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Obwaldner Volksfreund (1970)

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Nutzungslizenz

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Deskriptive Daten

fullscreen: Obwaldner Volksfreund (1970)

Zeitung

Titel:
Obwaldner Volksfreund
Sammlung:
Kantonsbibliothek Obwalden
Dokumenttyp:
Zeitung
Erscheinungsort:
Sarnen
Umfang:
104 Bd. ;

Zeitungsband

Sammlung:
Kantonsbibliothek Obwalden
Dokumenttyp:
Zeitungsband
Erscheinungsdatum:
1970
Bandzählung:
1970
Permanente ID:
ark:/63274/s01788w
Lizenz:
Copyright not evaluated

Ausgabe

Sammlung:
Kantonsbibliothek Obwalden
Dokumenttyp:
Zeitung
Strukturtyp:
Ausgabe
Erscheinungsdatum:
21.04.1970
Bandzählung:
31

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Obwaldner Volksfreund
  • Obwaldner Volksfreund (1970)
  • Ausgabe vom Montag, den 05. Januar 1970 (1)
  • Ausgabe vom Freitag, den 09. Januar 1970 (2)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 13. Januar 1970 (3)
  • Ausgabe vom Freitag, den 16. Januar 1970 (4)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 20. Januar 1970 (5)
  • Ausgabe vom Freitag, den 23. Januar 1970 (6)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 27. Januar 1970 (7)
  • Ausgabe vom Freitag, den 30. Januar 1970 (8)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 03. Februar 1970 (9)
  • Ausgabe vom Freitag, den 06. Februar 1970 (10)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 10. Februar 1970 (11)
  • Ausgabe vom Freitag, den 13. Februar 1970 (12)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 17. Februar 1970 (13)
  • Ausgabe vom Freitag, den 20. Februar 1970 (14)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 24. Februar 1970 (15)
  • Ausgabe vom Freitag, den 27. Februar 1970 (16)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 03. März 1970 (17)
  • Ausgabe vom Freitag, den 06. März 1970 (18)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 10. März 1970 (19)
  • Ausgabe vom Freitag, den 13. März 1970 (20)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 17. März 1970 (21)
  • Ausgabe vom Freitag, den 20. März 1970 (22)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 24. März 1970 (23)
  • Ausgabe vom Freitag, den 27. März 1970 (24)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 31. März 1970 (25)
  • Ausgabe vom Freitag, den 03. April 1970 (26)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 07. April 1970 (27)
  • Ausgabe vom Freitag, den 10. April 1970 (28)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 14. April 1970 (29)
  • Ausgabe vom Freitag, den 17. April 1970 (30)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 21. April 1970 (31)
  • Ausgabe vom Freitag, den 24. April 1970 (32)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 28. April 1970 (33)
  • Ausgabe vom Freitag, den 01. Mai 1970 (34)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 05. Mai 1970 (35)
  • Ausgabe vom Freitag, den 08. Mai 1970 (36)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 12. Mai 1970 (37)
  • Ausgabe vom Freitag, den 15. Mai 1970 (38)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 19. Mai 1970 (39)
  • Ausgabe vom Freitag, den 22. Mai 1970 (40)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 26. Mai 1970 (41)
  • Ausgabe vom Freitag, den 29. Mai 1970 (42)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 02. Juni 1970 (43)
  • Ausgabe vom Freitag, den 05. Juni 1970 (44)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 09. Juni 1970 (45)
  • Ausgabe vom Freitag, den 12. Juni 1970 (46)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 16. Juni 1970 (47)
  • Ausgabe vom Freitag, den 19. Juni 1970 (48)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 23. Juni 1970 (49)
  • Ausgabe vom Freitag, den 26. Juni 1970 (50)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 30. Juni 1970 (51)
  • Ausgabe vom Freitag, den 03. Juli 1970 (52)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 07. Juli 1970 (53)
  • Ausgabe vom Freitag, den 10. Juli 1970 (54)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 14. Juli 1970 (55)
  • Ausgabe vom Freitag, den 17. Juli 1970 (56)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 21. Juli 1970 (57)
  • Ausgabe vom Freitag, den 24. Juli 1970 (58)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 28. Juli 1970 (59)
  • Ausgabe vom Freitag, den 31. Juli 1970 (60)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 04. August 1970 (61)
  • Ausgabe vom Freitag, den 07. August 1970 (62)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 11. August 1970 (63)
  • Ausgabe vom Freitag, den 14. August 1970 (64)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 18. August 1970 (65)
  • Ausgabe vom Freitag, den 21. August 1970 (66)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 25. August 1970 (67)
  • Ausgabe vom Freitag, den 28. August 1970 (68)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 01. September 1970 (69)
  • Ausgabe vom Freitag, den 04. September 1970 (70)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 08. September 1970 (71)
  • Ausgabe vom Freitag, den 11. September 1970 (72)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 15. September 1970 (73)
  • Ausgabe vom Freitag, den 18. September 1970 (74)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 22. September 1970 (75)
  • Ausgabe vom Freitag, den 25. September 1970 (76)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 29. September 1970 (77)
  • Ausgabe vom Freitag, den 02. Oktober 1970 (78)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 06. Oktober 1970 (79)
  • Ausgabe vom Freitag, den 09. Oktober 1970 (80)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 13. Oktober 1970 (81)
  • Ausgabe vom Freitag, den 16. Oktober 1970 (82)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 20. Oktober 1970 (83)
  • Ausgabe vom Freitag, den 23. Oktober 1970 (84)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 27. Oktober 1970 (85)
  • Ausgabe vom Freitag, den 30. Oktober 1970 (86)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 03. November 1970 (87)
  • Ausgabe vom Freitag, den 06. November 1970 (88)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 10. November 1970 (89)
  • Ausgabe vom Freitag, den 13. November 1970 (90)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 17. November 1970 (91)
  • Ausgabe vom Freitag, den 20. November 1970 (92)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 24. November 1970 (93)
  • Ausgabe vom Freitag, den 27. November 1970 (94)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 01. Dezember 1970 (95)
  • Ausgabe vom Freitag, den 04. Dezember 1970 (96)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 08. Dezember 1970 (97)
  • Ausgabe vom Freitag, den 11. Dezember 1970 (98)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 15. Dezember 1970 (99)
  • Ausgabe vom Freitag, den 18. Dezember 1970 (100)
  • Ausgabe vom Dienstag, den 22. Dezember 1970 (101)
  • Ausgabe vom Freitag, den 25. Dezember 1970 (102)
  • Ausgabe vom Mittwoch, den 30. Dezember 1970 (104)

Volltext

.Jahre 
kommunale Aufbauarbeit in Sarnen 
(I»*\l 
Nachdem der Sarner Gemeindepräsi- 
^r 'letzten 12 Jahre, Dr. J. Dillier, für die 
je»' ratswahl vorgeschlagen ist, ist es ange- 
• 
6 
prüfen, ob und was in dieser Zeitspan- 
Aufbauarbeit in dieser Gemeinde gelei- 
* ^.orden ist. Die nachfolgende Aufzählung 
^ ^ eigen, daß es sich um bemerkenswerte 
Ij-itte im Interesse der Bevölkerung han- 
:-,rts' 
neben 
der Erledigung der immer zahl- 
^ h werdenden laufenden Geschäfte erzielt 
n 
sjnd. 
Natürlich lagen die Entscheide 
M beim Gemeindepräsidenten allein, sondern 
. ganzen Gemeinderat, dem während die- 
ylinZeitabschnitt gesamthaft 38 Mann ange- 
f • Diese große Zahl darf aber nicht ver 
-.ort611' 
{ja 
(jer «Sollbestand» dieser Behörde 
fjiidern 
"ur neuen Verfassung sich auf 22 Mitglie- 
»zifferte — für eine Exekutive eine über- 
zahl, was an die Leitung besondere Än- 
derungen stellte. Neben dem Präsidenten lag 
Hauptarbeit bei den Departementschefs, 
'e 
^enen die drei Finanzchefs und die beiden 
^Verwalter besondere Anerkennung ver- 
en 
Darüber hinaus wären natürlich auch 
j? Beamten und die Lehrerschaft sowie die 
Görden der Bürgergemeinde und der vier 
Mirksgemeinden anerkennend zu erwähnen, 
in ihren Aufgabegebieten selber aktiv wa- 
16 
und mit denen der Gemeinderat gute Zu- 
jjimenarbeit pflog. 
u erster Stelle darf sicher das Schulwesen 
Üähnt werden, das einen bemerkenswerten 
wfschwung erlebte. Nachdem wenige Jahre 
•her das neue Kägiswiler Schulhaus sowie 
Knabenschulhaus im Dorf gebaut worden 
,̂«1 folgten nun bald das modern konzi- 
jsrte Sekundarschulhaus, das später noch um 
inen Flügel erweitert wurde, ferner die neue 
rLhalle und der Ausbau der alten Turnhalle, 
j zwar so, daß einstweilen auch die Theater- 
d 
Konzertfrage gelöst ist, dann der Ausbau 
Z Mädchenschulhauses (Lift, Untergeschoß) 
us neue Schulhaus und die Turnhalle im Stal 
,„n 
Wie 
auch die Renovation des dortigen bis- 
•eriffen Schulhauses und der teilweise Ausbau 
•es Schulhauses in Wilen. Auf der Wunschliste 
st leider die Turnhalle Wilen stehen geblieben. 
>egen ist noch das Schulgebäude in Bitzig- 
ofen zu erwähnen, wa bald der dritte Kinder- 
irten der Gemeinde sowie eine Primarklasse 
inzug halten werden. Parallel zu dem äußeren 
Ausbau erfolgte der innere Ausbau der auf 
ad 1000 Schüler angewachsenen Gemein- 
ichaft. Nachdem der Ausbau auf drei (doppelt 
»führte) Sekundarklassen kurz vor Beginn 
iieses Zeitabschnittes erfolgt war, folgte nun 
fc Schaffung der Abschlußklassen, wobei die 
jjite Klasse vorerst fakultativ geführt wurde, 
jd der dreistufigen Hilfsschule, zwei Institu- 
ten, die als besonders segensreich zu be- 
liehnen sind. Da einzelne Primarklassen sogar 
jarallel in drei Abteilungen geführt werden 
aussen, wurde die bisherige konsequente Tren- 
lung nach Geschlechtern teilweise aufgegeben, 
ras sich in verschiedener Hinsicht ebenfalls 
positiv auswirkte. Bei diesen Schulfragen müß- 
Hi natürlich auch die vier Schuiratspräsiden- 
m dieses zwölfjährigen Abschnittes erwähnt 
verden, denen vor allem die Aufgabe der «Ini- 
alzündung» sowie des Findens der vielen 
:euen Lehrkräfte oblag. 
Auf Anregung des Gemeinderates und mit 
finanzieller Beteiligung der Gemeinde schuf die 
Korporation Freiteil eine große Truppenunter- 
kunft, die wirtschaftlich befruchtend wirkt 
und zudem das Gemeindeareal vom Truppen- 
trubel befreit, ausgenommen gewisse Ausnah- 
mezeiten, in denen auch noch die ausgebaute 
Truppenunterkunft der Gemeinde dienen muß. 
Der genannte Bau des Sekundarschulhauses 
hatte sich aus einer bestimmten Konzeption für 
die 
Unterbringung der Gemeindeverwaltung 
ergeben, die vorerst nicht allgemein verstanden 
wurde. Die Mieträumlichkeiten für die Ge- 
meindekanzlei (Haus von Ah) und die Finanz- 
verwaltung (Haus Anderhalden) waren unhalt- 
bar geworden, aber der Bau eines Gemeinde- 
hauses war noch nicht reif, zumal das hiefür 
prädestinierte Waisenhausareal noch für einige 
Zeit den Industrialisierungsbestrebungen die- 
nen konnte. Der Gemeinderat verzichtete nun 
darauf, das Untergeschoß des Knabenschulhau- 
ses für eigene Schulzwecke zu benützen, ver- 
mietete es an die Bauchemieschule Woermann 
und ging vorzeitig an den Bau des Sekundar- 
schulhauses, dessen eine Hälfte einstweilen als 
Gemeindehaus zu dienen hatte. Das gab ver- 
schiedenes zu reden, aber die Probleme der 
Schule und der Verwaltung und nicht zuletzt 
der Finanzierung waren damit auf praktische 
Weise gelöst. Nun kann an den Bau des Ge- 
meindehauses herangetreten werden und die 
genannten Räume stehen für die Erweiterung 
der Volksschule gemäß Bedürfnis zur Verfü- 
gung. 
Von der Feuerwehr bis zum Centro italiano 
Zu erwähnen wären ferner die Schaffung 
einer neuen Feuerwehrverordnung sowie die 
sukzessive Modernisierung der Feuerwehraus- 
rüstung, ferner die Schaffung der örtlichen Zi- 
vilschutzorganisation mit der Beschaffung an- 
sehnlicher Materialbestände. Die Praxis der 
finanziellen Unterstützung von kulturellen und 
sportlichen Organisationen und Vereinen wur- 
de erweitert, und hier wäre als Neuerung be- 
sonders die Italienerseelsorge zu erwähnen, die 
—kantonal organisiert — die Hälfte der Kul- 
tussteuern der Italiener erhält und die im Erd- 
geschoß des Grundacherhauses ein Centro re- 
creativo einrichten konnte. Leider sind diese 
Räume zu eng geworden, so daß dringend eine 
neue Lösung gefunden werden sollte. — Der 
Ankauf der Grundacherliegenschaft ermöglich- 
te es, dem Kanton ein Bauareal für das Ge- 
werbeschulhaus anzubieten, während etwas 
mehr als die Hälfte weiterhin als Landreserve 
verbleibt. 
Umfangreich wäre auch die Liste der Sub- 
ventionen an Straßenbauten, Wasserversorgun- 
gen, Meliorationen usw., die vor allem den Au- 
ßenbezirken zugute kamen, sowie der 
Finanzausgleich für die Bezirke, 
für den einige hunderttausend Franken Ver- 
wendung fanden. Dies ermöglichte es auch, das 
alte Postulat eines einheitlichen Steueransatzes 
für das ganze Gemeindegebiet zu verwirkli- 
chen. 1958 machten die Gemeindesteuern ge 
samthaft z. B. für den Dorfbezirk 7,35 und für 
die Bezirke Schwendi und Kägiswil 7,95 Ein- 
heiten aus, und nun beziffern sie sich gleich- 
sam auf 7,1 Einheiten. Dies zeigt auch daß in 
dieser Zeit trotz den vielen Aufgaben sogar 
Steuersenkungen 
möglich geworden sind, während der Kanton 
um 0,3 Einheiten aufschlagen mußte. Der Ab- 
bau war vor allem der Entwicklung beim Ar- 
menwesen zu verdanken, aber die Bezirke muß- 
ten einen Teil des Abbaues wiederum für ihre 
Aufgaben in Anspruch nehmen. In diesem Zu- 
sammenhang ist die Wahl eines hauptamtlichen 
Armenverwaltes und Amtsvormundes sowie 
der Ausbau der Gemeindefürsorge (Gemeinde- 
schwestern, Familienhelferin) zu erwähnen, 
was in Zusammenarbeit mit dem Bürgerrat 
verwirklich werden konnte. 
Zum Thema Steuern ist nachzutragen, daß 
die Einnahmen von Kantons- und Gemeinde- 
steuern zusammen in dieser Zeitspanne von 
rund 1,2 auf fast 5 Millionen Franken anstie- 
gen, was natürlich auch einen entsprechenden 
Ausbau der Finanzverwaltung zur Bewältigung 
der damit verbundenen Aufgaben bedingte. 
Nicht zu vergessen sind schließlich die be- 
sondern Aufgaben der 
katholischen Kirchgemeinde, 
die verfassungsgemäß ebenfalls vom Einwoh- 
nergemeinderat betreut wurden. Nach den vor- 
ausgegangenen Diskussionen über die ver- 
meintlich fehlende Rechtsgrundlage konnte der 
Bau einer neuen, geräumigen und ansprechen- 
den Kirche in Kägiswil verhältnismäßig rasch 
verwirklicht werden, wobei dann noch wegen 
den Erdbebenschäden die Restauration der 
Pfarrkirche und des Beinhauses dazukamen, 
die im Verein mit der eidg. Denkmalpflege eine 
kulturelle Leistung besonderer Art darstellen. 
Daneben seien nicht vergessen die Beiträge an 
die Schaffung einer reformierten Kirche, an 
die neue Frauenkloster- und Kollegiumskirche 
sowie die Kapelle Ramersberg. Einzig das Kir- 
chenproblem im Stalden konnte noch nicht ge- 
löst werden, aber man ist auf dem Wege dazu. 
Und die dringend nötige neue Verordnung für 
den Friedhof bei der Pfarrkirche ist geschaf- 
fen und wird am 7. Juni zur Urnenabstimmung 
kommen. 
Dieser gedrängte Ueberblick zeigte eine 
große Fülle von baulichen, organisatorischen 
und geistigen Werken, die in einem dutzend 
Jahren verwirklicht werden konnten. Dies war 
nur dank guter Zbsammenarbeit der Behörde- 
mitglieder, der Gemeindefunktionäre und der 
Stimmbürger sowie dank aufstrebender Wirt 
schaftsentwicklung möglich. Die nächsten Jah 
re werden wieder weitere Probleme bringen, 
aber man darf sich trotzdem ehrlich über alles 
freuen, was in so verhältnismäßig kurzer Zeit 
zum Wohle des Volkes unter möglichster Scho- 
nung des Steuerzahlers geschaffen werden 
konnte. Allen, die dazu beigetragen haben, ge- 
bührt der Dank der Oeffentlichkeit, nicht zu- 
letzt dem scheidenden Gemeindepräsidenten 
Dr. J. Dillier, der während dieser Zeit der Ge 
meinde mit Umsicht und Tatkraft vorstand und 
in allen Problemdiskussionen auch den Humor 
zu seinem Rechte kommen ließ. (Korr.) 
Dieser umfassende Bericht soll eine Antwort 
auf die Anrempelung im 11-Artikel des «Lu- 
zerner Tagblatt» und dessen Auswertung in 
der letzten Nummer des «Unterwaldner 
tet. In der Herstellung von Funkgeräten sollen 
zirka 45 Personen beschäftigt werden, darunter 
auch Lehrlinge in den Berufen Elektromecha- 
niker und Radioelektriker, was für den Nach- 
wuchs in Kerns von großer Wichtigkeit ist. 
Alpnachstad. Tagung der Obwaldner Wirte. 
Unter dem Vorsitz von Kantonalpräsident Ar- 
nold Kathriner, Sarnen, versammelten sich 
über achtzig Mitglieder im Hotel Sternen in 
Alpnachstad zur 63. Generalversammlung des 
kantonalen Wirtevereins Obwalden. In seinem 
Jahresbericht streifte der Vorsitzende die wich- 
tigsten Geschehnisse auf kantonaler und eidge- 
nössischer Ebene. Die Generalversammlung be- 
schloß einen gemeinsamen Ausflug im Verlau- 
fe des Monats Mai nach Kloten und Hallau. 
Mit Akklamation wurden Arnold Kathriner 
Sarnen, als Präsident und Ernst Moll, Alpnach- 
stad, als Sekretär wiedergewählt. Die nächst- 
jährige Generalversammlung wird in Sarnen 
durchgeführt. Verschiedene Teilnehmer aus 
Obwalden werden an einer im Mai stattfinden- 
den Fachausstellung im Kunsthaus Luzern teil- 
nehmen. Präsident Arnold Kathriner und Kan- 
tonsrat Alfred Amstutz, Grafenort, kamen kurz 
auf das neue Wirtschafts- und Tanzgesetz zu 
sprechen, das als Antrag auf den 15. Januar 
1970 zur Behandlung dem Regierungsrat einge- 
reicht wurde. Es wird gegenwärtig in der Wirt- 
schaftskommission behandelt und gelangt als- 
dann an den Kantonsrat. Der kantonale Wirte- 
verein legt großen Wert darauf, über die Ver- 
handlungen auf dem Laufenden gehalten zu 
werden. 
Schließlich stimmte die Generalversamm- 
lung einer neuen Preisgestaltung im Gastge- 
werbe auf 1. Mai 1970 zu. Eine auch dieses 
Jahr wiederum durchgeführte Abstimmung 
über die Bedienungsgelder wurde mit Zwei- 
drittelsmehrheit abgelehnt. Vielleicht wird die- 
ses sehr umstrittene Problem des «Service in- 
begriffen» gemeindeweise gelöst. Die Grüße des 
Regierungsrates überbrachte Polizeichef Hans 
Bürgi, während für den Tagungsort Kantons- 
rat Josef Blättler sprach. Ein gemeinsames 
Nachtessen im Hotel Rößli bei Kantonalsekre- 
tär Ernst Moll beschloß die harmonisch verlau- 
fene Generalversammlung. 
KANTONE 
VI 
sein. 
••erstützen Sie den Mut der jungen Talente 
iurch Ihren Besuch! Eine Inzenierung kostet 
»kanntlich immer viel Geld. Eine einfache 
Äeaterfreundin möchte sie mit diesen Zeilen 
Besuch ermuntern. Wi. 
Sarnen. Konservative Volkspartei. Der 
'Orstand hat die Parteiversammlung auf Mitt- 
*och, den 29. April 1970, 20.00 Uhr im Hotel 
frone angesetzt. Da die Wahl Vorschläge für die 
«amterneuerungswahlen in den Kantonsrat 
®d Gemeinderat bis zum 1. Mai einzureichen 
d̂, hat diese Parteiversammlung entsprechen- 
:e 
Bedeutung. 
Die konservativen Kantonsräte Alois von 
Willy Zumstein und Josef Kiser scheiden 
dem Kantonsrat aus und sind deshalb durch 
:eue 
Leute zu ersetzen. Auf Grund der neuen 
*ahlzahl sind in Sarnen zwei zusätzliche Kan- 
tonsräte zu wählen. Der Vorstand empfiehlt 
zwei zusätzlichen Mandate im Interesse 
s freiwilligen Proporzes der christlichso- 
:2len und der liberalen Partei zu überlassen. 
Der Gemeinderat umfaßt zukünftig noch 13 
Mitglieder. Da ein Großteil der bisherigen Ge- 
'••einderäte 
zurücktritt, sind auch hier Neu- 
sen zu treffen. Von den bisherigen Rats- 
^güedern stellen sich dem Vernehmen nach 
n°ch Max Scherrer, Josef Küng, Otto 
j^li, Alois Britschgi, Schwendi und Willy 
Jttdach für eine Wiederwahl zur Verfügung. 
j„ 
,:r ^en 
Demissionären finden wir leider 
* Gemeindepräsident Dr. Jost Dillier. Da- 
*'fd 
auch die nicht gerade einfache Frage 
'Neubesetzung des Gemeindepräsidiums zur 
^ussion stehen. 
$t 
'e ̂arteifreunde 
sind aufgerufen, sich über 
Vefschiedenen Neuwahlen ihre Gedanken 
fachen, und mit entsprechenden Vorschlä- 
die Partei Versammlung zu kommen, 
t 
sie hier auf einen gemeinsamen Nen- 
racht werden können. • 
Der Parteivorstand 
Sarnen. Zur neuen Friedhofverordnung. 
(Mitg.) Seit vielen Jahren wird in Sarnen 
darüber diskutiert, ob die alte Institution der 
«Bürgergräber», wonach auf dem Friedhof 
bei der Pfarrkirche bestimmte, günstiger gele- 
gene Gräberreihen den verschiedenen Bürger- 
geschlechtern reserviert sind, ohne daß hiefür 
konkrete Rechtstitel vorhanden wären, aufge- 
hoben werden solle und könne. In der Friedhof- 
verordnung von 1952 wurde ein erster Ein- 
bruch in dieses System vorgenommen, indem 
festgesetzt wurde, daß bei den Bürgergräbern 
nur mehr beerdigt werden könne, wenn «der 
Reihe nach» fortgefahren werden könne. Diese 
Mittellösung führte immer wieder zu neuen 
Diskussionen und Unzufriedenheiten. Vor 10 
Jahren hatte sich daher der Gemeinderat ent- 
schlossen, mit der ohnehin fälligen Revision 
der Friedhofverordnung diese alte Institution 
überhaupt aufzuheben. Da sich in traditionell 
eingestellten Kreisen aber ein spürbarer Wi- 
derstand bemerkbar machte, wurde die Ab- 
stimmung einstweilen verschoben. Nun aber 
kann vor allem wegen den Raumverhältnissen 
auf dem Friedhof die Frage nicht mehr län- 
ger aufgeschoben werden, sodaß der Gemeinde- 
rat die Abstimmung auf den 7. Juni angesetzt 
hat. 
Mittwoch, den 22. April, 20.00 Uhr, findet 
im Hotel Metzgern eine öffentliche Orientie- 
rungsversammlung statt, wo nicht nur die Fra- 
ge der «Bürgergräber» zur Diskussion steht, 
sondern wo Anregungen zu andern Bestimmun- 
gen der neuen Verordnung gemacht werden 
können, die vom Gemeinderat noch berück- 
sichtigt werden könnten. Es ist zu hoffen, daß 
von dieser Mitwirkungsmöglichkeit rege Ge- 
brauch gemacht werde. (Mitg.) 
Sarnen. Gratulation zur Berufsprüfung. 
Werner Müller, Bitzighofen, hat bei den ge- 
werblichen Lehrabschlußprüfungen in Luzern 
die Prüfung als angelernter Sanitärinstallateur 
mit sehr gutem Erfolg bestanden. Er erzielte 
in der Arbeitsprüfung die Note 5,7, was im 
schwierigen Beruf des Installateurs ein außer- 
gewöhnliches Resultat bedeutet. Werner Müller 
hat 1962 die Lehrabschlußprüfung als Huf- und 
Wagenschmied absolviert. Nach Besuch eines 
Weiterbildungskurses in Aarberg, organisiert 
durch den schweizerischen Berufsverband, 
konnte er sich gestützt auf Art. 30 des Berufs- 
bildungsgesetzes zu einer Angelerntenprüfung 
im Beruf Installateur G+W melden. Wir wün- 
schen dem tüchtigen Berufsmanne viel Erfolg 
für die weitere Laufbahn. 
Sarnen. Vorbildliche Diensttreue. (Eing.) In 
diesen Tagen sind es dreißig Jahre her, seit 
Fräulein Agnes Ottiger aus der Sommerweid, 
Stalden, bei Eugen Rey-Halter, Conditorei-Cafe 
an der Brünigstraße in Sarnen, in den Dienst 
getreten ist. Als einfaches Küchenmädchen hat 
Agnes angefangen und heute steht sie in Kü- 
che, am Buffett und im Service in leitender 
Stellung. Dank ihrer Pflichttreue, ihren Berufs- 
kenntnissen und ihrem liebenswürdigen und 
umgänglichen Wesen hat sie sich in allen die- 
sen Jahren das Vertrauen der Betriebsinhaber, 
der Kunden und Gäste erworben. 
Wir wünschen der treuen Angestellten zu 
ihrem Dienstjubiläum alles Gute, ihre Dienst- 
herrschaft aber beglückwünschen wir zu dieser 
Diensttreue. 
Kerns. Die Zodiac zieht von Zug nach Kerns 
um. Die Funkgerätefabrik Zodiak, bisher mit 
Sitz in Zug, wird voraussichtlich ab März 1971 
ihre Produktion in Kerns aufnehmen. Es han- 
delt sich um ein ausländisches Unternehmen 
mit Niederlassungen in Deutschland und 
Schweden. Um mit der Einführung und Schu- 
lung von Personal beginnen zu können, wur- 
den in Sarnen provisorische Lokalitäten gemie- 
U R I 
Aktionskomitee gegen die Ueberfremdungs- 
Initiative 
Im Kanton Uri hat sich dieser Tage ein 
überparteiliches Aktionskomitee gegen die 
zweite Ueberfremdungs-Initiative konstituiert. 
Das Komitee setzt sich aus Männern der Poli- 
tik, der Wirtschaft, des Gewerbes, der Land- 
wirtschaft, der Fremdarbeiterorganisitionen 
und der Kirche zusammen. Präsident ist Natio- 
nalst Dr. Alfred Weber, Landammann von 
Uri. (Wo ist das Obwaldner Aktionskomitee 
stecken geblieben? Red.) 
BERN 
Elternmitsprache bei der Schulkoordination 
spk. Um die Auffassungen der Eltern in ver- 
schiedenen, die Schule und ihre zukünftige Or- 
ganisation betreffende Fragen abzuklären, be- 
schloß der Vorstand der Kantonal-Bernischen 
Vereinigung «Schule und Elternhaus» im Ein- 
vernehmen mit der kantonalen Erziehungsdi- 
rektion, unter seinen rund 3000 Mitgliedern im 
deutschsprachigen Teil des Kantons Bern eine 
Umfrage durchzuführen, welche den fünf Re- 
gional-Vereinigungen übertragen wurde. Der 
Vorstand beschloß ferner, dem Kantonal-Ber- 
nischen Lehrerverein eine intensivere Zusam- 
menarbeit zwischen den beiden Organisationen, 
eine gegenseitige bessere Information sowie die 
Inangriffnahme besonderer Aufgaben vorzu- 
schlagen. Wörtlich werden die Maßnahmen fol- 
gendermaßen begründet: 
«Das öffentliche Erziehungs- und Bildungs- 
wesen war bis jetzt eine einseitige Angelegen- 
heit der Schule und Lehrer, wobei die Eltern 
mitunter mit dem wohl etwas überheblichen 
Hinweis vom Mitspracherecht abgehalten wur- 
den, sie verständen vom Schul- und Bildungs- 
wesen ohnehin nichts. Bei der nun angestreb- 
ten und begrüßenswerten Zielsetzung der soge- 
nannten Schulkoordination werden aber auch 
die Eltern angesprochen und sind zum Mitreden 
eingeladen.» 
W A ADT 
10. Goldene Rose von Montreux 
spk. Am kommenden Donnerstag, 23. April, 
wird in Montreux der 10. Fernsehwettbewerb 
für Unterhaltungssendungen um die Goldene 
Rose eröffnet. Die Jubiläums-Veranstaltung 
findet ein großes internationales Interesse. Be- 
reits haben sich an die 400 Fernsehfachleute 
aus mehr als 30 Ländern angemeldet, während 
über 170 Journalisten und Kritiker für 125 
Tageszeitungen und Zeitschriften sowie für 15 
Presse- und und Bildagenturen berichten wer- 
den. Die Besucher kommen aus allen Teilen der 
Erde. Neben den west- und osteuropäischen 
Ländern sind auch Japan, Australien, die Ver- 
einigten Staaten und Brasilien vertreten. 
Im Mittelpunkt des Wettbewerbs stehen die 
Vorführungen der 29 Unterhaltungssendungen 
aus 25 Ländern, die von der Jury und einer 
besonderen Pressejury begutachtet werden. 
Ueberdies werden 12 Produktionen mit neuar-
	        

Institution

 
Kantonsbibliothek Obwalden

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