 (94)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 29. November 1960 (95)
  • Ausgabe vom Freitag, den 02. Dezember 1960 (96)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 06. Dezember 1960 (97)
  • Ausgabe vom Freitag, den 09. Dezember 1960 (98)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 13. Dezember 1960 (99)
  • Ausgabe vom Freitag, den 16. Dezember 1960 (100)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 20. Dezember 1960 (101)
  • Ausgabe vom Freitag, den 23. Dezember 1960 (102)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 27. Dezember 1960 (103)
  • Ausgabe vom Freitag, den 30. Dezember 1960 (104)

Volltext

A Z Samen, Freitag, den 9. Dezember 1960 
Die heutige Nummer umfaßt 6 Seiten 
90. Jahrgang — Nr. 98 
Obw alö iier B o lksfccunD 
Einzelverkaufspreis 15 Rp. Adreß ander ungen 30 Rp. Abonnements- 
preis mit Obwaldner Pfarreinachrichten: Per Post zugestellt für 
die ganze Schweiz jährlich Fr. 13.50, halbjährlich Fr. 7 — Ausland 
jährlich Fr. 18.50. Einzahlungen auf Postcheck-Konto VII 1085 
Neuabonnenten werden jederzeit gerne angenommen. — Druck 
und Verlag: Louis Ehrli & Cie., Samen, Telephon (041) 85 10 33. 
Konservativ-christlichsoziales Organ 
Erscheint Dienstag und Freitag 
Wöchentliche Beilage: Obwaldner Pfarreinachrichten 
Verantwortlich für die Redaktion: 
Dr. jur. Jost Dillier, Samen, Telephon 85 18 06 
Inseratenpreise: Einspaltige Millimeterzeile: Obwalden 11 Rp., 
Schweiz 13,5 Rp., Reklame 42 Rp. — Inseratenannahme: Schweizer- 
Annoncen AG «ASSA», Luzern, Tel. 2 12 54, und Filialen 
(Mit Ausnahme des Kantons Obwalden). — Vorschriften 
betreffend Plazierung, Schriftwahl und Arrangement 
werden abgelehnt. Schluß der Inseratenannahme jeweils 
Montag und Donnerstag 18.00 Uhr. 
Dreimal Afrika 
Mauretanien 
Während in der Generalversammlung der 
Uno die Diskussion über den Kolonialismus 
breitspurig dahinschleicht, verschärft sich die 
Spannung in und um Afrika durch mehrere 
Vorkommnisse. Vor dem Sicherheitsrat als an- 
tragstellendem Organ lag das Gesuch des 
neuen Staates Mauretanien aus der Erbmasse 
des französischen Kolonialreiches um Auf- 
nähme in die Uno. Zufällig sollte es das 100. 
Mitglied sein. Der Staatsgründung wie natür- 
lich auch der Uno-Mitgliedschaft widersetzte 
sich Marokko, welches das mauretanische Ter- 
ritorium für sich beansprucht. Da sich ander- 
seits Marokko der Patronatsgesellschaft für 
Lumumba angeschlossen hat, die Staaten der 
Cammunaute aber zu Kasavubu und Mobutu 
halten, entschloß sich die Sowjetunion zu ei- 
nem Querschläger. Der gegenwärtig als Präsi- 
dent des Sicherheitsrates amtierende Russe Zo- 
rin berief'das Gremium übereilt zu einer Nacht- 
sitzung ein, und er suchte dann mit allen Mit- 
teln die Frage Mauretaniens mit jener der 
kommunistischen Aeußeren Mongolei zu ver- 
koppeln, uim dadurch entweder die Aufnahme 
Mauretaniens zu hintertreiben oder auch jene 
der Aeußeren Mongolei mit hinein zu schmug- 
geln. Als alle Verschleppungsversuche nichts 
fruchteten und die Aufnahme Mauretaniens 
schließlich zur Abstimmung kam, erklärte sich 
Zorin plötzlich gegen das Gesuch, was ein so- 
wjetisches Veto bedeutete. 
Kongo 
Zur Vertiefung des Zerwürfnisses trug auch 
der neu'e Fall Lumumba bei. Nachdem der 
Schützling Moskaus und seine afrikanischen 
Freunde aus der bewachten Residenz hatte 
ausbrechen können, fiel er einige Tage später 
den Trupem Mobutus in die Hände. Er wurde 
unverzüglich festgenommen und in Gefangen- 
schaft gesetzt. Diese Ereignisse riefen im 
Kreml einen Wutanfall hervor, und es hagelte 
entrüstete russische Noten auf die Uno hernie- 
der. Wieder einmal ergoß sich die Lauge übel- 
ster Verdächtigungen auf Generalsekretär 
Hammarskjöld, dem Moskau nichts geringeres 
vorwirft, als daß er im Komplott mit den «Im- 
perialisten» die legale Ordnung im Kongo zer- 
setze und dem «Neo-Kolonialismus» Tür und 
Tor öffne. So unvernünftig und ungerecht sol- 
che Vorwürfe sind, ebenso unhaltbar wäre es, 
Hammarskjöld der Begünstigung der Rich- 
tung Kasavubu/Mobutu zu zeihen. Denn aus 
lauter Furcht vor Moskau haben die Organe 
der Uno im Kongo ihren schützenden Schild 
über Lumumba gehalten, auch als er bereits 
rechtmäßig von Kasavubu abgesetzt war. Sie 
beteuern immerfort Nichteinmischung in die 
inneren Verhältnisse im Kongo. Sie hätten 
längst dem wirklichen Staatspräsidenten Ka- 
savubu und dem von ihm gebilligten Ord- 
tiungsregime Mobutu freie Hand lassen sollen. 
Vielleicht wäre man dann der Beruhigung der 
Verhältnisse näher. Aufgabe der Uno-Organe 
wäre es, einer legitimen Staatsgewalt, eben 
Kasavubu und dem von ihm akkreditierten 
Kollegium der Genieralkommissäre, den Auf- 
bau einer staatlichen Rechtsordnung, durch 
Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung zu 
gewährleisten. Das im Sturm und Drang der 
Loslösung von Belgien bestellte Parlament bie- 
tet keine Gewähr. Es sollte aufgelöst und ein 
neues gewählt werden. Es ist einfach unver- 
ständlich, wie die Uno und die westlichen 
«Schützer von Freiheit und Menschenwürde» 
sich von Moskau einschüchtern lassen, bis ihre 
Partie und jene der freien Welt ganz verloren 
ist. 
Es verlautet, der Bruder des gewählten 
amerikanischen Präsidenten Kennedy sei als 
Beobachter im Kongo eingetroffen. Vielleicht 
sieht er besser hinter die Kulissen und rappor- 
tiert dem Präsidenten, der dann ein kräftige- 
res Wort sprechen wird? Hoffen wir so. 
Algerien 
Diese Frage steht nun erst recht in gewit- 
terhafter Beleuchtung. In der politischen 
Kommission der Uno hat die Debatte in die- 
sem klassischen Fall der weltweiten Einmi- 
schung in das für die Beteiligten selber schon 
hinreichend dornenvolle Problem neuerdings 
begonnen, und zwar wiederum bei betonter 
Abwesenheit der franz. Delegation. Nun aber 
ist General de Gaulle nach Algerien abgereist, 
was nicht wenig Kopfzerbrechen verursachte. 
Im Hinblick auf die erhitzte Stimmung unter 
den Europäern gedenkt der Staatschef die 
großen Städte zu meiden. Er will anscheinend 
auch weniger mit den «Weißen» in Fühlung 
kommen als mit den Muselmanen, die in sei- 
ner neuen Behördenhierarchie eine maßge- 
bende Rolle spielen sollen. 
Inzwischen hat Ministerpräsident Debre 
bekanntgegeben, daß das algerisch-französische 
Referendum (Volksabstimmung) auf den 8. 
Januar 1961 festgesetzt sei. Der nach Madrid 
entwichene Hauptangeklagte im algerischen 
Barrikadenprozeß Lagaillarde bereitet dem 
Regime wegen allfälliger Wühlarbeit auch 
einige Sorgen. Wenn auch General Salan und 
Lagaillarde von den spanischen Behörden 
scharf bewacht sind, besteht doch Gefahr von 
Putschversuchen. Die Volksbefragung vom 8. 
Januar lautet: «Billigen Sie die von Präsident 
de Gaulle vorgelegten Maßnahmen betreffend 
die Selbstbestimmung Algeriens?» 
Die neuen Präsidenten der eidgenössischen Räte 
Mit der ersten Sitzung der Winterses- 
sion trat auch der Wechsel im Präsidium der 
beiden Räte ein. Die Verhandlungsleitung des 
Nationalstes liegt seit Montag bei National- 
rat Dr. Emil Duft (Zürich), den Vorsitz im 
Ständerat hat der Tessiner Konservative Dr. 
Antonio Antognini (Bellinzona) übernommen 
— beide eidgenössischen Räte werden so im 
neuen Parlamentsjahr von zwei konservativ- 
christlichsozialen Präsidenten geleitet. Mit 
Nationalratspräsident Dr. Emil Duft 
stieg erstmals ein Vertreter der Zürcher Ka- 
tholiken auf den Präsidentenstuhl des Natio- 
nalrates. Das ist keineswegs selbstverständ- 
lich, und wenn die Konservativ-christlichso- 
ziale Fraktion der Bundesversammlung dies 
ermöglichte, so geschah es in der bewußten 
Absicht, im verdienten Präsidenten der Christ- 
lichsozialen Partei des Kantons Zürich zu- 
gleich auch die Diaspora zu ehren und ihr da- 
mit öffentliche Anerkennung und Dank zu zol- 
len. 
Nationalratspräsident Dr. Duft gehört dem 
Nationalrat seit den Herbstwahlen 1947 an. 
Seine Wahl in den Nationalrat erfolgte drei 
Jahre nach der Uebernahme des Präsidiums 
der Christlichsozialen Partei des Kantons Zü- 
rich, die Dr. Duft durch zahlreiche kantonale 
und eidgenössische Wahlen von Erfolg zu Er- 
folg zur heutigen nicht mehr übersehbaren Be- 
achtung führte. Obwohl seit Beginn seiner be- 
ruflichen Tätigkeit mit der Wirtschaftsmetro- 
pole Zürich verhaftet, kann und Will Naional- 
ratspräs'ident Dr. Duft seine st. gallische Her- 
kunft auch heute nicht verleugnen. Am 25. Ok- 
tober 1895 in Flawil geboren, beschloß er seine 
Wirtschaftsstudien mit dem Dr. oec. publ. der 
Universität Zürich. Wirtschaft und Finanz 
wurden zu seinem Beruf, der ihm große Er- 
folge brachte, ihn aber auch seine höheren Ver- 
pflichtungen nicht vergessen ließ. So stellte 
er sich 1944 der Christlichsozialen Partei des 
Kantons Zürich als Präsident zur Verfügung 
und stieß zu den Kämpfern für Recht und Ge- 
rechtigkeit für die Zürcher Katholiken. 
Ständeratspräsident Dr. Antognini 
erscheint als die verkörperte Ruhe, Intelligenz, 
Klugheit und Grundsätzlichkeit. Eine reiche 
Erfahrung gepaart mit absoluter Verläßigkeit 
machen ihn zu einem politischen Ratgeber, der 
in schwierigen Situationen gerne gesucht wird 
und immer zur Verfügung steht. Der neue 
Ständeratspräsident verkörpert zudem beste 
Tessiner Tradition. Am 22. Juli 1893 als erster 
Sproß einer alten Familie von Bellinzona ge- 
boren, genoß er eine solide Bildung, die ihren 
Abschluß im Dr. jur. der Universität Turin 
fand. Schon früh stellte er sich der Oeffent- 
lidhkeit zur Verfügung: 1920 als Gemeinderat 
von Bellinzona, von 1921—1952 als Großrat, 
den er 1936 präsidierte. Von 1935 bis 1943 ist 
er Mitglied des Nationalrates, um dann in den 
Ständerat hinüber zu wechseln. Dr. Antognini 
hatte auch das Präsidium der Konservativen 
Partei des Kantons Tessin inne. Seit Jahren 
steht er der Tessiner Staatsbank als Präsident 
vor. Die Konservativ-christlichsoziale Fraktion 
der Bundesversammlung bekundete ihm ihr be- 
sonderes Vertrauen durch die Wahl zum Vize- 
präsidenten. 'Seine Wahl zum Präsident des 
Ständerates ist Ausdruck wohlverdienter An- 
erkennung und Wertschätzung. 
Roman von Elizabeth Coatsworth 
Copyright by Christiana-Verlag Zürich 
Das IVfädchen 
auf 
Horn-Pond 
Doch dann dachte sie an ihre Gesichter und an 
Gideon Hinckley, der wie ein Moses auf das 
verheißene Land hinwies. Nein, sie würden 
gehen. 
Und sie würde bleiben. 
Der Grauschimmel wieherte, als sie ihn an 
seinem Stand am Geländer aus den verschie- 
denen Pferdeleinen löste und sich in den Sat- 
tel schwang. Er war so mager wie die andern 
Pferde, doch er war jung und hatte das Warten 
satt. So zeigte er Leben in seinem Trab, wie er 
so mitten durch die tiefen Pfützen und Löcher 
des Weges patschte. . . 
In fünf Minuten waren Roß und Reiterin 
dick mit Schlamm bespritzt, und es bedürfte 
Margarets ganze Aufmerksamkeit, den rau 
Schimmel in Schritt zu bringen und vor dem 
Ausrutschen zu bewahren. Noch für eine Weile 
wurde sie so von ihren Gedanken abgelenkt. 
Tapp, tapp, tapp, platsch, machten die kräfti- 
gen Hufe des Grauschimmels. Schritt platsch, 
Schritt platsch. Sie fühlte das lebhafte Schla- 
gen seines Herzens an ihrem Knie. Neben den 
Pfützen liefen klare Rinnsale über den Weg 
und das Skunkskraut wucherte üppig und 
grün in den Niederungen. Eine Krähe flog auf 
gegen das Blau des Himmels und die Bäume 
standen in früher Blüte. Selbst ihre kleinen 
Blätter hatten viele Farben, Granatrot oder 
Bronzebrauni und Grün des Sommers. Mit einem 
Mal wurde Margaret von der Schönheit dieses 
jungen Wachstums ergriffen. Doch erstaunt 
wäre sie gewesen, wenn jemand ihr gesagt 
hätte, daß sie selber wie diese jungen Blätter 
war, so sanft und frisch, und doch unüber- 
windlich — Leben einsaugend mit Wurzeln, die 
tief hinunter reichten. 
All dieses War ihr nicht bewußt, doch sie 
fühlte, daß das Gewicht ihrer Ahnungen leich- 
ter wurde hier in dem frischen Wind mit dem 
Geruch des rieselnden Wassers.. Auf der Hoch- 
fläche ließ sie den Grauschimmel traben und 
dann nach der Stevens-Farm wieder im Schritt 
gehen durch die Senke und den Buchenwald, 
wo die grauen Eichhörnchen hinter ihr her 
geckerten, als sie vorbeiritt. Dann nach. der 
Wegkehre kam die Siedlung Reuben Walkers 
mit Kinderwäsche, die zum Trocknen hing, 
und dann kam ihr eigener Weg. 
Er war wie ein Sumpf. Margaret mußte den 
Grauschimmel, der ins Gebiß schäumte, fest 
im Zügel halten. Zu ihrer Linken lagen die 
dunklen Breiten des Heidekrautes und dann 
stieg der Weg am Hang des Hornhügels auf 
und das schimmernde, gekräuselte Blau des 
kleinen Sees lag unter ihr und einen Augen- 
blick später hielt sie an ihrer eigenen Türe. 
Für eine kleine Weile blieb sie noch ruhig 
im Sattel und blickte hin über ihr Reich, die- 
ses Land, für das sie alles einsetzen wollte, so- 
gar das Leben. Dies hatte sie miteingerechnet 
urid das Wagnis angenommen. Niemals noch 
hatte sie das Land so geliebt mit seinen Fel- 
dern, die vom dunklen Saum des Fichtenwal- 
OBWALDEN 
Adventstagung der Christlichsozialen Par- 
tei von Obwalden. Es lag etwas eigenartig 
Stimmungsvolles über dem 4. Dezember, als 
die Mitglieder des Kantonalvorstandes und die 
Vorstände der Gemeindeparteien in den Ranft 
hinunter pilgerten, um an der Stätte, wo Bru- 
der Klaus sein heiliges Leben verbrachte, sich 
auf die Grundlagen und die Verantwortung 
des christlichen Politikers zu besinnen. 
Bruder-Klausen-Kaplan Fridolin Gasser 
feierte das heilige Opfer und stellte in seinem 
Predigtwort die Gestalt Bruder Klausens als 
Wegweiser für unsere Einstellung und unsere 
Arbeit hin. Bruder Klausens innigster Wunsch 
war es, sich ganz in die Gewalt Gottes zu be- 
geben, um nur in innigster Gemeinschaft mit 
Gott leben zu können. Auch unser Leben und 
unsere Arbeit im öffentlichen Leben sollen ge- 
tragen sein von dieser Gottbezogenheit und 
Gotthingabe, dann werden wir im Stande sein, 
die uns übertragene Sendung richtig erfüllen 
zu können. 
Der Feierstunde im Ranft folgte die Vor- 
ständekonferenz im Gasthaus Löwen in Sach- 
sein, an der als erster unser verehrter Arbei- 
terseelsorger P. Gerald die Verantwortung des 
Christen im politischen Leben vor Gott, vor 
der Familie und vor der Gemeinschaft des 
Volkes zeichnete. Wir tragen als Christen die 
Sendung in uns, uns selbst für Gott bereit zu 
machen, aiber auch den christlichen Geist um 
uns zu verbreiten. Aus dieser Sendung ergibt 
sich auch die Pflicht des christlichen Men- 
schen, im öffentlichen Leben mitzuarbeiten 
und mitziugestalten, um auch in der Gemein- 
schaft des Volkes die christliche Lebensauffas- 
sung zu erhalten und zu mehren. Unsere Ar- 
beit muß der Wahrheit dienen, muß für Ge- 
rechtigkeit sorgen und die christliche Liebe 
tätigen. Mitmachen und dabei sein, wenn es 
gilt die Geschicke der Gemeinschaft festzule- 
gen und die Aufgaben verantwortungsbewuß- 
ten Männern anzuvertrauen, ist das Wichtig- 
ste. Denn nur durch die Mitarbeit können wir 
der uns übertragenen Verantwortung vor Gott, 
vor der Familie und vor der Gemeinschaft des 
Volkes gerecht werden. 
In der Aussprache wurden dann die viel- 
fältigen Probleme und Schwierigkeiten, die 
sich der Arbeit einer jungen Partei gegenüber- 
stellen, besprochen, und die letzten Vorberei- 
tungen zum nachmittäglichen Parteitag getrof- 
fen. 
Im Saale des Hotels «Engel» in Sachsein 
fanden sich am Nachmittag trotz des schönen 
und milden Wetters und verschiedener ande- 
rer zu gleicher Zeit laufenden Tagungen eine 
stattliche Zahl Parteifreunde ein, um über die 
Arbeit eines Jahres Rückschau zu halten und 
künftige Aufgaben zu übernehmen. In seinem 
Grußwort gab Parteipräsident Karl RÖthlin 
seiner Freude und Genugtuung darüber Aus- 
druck, daß diese erste Adventstagung als ge- 
glückt und erfolgreich gewertet werden dürfe. 
Im Jahresbericht zeigte der Parteipräsident 
die Erfolge auf, die die Partei im vergangenen 
Jahre buchen durfte. Die erfolgreiche Wahl 
des droben auf dem Hornhügel herunterzogen 
nach dem See, und dem Rauch, der von Wind- 
stößen verweht aus dem gemauerten Kamin 
des Blockhauses aufstieg. 
Sie warf einen raschen Blick hinüber nach 
der großen Blautanne im Felde, wo ihres Va- 
ters Grab lag. Niemand war auf dem Hofplatz 
als Tarquin, der Gänserich, der sie gackernd 
und fauchend an der Spitze seiner Gänse be- 
grüßte, niemand auf der Türschwelle als Chloe, 
die schwarze Katze, die zum Willkomm ihren 
Buckel machte, und niemand war im Hause als 
Rombier, der Jagdhund. Er war eingeschlossen 
gewesen, solange Margaret fort war, und nun 
bellte er wie rasend zur Begrüßung. 
2. Kapitel 
Horn-Pond 
Das erste Tageslicht dämmerte in der Hütte 
und zeichnete schattenhaft die Umrisse der 
Majoran- und Rosmarinstauden, die in Töpfen 
auf den Borden der nach Osten gehenden Fen- 
ster standen.
	        

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