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Historisches Neujahrsblatt 1998/1999 (Neue Folge 53. und 54. Band)

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Deskriptive Daten

fullscreen: Historisches Neujahrsblatt 1998/1999 (Neue Folge 53. und 54. Band)

Zeitschrift

Titel:
Historisches Neujahrsblatt
Untertitel:
für das Jahr ...
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Erscheinungsort:
Altdorf

Zeitschriftenband

Titel:
Historisches Neujahrsblatt 1998/1999
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Erscheinungsdatum:
1999
Bandzählung:
Neue Folge 53. und 54. Band
Alternative Bandzählung:
1. Reihe 89. und 90. Heft
Kanton:
Uri
Permanente ID:
ark:/63274/bur1k57sg
Lizenz:
In Copyright 1.0
Link zur Quelle:
https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=hnu-001%3A1998%3A89

Artikel

Titel:
"Man solle mir die Kerzen nur anzünden" : Vaterschaftsklagen und Unzuchtsfälle im Kanton Uri des 19. Jahrhunderts
Urheber*in:
Amstutz, Irene
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel
DOI:
10.5169/seals-405839

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Historisches Neujahrsblatt
  • Historisches Neujahrsblatt 1998/1999 (Neue Folge 53. und 54. Band)
  • Titelseiten
  • Inhaltsverzeichnis
  • Das urnerische Strafverfahren im 19. Jahrhundert : zwischen obrigkeitlicher Herrschaftspraxis und alltäglicher Konfliktregelung
  • Inhaltsverzeichnis
  • "Man solle mir die Kerzen nur anzünden" : Vaterschaftsklagen und Unzuchtsfälle im Kanton Uri des 19. Jahrhunderts
  • Ein gefürchtetes und berüchtigtes Weib : zur fiktionalen Qualität von Gerichtsquellen
  • Autorinnen

Volltext

semTage 
den Meisterlohn erhalten 
zu 
haben, 
wessen 
sich 
dieJauchauch 
erinnerte, 
undendlich 
infolgedessenzugab, 
dass der 
ersteTehltritt 
anbemeltemSonntage, 
die 
übrigen 
2 
dann 
etwas 
später imgleichenMonat 
geschehen 
seyen.» 
Infanger 
erinnerte 
sich 
an 
den 
Tag, 
weil 
er 
damals den 
«Meisterlohn» 
erhielt. 
Möglicherweisehandeltees 
sich dabei 
umdenerstenLohn, 
dener 
inseiner 
Funktionals Meister 
erhielt; 
weil 
er 
nunMeister 
war, 
hatteer Josepha 
Jauchaufgesucht, 
umihr 
dieEhezuversprechen. Denndaer 
anscheinend 
vermögenslos 
war, 
stellte der Lohnseine materielle 
Grundlagezur 
Haushaltsgründung 
dar. 
Auf 
dieseWeise«einigten»sichdiebeidenauf 
denselben 
Termin. 
Josepha 
Jauch 
bestätigte 
anschliessend 
nochmals, mit 
Furger 
habesiekeinenGeschlechtsverkehr 
gehabt. 
Florian 
Infangers widersprüchliche Haltung 
hatte die 
Nachfrage 
der 
Behörden 
provoziert. 
Anscheinend 
wollte 
das Paar heiraten und 
sprach 
sichdarüber ab, 
auf 
welcheWeisees 
dieBeziehungvor 
demLandamman 
darstellenwollte. 
DiegemeinsameStrategiewurdevomBedürfnisFlorian 
Infangers überlagert, Josepha 
Jauch 
eindeutigen Verdächtigungen 
auszusetzen, 
dieaufgrundder 
FamiliengeschichtederJauchsmit 
Sicherheit 
Resonanz 
findenwürden. 
Esist 
nicht 
ausgeschlossen, 
dassdiemehrfachgeäusserten 
HeiratsabsichtendesInfanger reineAbsichtserklärungendarstellten, 
dieer 
mit 
demWissenabgebenkonnte, 
dass 
sowohl 
JosephaJauch- 
mittlerweile 
zweifacheledigeMutter ohneVermögenoder regelmässiges 
Einkommen-alsauchihm-der 
ebenfallsvermögensloswar-dieHeirat 
nicht 
erlaubt würde. 
JosephaJauchgelanges 
imweiterenVerlauf 
der 
Einvernahmen, 
imRingenumdieAnerkennungder 
eigenenPosition, 
allen 
Verdächtigungen 
zumTrotz, dieBeziehungmit 
Schneider 
Furger 
alsreine 
Arbeitsbeziehung 
zuinstallieren. 
GewisseBereiche der weiblichenErwerbsarbeit 
bargenRisikenfür 
die 
Frauen. 
BeziehungenzwischenFrauenundMännernhafteteetwasSuspektes 
an, vor allemwenndieMänner, aus welchenGründenauchimmer, 
zu 
denFrauenins 
Hauskamen. 
Josepha 
Jauch 
wurde schliesslich der Eid 
imGeniessverhör 
gestattet, 
weil 
Infanger 
undsiesichimKonfrontationsverhör 
bezüglichder 
Terminfrage 
einiggewordenwaren. Siebestätigtewährendder 
Geburt der Tochter 
Katharinaam18. 
Oktober 
1843 
FlorianInfanger 
alsVater. 
DieFinanzkommission 
übernahmden Unterhalt 
des 
Kindes, 
weil 
Josepha 
Jauch 
dazu 
selbst nicht imStandesei. 
Das 
Wochenratsprotokoll 
vermerkt, 
die 
Finanzkommission 
habe«daraufRücksicht 
zunehmen, 
aufweiche 
Weiseder Vater 
dieses 
KindesTlorianInfanger zueigener 
Leistunganden 
Unterhalt 
desselben 
angehalten 
werden könnte.»59 
39 
WochenratssitzungvomSamstagden23. 
Christmonat Dezember) 1843, 
StAUR: 
RR-71/691. 79
	        

Institution

 
Kantonsbibliothek Uri

E-Periodica

 
Dieses Digitalisat wurde dankenswerterweise von E-Periodica zur Verfügung gestellt.

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