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ungleich (11/2023)

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Deskriptive Daten

fullscreen: ungleich (11/2023)

Zeitschrift

Titel:
Cogito
Untertitel:
das Wissensmagazin der Universität Luzern
Sammlung:
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Erscheinungsort:
Luzern
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern

Zeitschriftenband

Titel:
ungleich
Sammlung:
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Erscheinungsdatum:
2023-07
Bandzählung:
11/2023
Permanente ID:
ark:/63274/zhb1hh66
Link zur Quelle:
https://www.unilu.ch/fileadmin/universitaet/dienste/unikomm/dokumente/cogito/cogito_11_2023.pdf

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Cogito
  • ungleich (11/2023)

Volltext

7 
Miteinander dominiert 
In anschaulichen Schilderungen regt der Autor zu einem 
neuen Blick auf die Natur an und beschreibt, wie sich die 
Menschen in Sachen Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit 
an der Pflanzenwelt orientieren können. Aus Sicht der 
Pflanzen werden die vom Menschen geschaffenen 
hierarchisch strukturierten Systeme kritisiert und der 
ganzheitlichen Struktur der Pflanzen gegenübergestellt. Es 
ist erstaunlich zu erkennen, wie gut unterschiedliche 
Pflanzen zusammen funktionieren, indem sie ausschliess- 
lich auf dezentrale und modulare Organisationsformen 
setzen. 
Eine Botschaft zieht sich wie ein roter Faden durch das 
Buch: von den Pflanzen lernen. Das beinhaltet den Aufruf 
zu Kooperation und nachhaltigem Wirtschaften ebenso wie 
die Ablehnung von Hierarchien und die Freiheit, «ohne 
Einschränkung zu leben und sich zu bewegen», sowie den 
Appell zu gegenseitiger Hilfe als Mittel des Zusammen- 
lebens und des Fortschritts. Ein Buch, das zeigt, welche 
Chancen sich uns Menschen bieten, wenn es uns gelingt, 
eine neue Perspektive auf die Pflanzenwelt zuzulassen. 
Wie wäre es, wenn die Pflanzenwelt eine eigene Nation mit 
Rechten und Gesetzen bildete? Dieser spannenden 
Überlegung widmet sich der Pflanzenforscher Stefano 
Mancuso. Durchaus mit einem Augenzwinkern werden 
faszinierende Thesen und darauffolgende Argumentatio- 
nen nachvollziehbar und auch für Nicht-Botanikerinnen wie 
mich zu einer Art «pflanzlicher Philosophie» verwoben, was 
den speziellen Reiz dieses Buches ausmacht. 
Die Ausführungen sind vor allem deshalb bemerkenswert, 
weil biologische Fakten mit politischen und gesellschaft- 
lichen Überlegungen verknüpft werden. Mancuso betrach- 
tet Pflanzen als Teil einer Nation und beschreibt sieben 
Prinzipien pflanzlichen Zusammenlebens, auf denen diese 
Nation basiert. Dies reicht von der Erkenntnis, dass die 
Erde die gemeinsame Heimat allen Lebens ist, bis hin zur 
Feststellung, dass die Nation der Pflanzen keine Grenzen 
kennt. 
Gelesen 
Tanja Hirschmüller 
Administrative 
Assistentin an 
der Professur für 
Philosophie an der 
Theologischen 
Fakultät 
DIE NATION DER 
PFLANZEN 
Stefano Mancuso 
Die Pflanzen und 
ihre Rechte. Eine 
Charta zur Erhaltung 
unserer Natur 
Klett Cotta, Stuttgart 
2021 (ital. Erst - 
ausgabe 2019)
	        

Institution

 
Zentral-und Hochschulbibliothek Luzern

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