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Historisches Neujahrsblatt 1975/1976 (Neue Folge 30. und 31. Band)

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Deskriptive Daten

fullscreen: Historisches Neujahrsblatt 1975/1976 (Neue Folge 30. und 31. Band)

Zeitschrift

Titel:
Historisches Neujahrsblatt
Untertitel:
für das Jahr ...
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Erscheinungsort:
Altdorf

Zeitschriftenband

Titel:
Historisches Neujahrsblatt 1975/1976
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Erscheinungsdatum:
1976
Bandzählung:
Neue Folge 30. und 31. Band
Alternative Bandzählung:
1. Reihe 66. und 67. Heft
Kanton:
Uri
Permanente ID:
ark:/63274/bur1r59tg
Lizenz:
In Copyright 1.0
Link zur Quelle:
https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=hnu-001%3A1975%3A66

Artikel

Titel:
Goethe in Uri aus der Sicht der Literaturkritik
Urheber*in:
Aschwanden, Felix
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel
DOI:
10.5169/seals-405759

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Historisches Neujahrsblatt
  • Historisches Neujahrsblatt 1975/1976 (Neue Folge 30. und 31. Band)
  • Titelseiten
  • Inhaltsverzeichnis
  • Texte Goethes über seine Reisen in Uri
  • Goethes Wanderungen zum Gotthard
  • Goethe in Uri aus der Sicht der Literaturkritik

Volltext

gleich 
mit so einem 
Ludwig 
Geist! Wer beachtet noch einen Tunnel 
von 
80 
Schritten? Nun imwiesenreichen Hochtal der Reuss bis 
Hospental, demletzten 
deutschen Orte der 
Gotthardstrasse, 
im Posthause verbrachten sie die Nacht. 
Als sie dann 
am 
andern 
Mittag 
auf dem hochberühmten 
Berge standen, 
der 
eigentlich 
ein Tal mit 
4 Seen 
ist, 
fanden sie dort 
an 
Menschen 
imHospiz: 
1. 
den alten P. 
Lorenzo, 
der mit Goethe und 
Meyer italienisch, mit 
dem 
jungen 
Geist aber lateinisch 
sprach, 
denn dieser 
war 
auf 
demGymnasiumgewesen, 
sodann 
zwei Knaben 
von etwa 
13 
Jahren, 
einen Italiener und einen Luzerner, 
der 
hier Italienisch lernen wollte, und endlich eine alte 
Köchin, 
die nicht 
nur 
ihre 
eigentliche 
Kunst verstand, 
sondern auch eine 
grosse 
Mineralogin war. 
In ihrer 
freien 
Zeit, 
die sie manchmal reichlich hatte, 
strich sie in der Nachbarschaft 
herumund sammelte in ihre Körbe solche 
Gesteinsarten, 
wie sie Liebhabern in 
die 
Augen 
stechen. Damit verdientesie viel mehr als 
mit 
Hausarbeit. 
Aber wie 
angedeutet: 
die Küche 
litt 
nicht 
unter 
demMineralienkabinett. 
Als 
unsere 
Wanderer oben 
anlangten, 
bekamen sie 
zuerst 
ein Frühstück und 
gleich 
danach ein 
Mittagsbrot. 
Zuerst brachte der Pater mehrere Flaschen 
roten 
italienischen 
Wein und einen sehr 
guten 
Schweizer Käse. Danach erschien eine sehr 
gute 
Reissuppe, 
in welcher sich eine Knackwurst befand. Nun 
folgte 
Pöckel- 
fleisch in einer 
guten 
Sosse nebst Senf. Darauf Fisch, 
sowohl in Semmel 
geröstet 
als auch in 
Teig 
und Zitronen. Weiter Gemsbraten. Endlich ein Nachtisch, 
der 
ingutemSchweizer 
Käse undMost bestand. 
Nach demEssen sah 
man 
sich ein 
wenig 
hier oben 
um, 
besuchte auch den 
nach Italien 
gerichteten Fluss, 
dessen Namen 
Ludwig 
Geist als «Häsino» 
verstand, und freute sich der wärmenden 
Mittagssonne: 
auf dem Dache des 
Hospizes 
fing 
der Schnee 
an zu 
schmelzen. Dann wieder nach 
Hospental 
hinunter. 
Amnächsten 
Morgen von 
dort ab, 
mittags 
bis 3 
in «Ursern 
an 
der Matt», dann 
in kaltem Nebel dem 
aufwärtsdringenden 
Winde 
entgegen, 
die Schlucht 
hinunter. Zuweilen sah 
es 
auch 
aus, 
als ob bei Seitenwind 
grosse 
dicke Wolken 
einen 
Berg mit 
forttragen 
wollten. Nachts bei der alten 
Philosophin 
oder Hexe 
in 
Wassen. Die nächste Nacht in Altdorf. 
Es 
war 
den 
Tag 
schön 
gewesen. 
Mehrere 
Herden Kühe 
waren 
ihnen 
begegnet, 
die 
etwas weiter wollten, 
als sie 
gekommen 
waren, 
denn auf dem Markte 
zu 
Bellinzona 
war gros«« 
Rindviehversammlung 
(sie!) (a. a. 0., 
S. 43 
ff.). 
Weit detaillierter 
noch, 
als dies 
imVorwort 
zu 
dem eben 
erwähnten 
Bildband 
möglich 
war, 
schildert Bode 
in seinemzweiten 
Buch die einzelnen 
Ereignisse, wie 
er 
sie 
in 
Goethes 
Tagebuch- 
Notizen und in den 
entsprechenden 
Kapiteln von «Dichtung 
und 
Wahrheit» 
vorgefundenhatte. Danebengreift 
Bode zusätzlichnach 
diversen 
Reisebeschreibungen aus 
dem 18. und 19. 
Jahrhundert. 
Dabei 
werden 
z. 
T. 
Andeutungen gemacht, 
die nicht in allemund 
jedem 
den 
gegebenen Verhältnissen 
entsprechen. 
Ich verweise 145
	        

Institution

 
Kantonsbibliothek Uri

E-Periodica

 
Dieses Digitalisat wurde dankenswerterweise von E-Periodica zur Verfügung gestellt.

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