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ungleich (11/2023)

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Deskriptive Daten

fullscreen: ungleich (11/2023)

Zeitschrift

Titel:
Cogito
Untertitel:
das Wissensmagazin der Universität Luzern
Sammlung:
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Erscheinungsort:
Luzern
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern

Zeitschriftenband

Titel:
ungleich
Sammlung:
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Erscheinungsdatum:
2023-07
Bandzählung:
11/2023
Permanente ID:
ark:/63274/zhb1hh66
Link zur Quelle:
https://www.unilu.ch/fileadmin/universitaet/dienste/unikomm/dokumente/cogito/cogito_11_2023.pdf

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Cogito
  • ungleich (11/2023)

Volltext

5 
In einem deutlichen Entscheid hat die Politik unsere Pläne 
zum Aufbau von zwei neuen Fakultäten genehmigt: eine für 
Gesundheitswissenschaften und Medizin sowie eine für 
Verhaltenswissenschaften und Psychologie. Damit können 
wir uns als abgerundete humanwissenschaftliche Universi- 
tät positionieren – als einzige in der Schweiz, aber nicht die 
einzige in der Welt. Humanwissenschaftlich heisst, dass wir 
uns getreu unserem Leitspruch «Moving Human Sciences» 
auf Menschen und ihre Institutionen fokussieren: Wie sie 
sich verhalten und wie sie ihre Welt erleben, wie sie glau- 
ben und hoffen, denken und reden, regeln und kooperieren, 
entscheiden und handeln und wie sie gesund bleiben und 
gesund werden. 
Neben den beiden neuen Fakultäten haben wir noch mit 
weiteren Schritten unser Profil geschärft: 
• Mit dem Aufbau des Fachbereichs Rehabilitation und mit 
den geplanten Masterprogrammen zu «Ethik» und zu 
«Climate Politics, Law and Economics» betonen wir die 
praktische Relevanz unserer Forschung und Lehre. 
• Mit dem neuen «Obwaldner Institut für Justizforschung 
an der Universität Luzern» in Sarnen stärken wir die 
Verankerung in der Region (siehe Seite 51). 
• Mit der ersten Diplomfeier des MAS Humanitarian 
Leadership, den wir zusammen mit dem Internationalen 
Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) organisieren, intensi- 
vieren wir die internationale Vernetzung. 
Nun geht es darum, mit der gleichen Energie weiter 
voranzuschreiten: 
• Im Bauplan der Fakultät für Gesundheitswissenschaften 
und Medizin integrieren wir Gesundheitswissenschaften 
und Medizin, verzichten wir auf teure medizinische 
Spezialisierungen, legen einen Fokus auf die Hausarzt- 
medizin und die Grundversorgung von der Wiege bis zur 
Bahre und profilieren uns im Bereich der Rehabilitation. 
Wir bündeln die bestehenden Kräfte im Raum Luzern, 
stärken den gesundheitswissenschaftlichen Charakter 
der Universität Luzern, belegen eine gesamtschweize- 
rische Nische und fangen demografische Trends auf. 
• Im Bauplan der Fakultät für Verhaltenswissenschaften 
und Psychologie ist vorgesehen, in diesem Jahr die 
Fakultät zu gründen, ein verhaltenswissenschaftliches 
Forschungslabor in Betrieb zu nehmen, mit den be- 
stehenden Professuren Wahllehrveranstaltungen 
anzubieten und die ersten neuen Professuren für 
Psychologie zu besetzen. Im Herbst 2024 startet dann 
der erste Bachelorstudiengang in Psychologie. Dabei 
streben wir drei berufsnahe Vertiefungen an, die 
schweizweit nicht oder kaum angeboten werden, die   
mit unseren bisherigen Stärken in Verbindung stehen 
und für die ein ausgewiesener Bedarf besteht: Gesund- 
heits- und Rehabilitationspsychologie, Rechtspsycho- 
logie sowie Kinder- und Jugendpsychologie. 
• Universitäre Forschungszentren für «Digitale Innovation» 
sowie «Gesundheit, Integration und Wohlbefinden» sollen 
schliesslich die entsprechenden Forschungsinitiativen 
der verschiedenen Fakultäten fördern und verknüpfen. 
Wir sind ein junges Unternehmen – gerade mal 23-jährig. 
Und wie das bei vielen Jungen so ist, haben wir grosse 
Pläne. Dabei kommt es, wie der deutsche Erfinder Werner 
von Siemens (1816–1892) gesagt haben soll, nicht darauf 
an, mit dem Kopf durch die Wand zu rennen, sondern mit 
den Augen die Türen zu finden. Und wenn wir die Türen 
dann haben, brauchen wir die richtigen Schlüssel. Es gibt 
zwei Schlüssel, die uns viele Türen öffnen: 
• Der erste Schlüssel heisst Qualität. Hier sind wir daran, 
uns weiter zu verbessern. Ausgelöst durch eine Auflage 
des Schweizerischen Akkreditierungsrates, wurde ein 
Handbuch zum Qualitätsmanagement entwickelt. Dabei 
wissen wir aber, dass nicht das Kochbuch die Qualität 
des Essens bestimmt, sondern die Köchin oder der Koch. 
Und: ein gutes Restaurant hat nicht nur eine gute Küche, 
sondern auch einen guten Service. Wir brauchen Qualität 
in der Küche und im Service! 
• Der zweite Schlüssel betrifft unsere Gemeinschaft. Wir 
sind eine persönliche Universität. Wir begegnen einan- 
der mit Achtung, Anerkennung und Wertschätzung. Ein 
besonderes Defizit besteht in der Geschlechterpropor- 
tion, denn in der Professorenschaft ist der Frauenanteil 
immer noch viel zu klein. Da müssen sich alle aktiv 
engagieren! 
Wir wissen, was zu tun ist. Jetzt müssen wir es einfach tun. 
Das werden nicht immer glatte Strassen sein, sondern oft 
auch Wege, die noch niemand ging. Aber damit hinterlas- 
sen wir Spuren und wirbeln nicht einfach nur Staub auf, wie 
der französische Schriftsteller und Pilot Antoine de Saint 
Exupéry (1900–1944) einmal bemerkte. Ich danke allen für 
ihren Einsatz, und für unseren weiteren Weg wünsche ich 
uns allen viel Kraft, Gesundheit und Vertrauen – in uns, um 
uns und über uns. 
Deutliches Ja des Kantonsparlaments zu zwei neuen 
Fakultäten: Meilenstein erreicht – doch die Reise ist damit noch 
nicht zu Ende. Rektor Bruno Staffelbach blickt zurück und 
zeigt den weiteren Weg der Entwicklung der Universität auf. 
MIT DER GLEICHEN 
ENERGIE WEITER 
Bruno Staffelbach 
Rektor der 
Universität Luzern 
1. Uni-FC Luzern am Ball: Motiv aus 
dem druckfrischen Jahresbericht, in 
dem Spitzenfussball als Bildmetapher 
verwendet wird (siehe Seite 55).
	        

Institution

 
Zentral-und Hochschulbibliothek Luzern

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