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Historisches Neujahrsblatt 1975/1976 (Neue Folge 30. und 31. Band)

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Deskriptive Daten

fullscreen: Historisches Neujahrsblatt 1975/1976 (Neue Folge 30. und 31. Band)

Zeitschrift

Titel:
Historisches Neujahrsblatt
Untertitel:
für das Jahr ...
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Erscheinungsort:
Altdorf

Zeitschriftenband

Titel:
Historisches Neujahrsblatt 1975/1976
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Erscheinungsdatum:
1976
Bandzählung:
Neue Folge 30. und 31. Band
Alternative Bandzählung:
1. Reihe 66. und 67. Heft
Kanton:
Uri
Permanente ID:
ark:/63274/bur1r59tg
Lizenz:
In Copyright 1.0
Link zur Quelle:
https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=hnu-001%3A1975%3A66

Artikel

Titel:
Goethe in Uri aus der Sicht der Literaturkritik
Urheber*in:
Aschwanden, Felix
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel
DOI:
10.5169/seals-405759

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Historisches Neujahrsblatt
  • Historisches Neujahrsblatt 1975/1976 (Neue Folge 30. und 31. Band)
  • Titelseiten
  • Inhaltsverzeichnis
  • Texte Goethes über seine Reisen in Uri
  • Goethes Wanderungen zum Gotthard
  • Goethe in Uri aus der Sicht der Literaturkritik

Volltext

hierzunur 
auf 
dieAngaben, 
die den 
Altdorfer Dorfkernbetreffen. 
So 
schreibt 
er 
imRahmender 
erstenReise: 
Altdorf im Tale der Reuss 
war 
der 
Hauptflecken 
des Kantons 
Uri; 
doch 
wurde die 
Landsgemeinde 
nicht 
hier, 
sondern auf den 
mit Kirschen und Nuss- 
bäumen 
bepflanzten 
Matten 
von Beziingen gehalten. 
Man konnte Altdorf mit 
Schwyz vergleichen: 
ebenso 
katholisch, 
freundlich und 
fruchtbar; 
nur 
waren 
hier die Güter und Gütchen alle 
von 
hohen Mauern 
umgeben. 
An der 
Hauptkirche 
waren unten 
her 
einige eidgenössische, 
sonderlich aber des 
Wilhelm 
Teilen Geschichte 
abgeschildert. 
Neben dem Rathause erhob sich ein schöner 
bemalter Turm: hier hatte in alter Zeit eine Linde ihr 
grünes 
Dach 
ausgebreitet, 
und 
vor 
dieser Linde sollte des Teilen 
Söhnlein, 
sein Vater aber bei demhundert 
Schritte davonentferntenBrunnengestandensein (a. a. 0., 
S. 
43). 
Dass 
es 
Bode auch bei der 
Konzeption 
seines zweiten Buches 
weit mehr 
umeine 
möglichst 
genaue 
Wiedergabe 
der sich steigernden 
Erlebnismomentebei 
Goethegingals 
etwaumeine 
Aufdeckung 
direkter Zusammenhänge 
zwischen Geschautemund 
später 
literarisch 
Verarbeitetem, 
zeigt 
die 
ganze 
Art, wieer 
die 
Fortsetzungder 
erstenReisezu 
beschreibenverstand: 
Bis Wassen konnte 
man 
drei Stunden 
rechnen; 
sie aber nahmen sich 
Zeit, 
erfreuten sich 
an 
den 
himmelanragenden Bergen und Felsen, 
an 
den Kaskaden 
des 
Bergstroms, an 
den Wasserfällen der 
von 
links und rechts zuströmenden 
Gewässer, 
die, wenn man 
sie 
von 
ferne sah, oft wie weisse Laken 
von 
den 
Höhen 
herabzuhängen 
schienen... In 
Wassen 
war 
die 
Herberge teuer 
und 
schlecht. Der Wirt hätte den Reisenden 
gern 
auch noch Strahlen 
aufgehängt, so 
nannte man 
hier die 
Kristalle, an 
denen diese 
Gegend 
sehr reich 
war. 
Aber 
Goethe fühltenicht einmal 
Neigung, sieviel zu 
beschauen 
(a. a. 0., 
S. 
45). 
Mit 
Fäsis und Knebels 
eingehender Schilderung 
der Schöllenen- 
schlucht 
begleitet 
Bode den staunenden Dichter 
bergwärts, 
indem 
er 
wohl mit Hilfe weiterer Reiseberichte 
zu 
einer 
eigenen 
malerischen 
Betrachtungansetzt: 
In der immer mehr 
verengten 
Schlucht 
kamman 
endlich auf schmalemPfade 
umeinen 
glatten 
Felsen herum: da 
lag 
die Teufelsbrücke 
vor 
den 
Augen! 
Unheimlich 
anzusehen, unheimlich auch darüberzuschreiten. Sie 
war nur neun 
Schuhe 
breit, 
und oft tobte der Wind hier 
so stark, 
dass 
er 
Menschen und 
bepackte Tiere herunterzuwerfen 
drohte, was 
auch schon öfters 
geschehen 
war. 
Immer aber 
ging man 
hier durch 
Wasserstaub, denn 
gleich 
oberhalb der Brücke 146
	        

Institution

 
Kantonsbibliothek Uri

E-Periodica

 
Dieses Digitalisat wurde dankenswerterweise von E-Periodica zur Verfügung gestellt.

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