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Historisches Neujahrsblatt 1975/1976 (Neue Folge 30. und 31. Band)

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Deskriptive Daten

fullscreen: Historisches Neujahrsblatt 1975/1976 (Neue Folge 30. und 31. Band)

Zeitschrift

Titel:
Historisches Neujahrsblatt
Untertitel:
für das Jahr ...
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Erscheinungsort:
Altdorf

Zeitschriftenband

Titel:
Historisches Neujahrsblatt 1975/1976
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Erscheinungsdatum:
1976
Bandzählung:
Neue Folge 30. und 31. Band
Alternative Bandzählung:
1. Reihe 66. und 67. Heft
Kanton:
Uri
Permanente ID:
ark:/63274/bur1r59tg
Lizenz:
In Copyright 1.0
Link zur Quelle:
https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=hnu-001%3A1975%3A66

Artikel

Titel:
Texte Goethes über seine Reisen in Uri
Urheber*in:
[s.n.]
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel
DOI:
10.5169/seals-405757

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Historisches Neujahrsblatt
  • Historisches Neujahrsblatt 1975/1976 (Neue Folge 30. und 31. Band)
  • Titelseiten
  • Inhaltsverzeichnis
  • Texte Goethes über seine Reisen in Uri
  • Goethes Wanderungen zum Gotthard
  • Goethe in Uri aus der Sicht der Literaturkritik

Volltext

Auf den 
Gebirgen 
ist keine beschwerlichere 
Reisegesellschaft 
als 
Maultiere. 
Sie 
halten einen 
ungleichen Schritt, 
indem sie, 
durch 
einensonderbarenInstinkt, 
unten an 
einemsteilen 
Orte 
erst 
stehen 
bleiben, 
dann denselben schnell hinauf schreiten und oben wieder 
ausruhen. Sie halten auch auf 
geraden Flächen, 
die hier und da 
vorkommen, 
manchmal 
inne, 
bis sie durch den Treiber oder durch 
die 
nachfolgenden 
Tiere 
vomPlatz 
bewegt 
werden. Und 
so, 
indem 
man 
einen 
gleichen 
Schritt 
hält, drängt man 
sich 
an 
ihnen auf dem 
schmalen 
Wege 
vorbei und 
gewinnt 
über solche 
ganze 
Reihen den 
Vorteil. Steht 
man still, umetwas zu betrachten, so 
kommen sie 
einemwieder 
zuvor, 
und 
man 
ist 
von 
dembetäubenden 
Laut ihrer 
Klingeln 
und 
von 
ihrer breit auf die Seite stehenden Bürde 
beschwert. So 
langtenwir 
endlich auf 
demGipfel 
des 
Berges 
an, 
den 
Sie sich wie einen kahlen 
Scheitel, mit einer Krone 
umgeben, 
denken müssen. 
Manist hier auf einer Fläche, 
ringsumwieder 
von 
Gipfelnumgeben, unddieAussicht wirdinder 
Nähe 
undFernevon 
kahlen und auch meistens 
mit 
Schnee bedeckten 
Rippen 
und Klippen 
eingeschränkt. 
Man kann sich 
kaumerwärmen, 
besonders da sie 
nur 
mit 
Reisig 
heizen können und auch dieses 
sparen 
müssen, weil sie 
es 
fast drei 
Stundenherauf 
zu schleppenhaben, 
und 
oberwärts, 
wiegesagt, 
fast 
gar 
kein Holz wächst. Der Pater 
ist 
von 
Airolo 
heraufgekommen, 
so erfroren, 
dass 
er 
bei seiner Ankunft kein Wort 
hervorbringen 
konnte. 
Ob sie 
gleich 
hier oben sich 
bequemer 
als die 
übrigen vom 
Orden 
tragen 
dürfen, so ist es 
doch immer ein 
Anzug, 
der für 
dieses 
Klima nicht 
gemacht 
ist. Er 
war von 
Airolo herauf den sehr 
glatten Weg 
gegen 
den Wind 
gestiegen; 
der Bart 
war 
ihmeingefroren, 
und 
es 
währte eine 
ganze 
Weile, 
bis 
er 
sich besinnen konnte. 
Wir unterhielten 
uns von 
der Beschwerlichkeit 
dieses 
Aufenthalts; 
er 
erzählte, wie es ihnen das 
Jahr über 
zu gehen pflege, 
ihre 
Bemühungen und häuslichen Umstände. Er 
sprach 
nichts als 
italienisch, 
und 
wir fanden hier 
Gelegenheit von 
den 
Uebungen, 
die 
wir 
uns 
das 
Frühjahr 
in dieser 
Sprache gegeben, 
Gebrauch 
zu 
machen. 
GegenAbendtratenwir 
einenAugenblick vor 
die 
Haustüreheraus, 
um uns 
vomPater 
denjenigen Gipfel zeigen zu 
lassen, 
den 
man 
für denhöchsten des 
Gotthards 
hält; wir 
konntenaber 
kaumeinige 
Minuten 
dauern, so durchdringend 
und 
angreifend 
kalt ist 
es. Wir 19
	        

Institution

 
Kantonsbibliothek Uri

E-Periodica

 
Dieses Digitalisat wurde dankenswerterweise von E-Periodica zur Verfügung gestellt.

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