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Historisches Neujahrsblatt 1990/1991 (Neue Folge 45. und 46. Band)

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Deskriptive Daten

fullscreen: Historisches Neujahrsblatt 1990/1991 (Neue Folge 45. und 46. Band)

Zeitschrift

Titel:
Historisches Neujahrsblatt
Untertitel:
für das Jahr ...
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Erscheinungsort:
Altdorf

Zeitschriftenband

Titel:
Historisches Neujahrsblatt 1990/1991
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Erscheinungsdatum:
1991
Bandzählung:
Neue Folge 45. und 46. Band
Alternative Bandzählung:
1. Reihe 81. und 82. Heft
Kanton:
Uri
Permanente ID:
ark:/63274/bur1w607w
Lizenz:
In Copyright 1.0
Link zur Quelle:
https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=hnu-001%3A1990%3A81

Artikel

Titel:
Hochmittelalter und frühes Spätmittelalter (950 bis 1428)
Urheber*in:
Stadler-Planzer, Hans
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel
DOI:
10.5169/seals-405814

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Historisches Neujahrsblatt
  • Historisches Neujahrsblatt 1990/1991 (Neue Folge 45. und 46. Band)
  • Abbildung
  • Titelseiten
  • Vorwort
  • Urgeschichte
  • Die Römerzeit : 58 v. Chr. bis um 650
  • Die Einwanderung der Alemannen : 7. bis 9. Jahrhundert
  • Hochmittelalter und frühes Spätmittelalter (950 bis 1428)
  • Das ausgehende Spätmittelalter
  • Schlussgedanken
  • Register der Orts- und Personennamen
  • Inhaltsverzeichnis

Volltext

Konkurrenzder 
BündnerPässe 
Vergleichmit 
demBrenner 
wasdemGotthardförderlichwar, 
sodassnochimJahre1353Kaufleuteaus 
Deutschland und 
Lothringen 
dem Mailänder 
Herzog erklärten, 
der 
Gotthardsei für sie der 
einzigeWegnachItalien.95 
Auf 
der Südseite 
war 
der Streit 
zwischenUrsernundLivinen1315-1331 
sehr 
schädlich, 
ebenso 
der 
Machtkampf zwischenComoundMailand, 
welcher 
1340-1346wegen 
derUnterwerfungBellinzonasdurchdieVisconti 
denGotthardverkehr fast 
völligverunmöglichte. 
Der 
Gotthardwar 
auchimmer der Konkurrenzder Bündner Pässe 
ausgesetzt. Insbesondereder 
Septimer, 
der seit 
demSempacherkriegmit 
Wagen 
befahrbar 
war, 
bedeutete für den Gotthard nicht 
nur 
eine 
Ausweichroute, 
sondernwegenseiner 
technischenÜberlegenheit eineeigentliche 
Parallelstrasse. 
Der 
zentraleAlpenpassüber 
denGotthardverbandMailandmit Basel 
auf 
demkürzestenWege. DieFernhandelsgüter warenjedochgrösstenteils 
fürdieGebieteamNordrheinundindenNiederlandenbestimmt. Esfehlte 
demGotthardeinnahegelegenes, 
Städte- undvolksreiches Vorland. 
Deshalb 
hieltensichdieTransportmengenstets 
inrelativbescheidenem 
Rahmen. Ganz 
anderswar dieLageamBrenner, 
dembedeutendstenPass der 
Ostalpen. 
Er 
war 
durchseine 
geringeHöhe 
(1372 
Meter) 
unddieseit der 
Römerzeit bestehende Fahrbarkeit der 
bequemste 
Übergang. Er verband 
dasFernhandelszentrumVenedigmitSüddeutschland, wozahlreicheStädte 
mit 
regemGewerbefleissdenGüteraustauschanzogen. 
Deshalbwar 
der 
Verkehr über denBrenner sehr 
gross 
unddemGotthardtransit 
stetshoch 
überlegen. 
Um1300 
passiertenmutmasslich 
20'000 Saumlasten 
(3'000 t), 
1500sogar 
30'000Säume(4'5001) 
denBrenner.96 
b) Vonder 
Selbstversorgungs-zurAustauschwirtschaft 
Verdienstmög- 
Der Gotthardverkehr bot denzahlreichenSchiffsleutenundSäumernei- 
lichkeitenund 
nenständigenNebenverdienst. 
Es 
konntesicheinVerkehrsnebengewerbe 
Bargeld 
entfalten. 
Wirte, Sattler, 
Hufschmiede 
profitiertendavon. 
Die 
Fürleitige- 
bührenfülltendieKassender Genossenschaftenunderlaubten, 
Schiffsländen, 
StrassenundBrückenauszubauenundzuunterhalten. BaresGeldwar 
inwachsender 
Mengevorhanden. 
Nur 
sowar 
es 
denUrnernmöglich, 
sich 
1359 
vonden grundherrlichenPflichten 
gegenüber 
denZisterzienserklöstern 
loszukaufenunddiedocherheblicheSummevon10'535Gulden 
innert 
weniger Jahreaufzubringen. 
Seitdemdas LanddenFlüeler Zoll 
innehatte, 
verfügteauches 
über 
erheblicheMittel, 
sodasses sogar 
Darlehenan 
Privategewährenkonnte,wieBeispiele-so1399-zubelegenvermögen.97 
95Gfr74(1919)294. 
96Glauser,Fritz: 
DerinternationaleGotthardtransit, 
S. 242. 
97 
ZudenRückkäufender Zisterzienser Grundherrschaften 1359-1362 Gfr 41(1886)106-120. 
StaatsdarlehengewährteUri 
beispielsweise1399anJohannvonMoos(Gfr1,1843,340-341). 205
	        

Institution

 
Kantonsbibliothek Uri

E-Periodica

 
Dieses Digitalisat wurde dankenswerterweise von E-Periodica zur Verfügung gestellt.

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