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Historisches Neujahrsblatt (Band 48-49 (1957-1958))

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Deskriptive Daten

fullscreen: Historisches Neujahrsblatt (Band 48-49 (1957-1958))

Zeitschrift

Titel:
Historisches Neujahrsblatt
Untertitel:
für das Jahr ...
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Erscheinungsort:
Altdorf

Zeitschriftenband

Titel:
Historisches Neujahrsblatt
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Erscheinungsdatum:
1958
Bandzählung:
Band 48-49 (1957-1958)
Kanton:
Uri
Permanente ID:
ark:/63274/bur1h707g
Lizenz:
In Copyright 1.0
Link zur Quelle:
https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=hnu-001%3A1957%3A48

Artikel

Titel:
Uri im Frühmittelalter
Urheber*in:
Müller, Iso
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel
DOI:
10.5169/seals-405704

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Historisches Neujahrsblatt
  • Historisches Neujahrsblatt (Band 48-49 (1957-1958))
  • Titelseiten
  • Inhaltsverzeichnis
  • Uri im Frühmittelalter
  • Bildung und Auflösung der Grundherrschaft im Lande Uri
  • Instruktion für den Urner Abgeordneten zum Syndikat von 1758 zu Bellenz (Bellinzona)
  • Felix Maria Diogg : Hinweise zu seinem Leben und Werk

Volltext

ist. Crucicolaist 
eingelehrtesmittellateinischesWort 
für«das kleine 
Kreuz».128) 
Dass aber 
Sprecher diesemIrrtumverfallenkonnte, 
ist 
begreiflich, 
denn frühere Karten zeichneten den 
Panixerpass, 
also 
denMont 
Vepcha, 
nicht weit 
vonDisentis 
ein.129) IndenKartendes 
18. 
Jh. bestandnochnicht 
diewünschbaregeographische 
Sauberkeit. 
Wir 
stehennochindenAnfängendesAlpinismus. 
Wärewirklichcrucicolaoder 
irgendeineDeminutivformvoncrux 
die alte 
Passbezeichnung für 
den 
Krüzlipass 
gewesen, 
so 
hätte sich 
doch diese erhalten sollen. Wir haben 
ja 
viele Chruschettas bzw. 
Cruschellas 
imRomanischen 
als Ortsnamen bis heute 
belegt. 
Pass 
délias Cruschs als 
Uebersetzung 
des 
«Krüzlipass» 
ist nicht alt und 
eher eine 
gelehrte Bildung.130) 
DieTavetscher 
sagen: 
«il 
Rizli», was 
offensichtlicheineUmwandlungder deutschenBezeichnungist. 
Die 
Romanistik verweist auf ähnliche 
Entwicklungen, z. 
B. 
Chrug 
wird 
zu 
ruog, 
Chride 
zu 
rida, 
Chritzer 
zu 
rizzer. 131) Der deutsche Name 
ist 
auch sehr verständlich. 
Schon 
imMittelalter waren 
Kreuze 
an 
Passübergängen 
und Grenzscheiden 
beliebt, so z. 
B. 
amLötschen- 
pass, 
auf 
demLukmanier, 
amKlausen 
usw.132) 
Das 
Kreuz 
war 
auch 
einMittel, 
umdie 
Gerichtsbarkeit einer Stadt 
abzugrenzen.133) 
Und 
warumsollten 
nicht 
Hirtenimlangen 
Sommer 
einKreuz 
hier oben 
errichtet haben? 
Spescha erwähnt, 
dass 
hier «ehemals 
einhölzernes 
Kreuzstand».134) 
SpurenvonMauerrestenweisenauf 
alpwirtschaftliche 
Bemühungen 
hin.135) 
Wie demauch 
immer 
sein 
mag, 
es 
fehlt 
128) 
Ducange, 
Glossariummediae et infimae 
Latinitatis, 
2 
(1883), 
S. 
229—230. 
Habel E., Mittellateinisches Glossar, 1931, 
S. 
92. 
NiermeyerJ. 
F., Mediae Latinitatis 
Lexikon minus, Faszikel, 
3 
(1956), 
S. 
283. Crücicula siehe 
um880 
imPfäferser 
Reliquienverzeichnis. 
Perret F., Urkundenbuch der südlichen Teile des 
Kt. 
St. 
Gallen, 
1 
(1951), 
S. 
51. 
129) 
Weisz, 
S. 
176,179, Karte180,183. DazuV. Coxe, Voyage en 
Suisse, 
1 
(1790), 
Karte 
amSchluss. 
13°) Kubier A., Die romanischen und deutschen Oertlichkeitsnamen des 
Kt. 
Graubünden, 1926, 
S. 
99—100. 
131) 
Vieli R., Vocabulari 
scursaniu, 1938, 
S. 
176, 177, 
179. Freundl. Mitt. Dr. 
A. Schorta undDr. A. 
Decurtins, 
Chur. 
132) Bündner 
Monatsblatt, 1934, 
S. 
12—13. 
Kocher, 
S. 22. 
Kühler, 
S. 15. 
133) Schweizerisches 
Idiotikon, III., 
S. 
940—942. 
134) 
Kocher, 
S. 
21—22 
135) 
Kocher, 
S. 
23. 34
	        

Institution

 
Kantonsbibliothek Uri

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Dieses Digitalisat wurde dankenswerterweise von E-Periodica zur Verfügung gestellt.

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