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Historisches Neujahrsblatt 1975/1976 (Neue Folge 30. und 31. Band)

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Deskriptive Daten

fullscreen: Historisches Neujahrsblatt 1975/1976 (Neue Folge 30. und 31. Band)

Zeitschrift

Titel:
Historisches Neujahrsblatt
Untertitel:
für das Jahr ...
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Erscheinungsort:
Altdorf

Zeitschriftenband

Titel:
Historisches Neujahrsblatt 1975/1976
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Erscheinungsdatum:
1976
Bandzählung:
Neue Folge 30. und 31. Band
Alternative Bandzählung:
1. Reihe 66. und 67. Heft
Kanton:
Uri
Permanente ID:
ark:/63274/bur1r59tg
Lizenz:
In Copyright 1.0
Link zur Quelle:
https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=hnu-001%3A1975%3A66

Artikel

Titel:
Goethes Wanderungen zum Gotthard
Urheber*in:
Schnyder-Seidel, Barbara
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel
DOI:
10.5169/seals-405758

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Historisches Neujahrsblatt
  • Historisches Neujahrsblatt 1975/1976 (Neue Folge 30. und 31. Band)
  • Titelseiten
  • Inhaltsverzeichnis
  • Texte Goethes über seine Reisen in Uri
  • Goethes Wanderungen zum Gotthard
  • Goethe in Uri aus der Sicht der Literaturkritik

Volltext

im18. Jahrhundert 
zur 
Zeit der 
Teuerung 
nach Gutdünken und 
Bedarf 
erhöht; 
Transportgesellschaften 
besassen 
ihre 
Monopole, 
zugleich 
schützte die 
Regierung 
die Talleute mit 
Gemeinde-Monopolen 
bei der Säumerei: 
von 
Susthaus 
zu 
Susthaus 
(von sostare: 
aufbewahren, 
versorgen), 
beinahe 
von 
Dorf 
zu 
Dorf mussten 
die 
Waren 
abgeladen, 
Einheimischen 
zum Weitertransport 
auf ihren 
Maultieren 
übergeben 
werden. Die Kaufleute 
beklagten 
sich, 
das 
Vorgehen 
verzögerte, verteuerte 
den 
Verkehr, 
liess Waren 
verderben, die 
Talleute, 
die Bäuerchen aber hatten einen 
Nebenverdienst. 
Doch bei allemdem Verdienst-Denken 
war 
den Talleuten 
von 
Uri der Gotthard mehr. Nicht 
nur 
trug 
das Massiv den Namen des 
heiligen Gotthard, 
die 
ganze 
Strasse 
war 
ihnen 
heilig, 
eine magische 
Strasse 
zummagischenBerg, 
hinüberführendins 
gelobteLand, 
mit Gefahrenverbunden, allemal, 
überall. Betstationreihte 
sich 
an 
Betstation. Die 
Wegknechte, Ferger 
und Säumer 
waren 
denn auch 
«imNamen 
Gottes» auf die Strasse 
vereidigt. 
Sie wurde 
gepflegt 
undsiebrauchtetagtäglichihrePflege. 
Dem allem 
gilt 
Goethes Interesse. Hinzu kommt 
das 
geistigkünstlerische 
Erleben der 
Bergwelt 
auf 
demWeg zum 
Gotthard, 
zumGipfel, 
stets nennt er 
die Passhöhe «der 
Gipfel», 
zumUebergang, 
an demer 
inne 
hält, 
zur 
Grenze seines 
Sprach- 
und 
Kulturraumes, zu 
einer inneren Grenze wohl auch. Immer mehr wird der 
Gotthard 
zumBerg 
der 
Berge, 
in seinen 
späteren 
Jahren 
spricht er 
gar 
von 
einer 
fixen Idee, 
ein 
magischer Berg, 
nicht 
nur 
für die 
Urner, 
auch 
für 
Goethe. 
DiezweiteReise—1779 
Vier Jahre 
nach der 
ersten Reise, 
nun 
Minister 
am 
Hof 
zu 
Weimar und 
Eisenach, bricht 
Goethe 
erneut 
auf 
zu 
einer 
diesmal 
wohl bedachten und vorbereiteten Reise in 
die 
Schweiz, 
in seiner 
Obhut der 
zweiundzwanzigjährige 
HerzogKarl 
August. 
Glücklichschreibt 
er 
seinen Eltern: 
«Ich habe 
alles, was 
ein Mensch 
verlangen kann, 
ein Leben, in 38
	        

Institution

 
Kantonsbibliothek Uri

E-Periodica

 
Dieses Digitalisat wurde dankenswerterweise von E-Periodica zur Verfügung gestellt.

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