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Historisches Neujahrsblatt 1981 (Neue Folge 36. Band)

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Deskriptive Daten

fullscreen: Historisches Neujahrsblatt 1981 (Neue Folge 36. Band)

Zeitschrift

Titel:
Historisches Neujahrsblatt
Untertitel:
für das Jahr ...
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Erscheinungsort:
Altdorf

Zeitschriftenband

Titel:
Historisches Neujahrsblatt 1981
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Erscheinungsdatum:
1981
Bandzählung:
Neue Folge 36. Band
Alternative Bandzählung:
1. Reihe 72. Heft
Kanton:
Uri
Permanente ID:
ark:/63274/bur1s870c
Lizenz:
In Copyright 1.0
Link zur Quelle:
https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=hnu-001%3A1981%3A72

Artikel

Titel:
Seraphische Gottesmänner
Urheber*in:
Arnold, Seraphin
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel
DOI:
10.5169/seals-405785

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Historisches Neujahrsblatt
  • Historisches Neujahrsblatt 1981 (Neue Folge 36. Band)
  • Titelseiten
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort
  • Abkürzungen
  • Gründung des ersten Kapuzinerklosters diesseits der Alpen
  • Das Kloster im 17. und 18. Jahrhundert
  • Das Kloster im 19. und 20. Jahrhundert
  • Kanzeltätigkeit
  • Beichtstuhlapostolat
  • Sonn- und Festtagsmission
  • Pastorelle Sonderaufgaben
  • Urner Kolorit
  • Armutsfragen
  • Seraphische Gottesmänner
  • Verzeichnis der Obern des Kapuzinerklosters
  • Verzeichnis der Kapuziner aus dem Kanton Uri
  • Verzeichnis der Kapuziner-Volksmissionen in Uri seit 1854
  • Verzeichnis der Abbildungen
  • Personen- und Ortsregister

Volltext

nahmnun 
die 
Seelsorge 
der 5000 Deutschen und der ausländischen 
Galeerensträflinge. Er 
weiltezur gleichen 
Zeit inParis wie der spätere 
Erbauer des 
Klosters 
amHauptort, 
P. 
Sekundus Loretan. Von 
sich 
aus 
stellte 
er 
sich den städtischen 
Kommissären, 
wurde ins 
Strafgefängnis in 
der Karmeliterkirche 
abgeführt 
und 
erlangte 
im 
Dienste 
des 
Königs 
aller 
Könige am2. 
September 
1792 
mit weiteren 
MitgefangenendieMartyrerpalme. 
Am17. Oktober 
wurdeer 
mit 
190 
andern 
Opfern 
der französischen Revolution 
von Papst 
Pius XI. 
seliggesprochen. 
P. 
Apollinaris korrespondierte mit seinemgeistlichen 
Freund Abbé 
Franz 
Valentin Jann, 
der während fast 
20 
Jahren 
Hausgeistlicher 
des 
Landammanns Karl Alfons Bessler 
II. und Erzieher seiner 
Kinder 
war. Ihmvertraute 
er an, 
dass sein 
zweijähriger 
Aufenthalt in 
Altdorf viel 
zur Vorbereitungseines letztenWeges 
beigetragenhabe. 
Die 
göttliche «Barmherzigkeit 
hat mich durch den Geist nach 
Altdorf 
geführt, 
gleichsamin 
eine 
Wüstenei, mich hier vorzubereiten 
durch die Liebesdienste aller Art442) für 
die 
Mission, 
die ich hier zu 
erfüllen habe...» Dieser 
Brief aus 
Paris 
ist datiert vom 
27. 
April 
1792. 
Amgleichen Tag 
beschloss der Jakobinerklub die 
Ermordung 
jener Geistlichen, 
welche den kirchenfeindlichen Eid 
verweigerten. 
Nun wusste auch P. 
Apollinaris, 
dessen Fährte 
man 
bereits 
aufgespürt 
hatte, was 
seiner harrte. 
Unverzüglich 
sandte 
er 
in 
unaussprechlichem 
Seelenjubel seinemFreunde in Altdorf 
dieses 
Schreiben, 
gab 
ihm letzte 
Aufträge 
und Grüsse und bat ihn und die 
Freunde, 
seinen 
Opfertod 
nicht 
zu 
beweinen. Dann 
begab er 
sichindieHändeseiner Häscher 443). 
Von keinem der vielen 
Blutzeugen jener Septembertage 
ist ein 
Schriftstück 
vorhanden, 
das solche seelische Grösse und österliche 
Zuversicht ausstrahlt wie dieser Abschiedsbrief nach 
Altdorf, 
der, 
starkgekürzt, 
Ausklangdieses 
Buchesseinsoll: 
«Nun habe ich 
für 
den Glauben den 
glorreichen 
Schlusskampf zu 
bestehen, 
Alleluja! Alleluja! Alleluja! 
Weil ich den Eidnicht leistete, 
so ist mein Leben 
verwirkt, Alleluja! Alleluja! 
Ich freue 
mich, 
"=) Offenbar 
spielt hier der 
Selige darauf an, 
dass 
er 
neben den üblichen Seel- 
sorgsarbeiten die 
vielen Kranken besuchte, 
da in jener 
Zeit in der 
ganzen 
Schweiz eine ansteckende Krankheit herrschte, möglicherweise 
verursacht durch 
das 
grosse 
kalabrische Erdbeben und die Ausbrüche der beiden Vulkane Vesuv 
und Aetna im Jahre 1783. 
Die Erderschütterungen waren 
damals in Uri stark 
verspürt worden. 
Vgl Nbl Uri 
1944/46 
II, 
46ff 
44s) 
Dieser letzte Freundesbrief wurde vorsichtigerweise 
lateinisch abgefasst, 
am Freitag 
der zweiten 
Osterwoche, was 
seinen Jubel, für Christus und die 
Kirche Zeugnis abzulegen, 
noch erhöhte. P. 
Apollinaris 
nahm sich 
sogar noch 
Zeit, die letzten Worte, 
den 
Engelsgesang 
über Bethlehems Fluren, zu einem 
sogenannten Chronogramm zu formen, 
so dass die lateinischen Zahlen 
genau 
sein 
Todesjahr ergaben 201
	        

Institution

 
Kantonsbibliothek Uri

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Dieses Digitalisat wurde dankenswerterweise von E-Periodica zur Verfügung gestellt.

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