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Briefe an die Eltern und Geschwister in Escholzmatt

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Deskriptive Daten

fullscreen: Briefe an die Eltern und Geschwister in Escholzmatt

Handschrift

Titel:
Briefe an die Eltern und Geschwister in Escholzmatt
Sammlung:
Handschriftliche Quellen der ZHB Luzern Sondersammlung
Dokumenttyp:
Handschrift
Erscheinungsdatum:
1831
Datierung:
1831-1846
Permanente ID:
ark:/63274/zhb1p17h0
Lizenz:
Public Domain Mark 1.0
Umfang:
12 Briefe

Brief

Titel:
[1. Brief von Joseph Marbacher an seine Eltern und Geschwister. Detroit, 28. Oktober 1831.]
Urheber*in:
Marbacher, Joseph
Sammlung:
Handschriftliche Quellen der ZHB Luzern Sondersammlung
Dokumenttyp:
Handschrift
Strukturtyp:
Brief

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Briefe an die Eltern und Geschwister in Escholzmatt
  • [1. Brief von Joseph Marbacher an seine Eltern und Geschwister. Detroit, 28. Oktober 1831.]

Volltext

Detroit le 28. 8ber 1831. Liebste Eltern und Geschwisterte Schon seit drey Monath warte ich mit Ungeduld auf mein Schreiben von letzten März und ich mache mir die Gedanken daß Ihr mein Brief nicht erhalten haben werdet. Eine innere Gewißensstimme ruft mir zu, daß meine Eltern für mich besorgt zu seyn pf[l]egten und noch immer besorgt seyn werden, und daß es meine Pflicht ist den Verdruß meiner Eltern, so viel als möglich zu lindern: deßhalb liebste Eltern nehme ich meine Feder zur Hand, und schike Euch diese Zeilen die aus dem Busen Eures Euch mit Wärme liebenden Kindes, Mit Hilfe und Geleite Gottes in Eure Hände eilen werden. Bedaurenswürdig ist unser Zustand, Beklagenswerth ist es, wenn Kinder die Ihre Eltern lieben nicht das Glük haben könen Ihnen Ihre Angelegenheiten zu offenbaren und unser Gesunde Menschenverstant sagt uns daß es eben der nämliche betrübte Fall der Eltern seyn müße, Kinder in der Welt herumgeschleudert zu haben, ohne zu Wißen wie es Ihnen ergeht. Allein wer kan den Fügungen Gotter entgegen streben, es war Gottes heiliger Wille daß wir so weit voneinander solten getrennt werden, Wer kan Gottes Allweise Vorsicht erforschen? War es nicht vieleicht beßer daß ich in ein anderer Weltheil hingeschleudert würde, als wen ich zu Haus geblieben und mich durch Leichtsinnigkeit in eine Lage versezt hätte, wo ich meine Lebens lauf in Kummer und Verdruß häte zubringen müßen, besonders bey den jetzigen stürmischen Zeiten. Ueberhaubt meine Lage könte keine von den Glüklichsten gewesen seyn da Armuth immer mein Theil war, und mich in eine gute Stelle zu anplaßieren wäre ein Gerathwohl gewesen weil die Großen und Adelichen immer den Vorzug haben. Ich bin Gott sey dank gesund und mit meinen Umständen zufrieden obschon ich in diesem Lande schon viel Mißlingen gehabt weil ich ein Jahrlohn vom ersten Jahre bey 400. Fr: an meinem Heren verloren der bankrotierte Auch sind die Ausgaben für Kleiden Waschen und fliken sehr kostbillig Obschon man einen guten Lohn hat. Hundertmal habe ich mein Schiksal bedauert hundertmal habe ich meine Unvorsichtigkeit bereut wan ich von Allem Menschen verlaßen in der Weiten Wäldern Amerikas herumirte, ohne von einen Wenschen bedaurt zu werden, schon viele harte Stunden habe ich diesen Wenigen Jünglingsjahren die ich schon auf dieser Irdischen Laufbahn überlebt habe durchgemacht und ich würde er meinem Aergsten Feinde nicht wünschen was ich schon habe ausstehen müßen. Aber das Sprichwort ist wahr Wo die Noth am größten da ist Gott nächsten und es ist an mir in Erfüllung gegangen den Allemal habe ich noch gute Menschen angetroffen die sich meiner erbarmt hatten Meine Jetzigen Umstände sind keine von den Glüklichsten da Arbeit und Sorgen immer mein Theil sind, Allein ich bin zufriden, und der ist amm glüklichsten der zufrieden, wenn er auch arm und verlaßen ist. Ich lebe still und einsamm, betrachte die Wunderbare Natur und denke über meine Zukunft, so wie über die Vergangenheit, nach, bewundere mein Verhängniß

Institution

 
Zentral-und Hochschulbibliothek Luzern

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