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Historisches Neujahrsblatt 1971/1972 (Neue Folge 26. und 27. Band)

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Deskriptive Daten

fullscreen: Historisches Neujahrsblatt 1971/1972 (Neue Folge 26. und 27. Band)

Zeitschrift

Titel:
Historisches Neujahrsblatt
Untertitel:
für das Jahr ...
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Erscheinungsort:
Altdorf

Zeitschriftenband

Titel:
Historisches Neujahrsblatt 1971/1972
Urheber*in:
Stadler, Johann J.
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Erscheinungsdatum:
1972
Bandzählung:
Neue Folge 26. und 27. Band
Alternative Bandzählung:
1. Reihe 62. und 63. Heft
Kanton:
Uri
Permanente ID:
ark:/63274/bur10309p
Lizenz:
In Copyright 1.0
Link zur Quelle:
https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=hnu-001%3A1971%3A62

Artikel

Titel:
Landammann und Ständerat Gustav Muheim (1851-1917) von Altdorf : ein Beispiel konservativer Politik um die Jahrhundertwende
Urheber*in:
Stadler, Johann J.
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel
DOI:
10.5169/seals-405748

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Historisches Neujahrsblatt
  • Historisches Neujahrsblatt 1971/1972 (Neue Folge 26. und 27. Band)
  • Titelseiten
  • Landammann und Ständerat Gustav Muheim (1851-1917) von Altdorf : ein Beispiel konservativer Politik um die Jahrhundertwende
  • Personen-, Orts- und Sachregister
  • Curriculum vitae
  • Inhaltsverzeichnis

Volltext

denten der Kommission 
des 
Innern, ausgearbeitete 
Skala (648) 
wurde 
von 
der 
Regierung 
erst 
am 
23. 
Januar 
1883 
verabschiedet 
undkamam9. 
Februar 
imLandrat 
zur 
Sprache. 
Muheimeröffnete 
die Debatte. Er erachtete den 
Fortbezug 
einer Steuer als 
unbedingte 
Notwendigkeit, 
umdie 
Staatsschuld 
von 
Fr. 
1 
300000.—verzinsen 
und amortisieren und die Landwirtschaft heben 
zu 
können. Das 
Progressivsteuersystem 
verteile die Lasten besser und sei daher 
gerechtfertigt. 
Die Bedenken seien 
umso unbegründeter, 
als 
es 
sich schon 
in vielen Kantonen bewährt habe. Die 
Beratung 
verlor 
sich aber bald in eine Rauferei der zwei 
Familienparteien. 
Die 
Politik Muheims wurde als 
Demagogie 
und als 
mit 
katholisch-konservativen 
Grundsätzen unvereinbar verschrieen. Viele 
fürchteten, 
die 
Progression 
hemme den 
Zuzug 
der Industrie. Muheimverteidigte 
seine Ansicht 
geschickt 
und einleuchtend, 
fand 
jedoch 
beim 
Grossteil der Landräte 
nur 
Missverstand und Wankelmut. Die 
Auffassung der sozialen 
Verpflichtungdes Kapitalswar 
für vielefremd 
oder verwerflich. Der Rat entschied 
sich, demVolke für 
1883 
die 
Hälfte der üblichen Landessteuer 
zu beantragen 
(649), und dieses 
stimmteam6. 
Mai 
1883 
zu. 
Die 
neue Lage 
war 
schlimmer als früher. Wohl 
waren 
die Armen 
etwas entlastet, weil 
sie 
nur 
mehr eine halbe Landessteuer zahlen 
mussten, 
doch die Staatsschuld blieb auf der alten Höhe. Kaum 
konnten die Zinsen bezahlt werden. Entweder machte der Staat 
weiterhin 
nur 
das 
Allernotwendigste, 
oder 
er 
musste 
neue 
Finanzquellen 
erhalten. Muheimhatte für 
sich die 
Entscheidung 
bereits 
getroffen. 
Der Staatszweck beschränkte sich nach ihmnicht auf 
die 
Sorge 
umdie 
Selbsterhaltung, 
sondern umfasste auch die 
Förderung des Landes und der Wohlfahrt der Einwohner. Wie ärmlich 
stand 
Uri diesbezüglich imletzten Jahrzehnt da, imVergleich zu 
früher, wo 
grosse 
Werke wie die 
Gotthardstrasse, 
der Reusskanal, 
der Ausbau der 
Alpenstrassen 
über 
Furka, Oberalp 
und durch den 
Axenverwirklicht wurden. 
«MeineHerren», rief 
er 
am28. 
Dezember 
1885 
den Landräten 
zu, 
«halten 
wir in allemüberhaupt 
daran 
fest, 
dass 
nur 
das 
allgemeine 
Wohl des Landes der oberste 
Zielpunkt 
des 
Einzelnen sein und ein 
Jeglicher im Rate nicht das Seine 
suchen, sondern dahin trachten 
solle, 
nach seiner Kraft 
das Ganze 
zufördern...» 
(650) 
Am19. Februar 1885 
erklärte der Landrat eine Motion 
erheblich, 
welche die 
Ausarbeitung 
eines 
Progressivsteuergesetzes 
forderte 
648) Der Landrat hatteam28./29. 
12. 1882 
(AU1883, 
5) 
dieBudgetberatungverschoben, 
umvorerst 
die 
Steuervorlage 
der 
Regierung zu 
sehen. 
Am8. 
1. 83 
(AU 
22) 
beauftragte 
die 
RegierungFurrer 
mit derenAusarbeitung. 
649) LR9. 
2. 83; AU67; UW1883, Nr. 
7. 
Aus der Diskussion 
ergab sieh, dass 
Regierungsrat Gamma 
von Schattdorf der erste 
Initiant 
des 
Progressionsgedankens 
war. 
650) 
NeujahrsredeMuheimsimLR28. 
12. 1885. 
(UW1886, 
Nr. 2.) 111
	        

Institution

 
Kantonsbibliothek Uri

E-Periodica

 
Dieses Digitalisat wurde dankenswerterweise von E-Periodica zur Verfügung gestellt.

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