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Historisches Neujahrsblatt 1990/1991 (Neue Folge 45. und 46. Band)

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Deskriptive Daten

fullscreen: Historisches Neujahrsblatt 1990/1991 (Neue Folge 45. und 46. Band)

Zeitschrift

Titel:
Historisches Neujahrsblatt
Untertitel:
für das Jahr ...
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Erscheinungsort:
Altdorf

Zeitschriftenband

Titel:
Historisches Neujahrsblatt 1990/1991
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Erscheinungsdatum:
1991
Bandzählung:
Neue Folge 45. und 46. Band
Alternative Bandzählung:
1. Reihe 81. und 82. Heft
Kanton:
Uri
Permanente ID:
ark:/63274/bur1w607w
Lizenz:
In Copyright 1.0
Link zur Quelle:
https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=hnu-001%3A1990%3A81

Artikel

Titel:
Hochmittelalter und frühes Spätmittelalter (950 bis 1428)
Urheber*in:
Stadler-Planzer, Hans
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel
DOI:
10.5169/seals-405814

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Historisches Neujahrsblatt
  • Historisches Neujahrsblatt 1990/1991 (Neue Folge 45. und 46. Band)
  • Abbildung
  • Titelseiten
  • Vorwort
  • Urgeschichte
  • Die Römerzeit : 58 v. Chr. bis um 650
  • Die Einwanderung der Alemannen : 7. bis 9. Jahrhundert
  • Hochmittelalter und frühes Spätmittelalter (950 bis 1428)
  • Das ausgehende Spätmittelalter
  • Schlussgedanken
  • Register der Orts- und Personennamen
  • Inhaltsverzeichnis

Volltext

4.1 
DIEBÄUERLICHEBEVÖLKERUNG 
Der 
Siedlungsraum 
Zehnturkunde 
von955: 
ein 
Dokument des 
Landesausbaus 
DieBevölkerungUrismussum950aufgrundder 
ausgedehntenSiedlun- 
Bevölkerung 
gender 
Alemannenundder 
verbliebenenromanischenGruppenziemlich 
grossgewesensein. 
Siewar abgeschirmt 
vondenkriegerischenEreignissen 
imMittellandundindenSüdtälernundkonntesichdeshalbkontinuierlich 
entfalten. 
MöglicherweisedientendieAlpenim9./10. 
Jahrhundert 
sogar 
als 
Fluchtortefür all 
jeneGegenden, dievonSpannungen, 
KriegundRaubzügen 
der 
UngarnundSarazenenheimgesucht 
wurden.1 
Diestetige 
Bevölkerungsvermehrungführtezueinemfortschreitenden 
Landesausbau. Nicht 
nur 
imTalboden, sondernauchan 
den 
Hängenund 
auf den Hochterrassen wurden Wald 
gerodet 
und 
neue 
Heimwesen 
geschaffen. 
EineninteressantenEinblick eröffnet der Zehntenstreit zwischen 
denUrnernundder Fraumünsterabtei 
imJahre 
955.2 Nachdemder 
deutsche 
KönigOttoI 
952 dieRechteder Abtei 
inUri 
wiederhergestellt 
hatte, 
fordertePurchard, 
der 
Vogt 
des 
CastrumsZürich, inUri 
denZehnten. Die 
Einwohner 
zeigtendemVogt 
aber 
Grundstücke, 
derenZehntennachRecht 
undGesetz der Väter ihnenzustand, weil 
sieihnzurückgekauft 
unddurch 
einjährliches 
Licht inder 
Kirche 
abgelöst 
hatten. Sie 
verpflichteten 
sich 
aber, 
diezehntpflichtigenErdfrüchtevondenOrten, 
wosieweder 
mit 
Wagen 
nochmit 
Saumpferdenweggeführt 
werdenkonnten, 
selber 
zur 
grundherrschaftlichen 
Scheune 
zubringen. 
Ferner mussten sie 
zugestehen, 
mit 
demHeudieser OrteZehntschafebisMitteMai 
zufüttern. 
SieHessendiese 
Abmachungen 
am22. 
November 955 
vor 
zahlreichen 
Zeugen 
durch den 
Priester 
UtoverurkundenundsandtenCumpold 
undLiuterichnach 
Zürich, 
umdie 
UrkundedurchdieHand der 
ÄbtissinReginlinde demVogt 
Purchardzuüberreichen. DieUrkundezeigt, 
dass 
dieUrner 
schonanfangs 
des 10. 
JahrhundertsgewisseRechteder 
Fraumünsterabtei 
abgelöst 
hatten. 
Weitersist 
ersichtlich, 
dasssieinentfernterenGegendenabseitsvonWegen 
undStegenGetreideanbautenundWiesenbewirtschafteten. 
DieRechtsfrage, 
ob 
auchvonden 
Erträgendieser 
abgelegenen, 
wohl 
neu geschaffenen 
Heimwesender 
Zehntezuentrichtensei, wurdebejaht. 
Der 
Zehntewarja 
nicht 
eingrundherrschaftlicher 
Zins, 
sonderneine 
Art 
Kirchensteuer. Weil 
diedrei LandeskirchenAltdorf, 
BürglenundSilenendemFraumünster 
gehörten, 
undes für derenUnterhalt 
unddieBesoldungder Leutpriester 
auf- 
1 
Siegtoart, Josef: BefreitensichdieUrner auf Kostender Unfreienundder Klöster?in: 
Historisches 
Neujahrsblatt 
Uri N.F.32/33(1977/78)53-79. 
2 
QW1/1,34. 52
	        

Institution

 
Kantonsbibliothek Uri

E-Periodica

 
Dieses Digitalisat wurde dankenswerterweise von E-Periodica zur Verfügung gestellt.

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