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nachhaltig (8/2021)

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Deskriptive Daten

fullscreen: nachhaltig (8/2021)

Zeitschrift

Titel:
Cogito
Untertitel:
das Wissensmagazin der Universität Luzern
Sammlung:
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Erscheinungsort:
Luzern
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern

Zeitschriftenband

Titel:
nachhaltig
Sammlung:
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Erscheinungsdatum:
2021-12
Bandzählung:
8/2021
Permanente ID:
ark:/63274/zhb1499w
Link zur Quelle:
https://www.unilu.ch/fileadmin/universitaet/dienste/unikomm/dokumente/cogito/cogito_8_2021.pdf

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Cogito
  • nachhaltig (8/2021)

Volltext

61 
Zu Beginn vier Dinge, die Sie, liebe Leserinnen und Leser, 
über mich wissen müssen: Ich bin sehr dankbar, verdammt 
neugierig, schon etwas ehrgeizig und durchaus empa- 
thisch. In meinem Alltag lebe ich diese Eigenschaften und 
versuche mich zu erinnern, welche Privilegien wir an 
Universitäten geniessen: Inhalte und Perspektiven von 
führenden Professorinnen und Professoren vermittelt 
bekommen, mit Mitstudierenden Erfahrungen teilen und in 
einem letztlich sehr geschützten Raum experimentieren, 
scheitern dürfen – und das jeden Tag aufs Neue. 
Ich bin David und gehöre derjenigen Generation an, die als 
die erste mit dem Internet gross geworden ist, die – soweit 
ich mich erinnere – auch noch Nokia-, Samsung- und 
LG-Telefone (solche ohne Touch-Displays ) in der Hand 
hatte und für die das Wort «Faxgerät» noch ein Teil des 
Vokabulars ist. Aufgewachsen bin ich im ländlichen Erding 
südöstlich von München. Dort verbrachte ich die ersten 
knapp 20 Jahre meines Lebens, bevor ich mich auf Reisen 
begab. Diese führten mich durch verschiedenste Länder 
und Kulturen, brachten mich in Kontakt mit gestandenen 
Persönlichkeiten und lehrten mich insbesondere eines: 
sehr dankbar zu sein. 
Wissen generieren, Neugier stillen 
Viele der Persönlichkeiten, die mich geprägt haben, waren 
und sind Unternehmerinnen und Unternehmer. Der Wert 
dieser Personen für unsere Gesellschaft kann nicht gross 
genug eingeschätzt werden: Sie nehmen teilweise enormes 
privates und wirtschaftliches Risiko auf sich, schaffen 
Arbeitsplätze und tragen dazu bei, den Wohlstand unserer 
Gesellschaft aufrechtzuerhalten und diese durch Innova- 
tion weiterzuentwickeln. In der Wissenschaft ist man 
ebenfalls Unternehmer/in – man generiert Wissen mit dem 
tollen Nebeneffekt, die eigene Neugierde bei verschie- 
densten Themen stillen zu können. Bei der Wahl der 
Universität war für mich entscheidend, in einer und für eine 
Universität zu arbeiten, bei der ich meinen unternehme- 
rischen Spirit täglich leben kann und den Raum habe, 
eigene Ideen umzusetzen. Genau das habe ich hier in 
Luzern gefunden. Umso mehr freut es mich, dass mit der 
kürzlich kommunizierten Schärfung der Ausrichtung der 
Universität wesentliche Weichen gestellt werden, um sich 
als Bildungsinstitution im schweizerischen und europä- 
ischen Markt weiter zu etablieren (siehe Seiten 4/5). 
Als Doktorand werde ich oft gefragt, was ich eigentlich 
mache. Meine Antwort dazu ist oft: «Ich erweitere meine 
Sinne, und dies ganz gezielt.» In meiner Forschung 
untersuche ich, wie neue Technologien die Entscheidungs- 
findung von Menschen beeinflussen. Dabei lege ich den 
Fokus auf Erweiterung, nämlich die Erweiterung der 
eigenen Realität durch virtuelle Inhalte (engl. Augmented 
Reality). In der Schweiz haben auf diese Weise bereits   
mehr als 50 Pro zent der Bevölkerung ihre eigene Realität 
erweitert. Zum Beispiel durch die Verwendung von 
Alltagsanwendungen (Peak Finder oder SwissTopo), auf 
Social Media (Snapchat-Filter) oder durch virtuelle 
Produktdarstellungen (virtuelle Anprobe von Kleidern oder 
die Darstellung von Produkten). Begeisterung und zugleich 
Erstaunen löste diese Form der Erweiterung während 
meines Besuchs in Lyon im Jahr 2016 aus: Tausende 
Menschen spielten Pokémon Go. Mein Erstaunen wandelte 
sich rasch, und ich fragte mich, inwiefern Formen der 
erweiterten Realität unseren Alltag zukünftig mitgestalten 
werden. 
In den Schuhen des Gegenübers 
Ein wesentlicher Teil meines universitären Alltags ist der 
Austausch. So tausche ich mich zum Beispiel täglich mit 
Studierenden und Mitarbeitenden aus. Das Gegenüber zu 
verstehen und gleichzeitig von der Person zu lernen, 
erweitert meine Sinne. Beim Erweitern kommt es für mich 
vor allem auf Empathie an. Der Begriff kommt vom 
griechischen Wort pathos. Pathos bedeutet so viel wie 
«Leid». Beim Austausch ist es für mich essenziell, das «Leid» 
des Gegenübers zu verstehen – und dies gelingt vor allem 
dann, wenn ich «die Schuhe des Anderen anziehe». (Exkurs: 
Menschen finden andere Menschen sympathisch, weil sie 
mit ihnen mit-«leiden» (sym-pathos) können.) 
Abschliessend mein Anliegen an Sie, liebe Leserinnen und 
Leser: Seien Sie dankbar und neugierig. Dies – gepaart mit 
ein wenig Ehrgeiz und einer empathischen Haltung – ist, so 
meine Erfahrung, häufig ein Schlüssel zu Türen, die man 
glaubt, niemals öffnen zu können. 
Herzlichst, David Finken 
David Finken 
Wissenschaftlicher Assistent   
und Doktorand am Lehrstuhl von 
Professor Reto Hofstetter;   
Projektleiter der «Swiss Consumer 
Studies» (so etwa des «Swiss 
Augmented Reality Barometer», 
siehe Seite 37) www.unilu.ch/david-finken
	        

Institution

 
Zentral-und Hochschulbibliothek Luzern

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