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Historisches Neujahrsblatt 1971/1972 (Neue Folge 26. und 27. Band)

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Deskriptive Daten

fullscreen: Historisches Neujahrsblatt 1971/1972 (Neue Folge 26. und 27. Band)

Zeitschrift

Titel:
Historisches Neujahrsblatt
Untertitel:
für das Jahr ...
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Erscheinungsort:
Altdorf

Zeitschriftenband

Titel:
Historisches Neujahrsblatt 1971/1972
Urheber*in:
Stadler, Johann J.
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Erscheinungsdatum:
1972
Bandzählung:
Neue Folge 26. und 27. Band
Alternative Bandzählung:
1. Reihe 62. und 63. Heft
Kanton:
Uri
Permanente ID:
ark:/63274/bur10309p
Lizenz:
In Copyright 1.0
Link zur Quelle:
https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=hnu-001%3A1971%3A62

Artikel

Titel:
Landammann und Ständerat Gustav Muheim (1851-1917) von Altdorf : ein Beispiel konservativer Politik um die Jahrhundertwende
Urheber*in:
Stadler, Johann J.
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel
DOI:
10.5169/seals-405748

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Historisches Neujahrsblatt
  • Historisches Neujahrsblatt 1971/1972 (Neue Folge 26. und 27. Band)
  • Titelseiten
  • Landammann und Ständerat Gustav Muheim (1851-1917) von Altdorf : ein Beispiel konservativer Politik um die Jahrhundertwende
  • Personen-, Orts- und Sachregister
  • Curriculum vitae
  • Inhaltsverzeichnis

Volltext

Einsiebenköpfiger Verwaltungsrat, 
der sich 
aus demSchulinspektor 
und sechs 
vom 
Landrate 
gewählten Mitgliedern zusammensetzte, 
wachte über die 
Nutzung 
der beiden 
Stiftungen. Muheimwar 
bis 
an 
sein Lebensende dessen Präsident. Der 
Ertrag 
des 
Primarschul- 
fondes wurde 
an 
die siebzehn Gemeinden nach dem Verhältnis 
ihrer Schülerzahl und Steuerkraft verteilt und 
war 
bestimmt 
zur 
Aufbesserung 
der 
Lehrergehalte 
und 
Vermehrung 
des Lehrpersonals, 
zur Errichtung neuer 
Primarschulen und 
Anschaffung von 
Lehrmitteln sowie 
zur 
unentgeltlichen Verabreichung von 
Büchern, 
Schulmaterialien und Kleidern 
an arme 
Kinder. Sollte eine Schule 
je 
einmal 
vomchristlichen 
Geiste abweichen und 
areligiös werden, 
würdesie den 
Anspruch 
auf den 
ihr zufallenden Teil verlieren. Für 
den 
Irrenfondsetzte Muheimfest, 
dass seine Zinsen die 
Versorgung 
der 
beklagenswertesten Irren in einer 
gut geleiteten 
öffentlichen 
Anstalt zu 
verwenden 
waren. 
Er verband mit 
diesem Zwecke 
stets die 
Absicht, 
ein kantonales oder doch urschweizerisches Heim 
für unheilbare Geisteskranke 
zu 
schaffen. Man stellte 
1890 
fest, 
dass 
in Uri 
47 
Irrsinnige 
und 
111 
Blödsinnige 
lebten. «Diese Leute 
gehören inHauptsache 
der 
weniger 
bemittelten 
Bevölkerungsklasse 
an», 
schrieb Muheim1901, «sind eine drückende Last für ihre 
Angehörigen, oft 
UrsachevonAergernis, 
Ekel undGefahr undhemmen 
nicht selten den 
richtigen 
und 
gesunden 
Geist 
in einemHaushalte. 
Was 
ist 
die nächste 
Folge? 
Dass solche Menschen eben schlecht 
behandelt und sehr 
vernachlässigt 
werden. Ein 
Asyl, 
in 
dem sie 
untergebracht 
werden 
könnten, 
würde mithin den Gesunden und 
den Kranken sehr zustatten kommen und manchen Haushalt 
von 
einemeigentlichen Alpdrucke 
befreien» (948). Er empfahl 
der 
Gemeinnützigen Gesellschaft den Plan 
zur Verwirklichung 
(949), 
welche 
zusammen mit 
dem 
Erziehungsrat 
vorbereitende Schritte 
unternahm 
(950). Auch der erste Urner 
Katholikentag vom 
10. 
November 
1907 reichte der 
Regierung 
eine Petition ein und forderte 
diekantonalenBehördenzur 
Tatkraft undErhöhungdes 
Irrenfondes 
auf (951). Die 
Behandlung 
des Geschäftes 
verzögerte 
sich aber und 
vermengte 
sich schliesslich 
mit 
den 
Bestrebungen, 
die 
Krankenpflege 
in 
Berggebieten allgemein zu 
fördern (952). Zur 
Erinnerung 
an 
die 
hochherzige Tat erblickt der Besucher des Urner Rathauses 
in Altdorf 
noch heute die in weissemMarmor geschaffene 
Büste 
LandammannKarl 
Muheims. 
Irrenfond und die Primarschulen der 
17 
Gemeinden des Bezirkes Uri. 
Altdorf, 
1883. 24 S. 
948) 
Muheim, Gustav, Rückblick auf die 
Thätigkeit. 
a. a. O., S. 31. 
949) Ebenda. 
950) UW1909, Nr. 
28. 
951) UW1907, Nr. 
46. 
952) 
Vgl. unten: Kranken: 
undUnfallversicherung, p. 
1S8 
f. 153
	        

Institution

 
Kantonsbibliothek Uri

E-Periodica

 
Dieses Digitalisat wurde dankenswerterweise von E-Periodica zur Verfügung gestellt.

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