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Historisches Neujahrsblatt 1990/1991 (Neue Folge 45. und 46. Band)

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Deskriptive Daten

fullscreen: Historisches Neujahrsblatt 1990/1991 (Neue Folge 45. und 46. Band)

Zeitschrift

Titel:
Historisches Neujahrsblatt
Untertitel:
für das Jahr ...
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Erscheinungsort:
Altdorf

Zeitschriftenband

Titel:
Historisches Neujahrsblatt 1990/1991
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Erscheinungsdatum:
1991
Bandzählung:
Neue Folge 45. und 46. Band
Alternative Bandzählung:
1. Reihe 81. und 82. Heft
Kanton:
Uri
Permanente ID:
ark:/63274/bur1w607w
Lizenz:
In Copyright 1.0
Link zur Quelle:
https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=hnu-001%3A1990%3A81

Artikel

Titel:
Hochmittelalter und frühes Spätmittelalter (950 bis 1428)
Urheber*in:
Stadler-Planzer, Hans
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel
DOI:
10.5169/seals-405814

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Historisches Neujahrsblatt
  • Historisches Neujahrsblatt 1990/1991 (Neue Folge 45. und 46. Band)
  • Abbildung
  • Titelseiten
  • Vorwort
  • Urgeschichte
  • Die Römerzeit : 58 v. Chr. bis um 650
  • Die Einwanderung der Alemannen : 7. bis 9. Jahrhundert
  • Hochmittelalter und frühes Spätmittelalter (950 bis 1428)
  • Das ausgehende Spätmittelalter
  • Schlussgedanken
  • Register der Orts- und Personennamen
  • Inhaltsverzeichnis

Volltext

Zusammensetzung 
des 
Viehbestandes 
Vè 
Pferd) 
festigtensichundgeltenheutenoch.53 
Das vorteilhafte 
Ertragsverhältnis 
führteauchimAlpenraumzueiner 
BevorzugungdesRindviehs 
gegenüber 
demSchmalvieh. Die 
schönenAlpenwarendenRindern 
und 
Kühenvorbehalten, 
währenddemSchmalviehdieGeissweidezugewiesen 
war. 
DasUrner Recht versteht darunter 
jeneOrte, 
wohindieRinder nicht 
gehen 
können oder sonst nie 
hingetrieben 
werden.54 So 
mussten im14. 
Jahrhundert 
dieSchafedenStafel 
Spilplätzinder schwyzerischenCharret- 
alpverlassenundsichmit 
den dahinter undhöher 
liegendenWeideplätzen, 
welchedurcheineMauervonder Kuhweidegetrennt 
wurden, 
begnügen.55 
DieAlpordnungvonWaldnacht ausdemJahre1457, 
diesichauf alte 
Gewohnheiten abstützte, 
gewährte 
den Schafen 
nur 
während höchstens 
dreier 
TageSchnee- 
undWetterflucht inder Kuhweide. 
Ziegendurftenohne 
Erlaubnisüberhaupt 
nicht 
aufgetriebenwerden.56 
Diejahrhundertealte 
Gewohnheitwurdeanfangsdes17. 
JahrhundertsalsfesterRechtsgrundsatz 
ins 
Landbuchaufgenommen: 
«Vnnd söllendt dieschaaff 
denKüeyenab- 
wychen, 
woesfuogmaghaben.»57 
Nur vereinzelt 
bietendieQuelleneinenEinblickindieeffektive 
Zusammensetzung 
einer mittelalterlichenViehherde, wobei sichstets 
zeigt, 
dass 
dierechtlicheBevorzugungdesRindviehsauchdenwirklichenVerhältnissen 
entsprach. 
Bei der 
Fleischversorgungder BurgLandenberginSarnen, 
welchevom11. 
bis 
13. 
Jahrhundert 
bewohnt 
war, kamdemRindviehvor 
demSchmalviehunddenSchweinendiegrössteBedeutungzu.58Die 
Viehherde 
desKlostersEngelbergsetztesichum1350folgendermassenzusammen: 
69 
Kühe, 
108 
Rinder, 
100 Mutterschafe mit Lämmernund 
20 
gälte 
Schafe, 
15 
Pferdeund6 
Füllen.59 
DieFraumünsterschweigimSchächental 
undvergleichbar jene 
inSilenen undGurtnellenhatten einenminimalen 
Viehbestandvon4Kühenund1 
Stier, 40Mutterschafenund1 
Schafbock.60 
DieausgedehnteZiegenhaltungwirddurchdieGeisshäute, 
welcheals 
Abgabe indenKlosterurbarenverzeichnet sind, belegt.61 
DieweiteVerbreitung 
desHuhnesist 
1317nachgewiesen. DenndieStifter 
der 
Muttergottes- 
53 
ImältestenLandbuch(anfangs 
17. 
Jahrhundert) 
wurde1 
Kuhessennoch6Ziegengleichgesetzt 
(Art. 133). 1841wurdebestimmt: 
1 
Kuh 7StückSchmalvieh 
VS 
Pferd. 
Vgl. 
Urner 
Landbuch, 
Band3. 
Altdorf, 
1842. S. 228. 
54UrnerLandbuch, 
Band2. 
Altdorf, 
1826. S. 106. 
55Meyer, 
Werner: 
DieWüstung«Spilplätz»aufderCharretalpSZ, 
in: Gfr136(1983)159-197. 
56Gfr43(1888)89-92. 
57ÄltestesLandbuchvonUri, 
Art. 133, hrsg. 
vonF. 
Ottin: Zeitschrift fürschweizerischesRecht 
11(1864)71f. 
58Markert, Dieter: DieFaunader 
BurgLandenbergobSarnen, 
in: DiebösenTürnli. Ölten, 
1984. 
S. 
174-179. 
59Gfr53(1898)175. 
«>QW1/3,643. 
«QW1/1,167(Kloster 
Muri);QWII/2, 
S. 
246-298(Fraumünster). 81
	        

Institution

 
Kantonsbibliothek Uri

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Dieses Digitalisat wurde dankenswerterweise von E-Periodica zur Verfügung gestellt.

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