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Archäologie des Früh- bis Spätmittelalters am Sempachersee

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Deskriptive Daten

fullscreen: Archäologie des Früh- bis Spätmittelalters am Sempachersee

Monografie

Titel:
Archäologie des Früh- bis Spätmittelalters am Sempachersee
Untertitel:
Wandel einer Kulturlandschaft zwischen Spätantike und Hochmittelalter
Urheber*in:
Auf der Maur, Christian
Mitwirkender:
Gobet, Erika
Sammlung:
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Reihe:
Archäologische Schriften Luzern (Bd. 16.2)
Dokumenttyp:
Monografie
Erscheinungsdatum:
2016
Verlag:
Kantonaler Lehrmittelverlag
Erscheinungsort:
Luzern
Kanton:
Luzern
Geographikum:
Sempach
Sempacher See
Sursee
Schlagwort:
Archäologie
Stadt
Funde
Mittelalter
Ausgrabung
Permanente ID:
ark:/63274/zhb1f61vj
Anmerkung:
Open Access
In Copyright 1.0
Lizenz:
In Copyright 1.0
Umfang:
1 Online-Ressource

Volltext

Brandfarbe im Kern ist dunkelgrau und zeigt aussen und 
innen reoxidiert rötlich-hellbraune resp. braungraue Ober- 
flächen. Der helle Glimmer unterscheidet sich von dem übli- 
chen Goldglimmer der rauwandigen Drehscheibenware. 
Gemäss den Schmauchspuren dürfte das Gefäss zum Ko- 
chen verwendet worden sein. Aufgrund der Brandfarben 
könnte es sich um spätere Ware handeln, weisen doch die 
älteren Stücke eine einheitlichere, graue Brandfarbe auf 
(vgl. Kat. 362). Mangels grösserer Stückzahl können aller- 
dings keine verlässlichen Antworten dazu gegeben werden. 
Sandig-körnige, überdrehte Ware 
Nur gerade zwei Scherben können dieser Waren- 
art zugeordnet werden. Die Randscherbe Kat. 538 weist 
feine Drehrillen auf, womit eine Verwendung der Töpfer- 
drehscheibe angezeigt wird. Die Randform zeigt einen lan- 
gen, gerundeten Trichterrand an. Er sieht der Form R2 nach 
Marti 
ähnlich.524 
Die relativ einheitliche bzw. homogene 
Magerung setzt sich aus Sandkörnern und wenigen gro- 
ben Körnern zusammenund unterscheidet sich in der Korn- 
grösse her deutlich von der sonstigen Grobkeramik. Der 
Glimmeranteil erscheint dabei relativ hoch, da er – im Ge- 
gensatz zur restlichen glimmer haltigen Keramik, wie z. B. 
der rauwandigen Dreh schei ben ware – sich auch im Bruch 
gehäuft zeigt. Der re du zierte Brand ist nun überaus hart, 
was auch am hellen Klingen des Scherbens zu erkennen ist. 
Leider kann die Scherbe keinem Befund zugeteilt werden, 
da sie nach dem Baggerabtrag auf der Oberfläche des 
anstehenden Bodens gefunden wurde. Trotzdem muss her- 
vorgehoben werden, dass sie gerade in Nähe der ande- 
ren, vermutlich derselben Ware angehörenden dünnwandi- 
gen Wandscherbe Kat.  390 gefunden wurde. Sie ist im 
Gegensatz zu Kat.  538 unregelmässig und weicher ge- 
brannt und weist von Dunkelgrau ins Beige wechselnde 
Brandfarben auf. Ebenso ist die Matrix des Tones feiner 
und die Magerung in geringerer Dichte, jedoch in ganz 
ähnlicher Zusammensetzung und mit grossem Glimmer- 
anteil, vorhanden. Auffallend ist zudem das Fehlen von 
Drehrillen an der Innen- wie auch an der Aussenwandung. 
Dafür ist die Oberfläche v. a. innen relativ fein bis glatt ver- 
strichen. Sie ist daher nicht genauer als sandige überdrehte 
oder sandig-körnige überdrehte Ware 
einzuordnen.525 
Ebenfalls nicht auszuschliessen ist die Zuordnung zur (hand- 
geformten) Glimmerware (vgl. 
Kat. 80).526 
524 
  Marti 2000, 232f. 
525 
  Marti 2000, 230–232; Marti et al. 2013, 196. 
526 
  Marti et al. 2013, 198. 
Der Zeitansatz der Keramik ist unsicher. Das Auftauchen sol- 
cher Keramik ist in der Nordwestschweiz frühestens ins 
8. 
Jh. 
zu datieren. Die Randform von Kat. 538 ist dabei erst im 
9. 
Jh. zu beobachten. Diese leider unsichere Zuordnung 
lässt demnach nur eine grobe Datierung in die Siedlungs- 
phasen S3 bis S5 der Nordwestschweiz zu, also zwischen 
dem 
8. 
und dem 
10. 
Jh. 
Hoch- und spätmittelalterliche Keramik 
Ein Sonderfall stellt Kat. 77 dar. Die Randscherbe 
eines Bechers zeigt einen steilen Rand mit Lippe, der oben 
horizontal abgestrichen ist. Darin ist ein Stichdekor ange- 
bracht. Eine Pa ral lele in Rand- und Dekorform ist aus der Kir- 
che St. Nikolaus bei Lausen-Bettenach BL von einem Napf 
bekannt, der dort zusammen mit Keramik des 
11. 
Jh. gefun- 
den 
wurde.527 
Mit der Randscherbe Kat. 571 kann ein einzi- 
ges Beispiel von stadtgründungszeitlicher Keramik genannt 
werden. Es stammt von einem Topf mit Leistenrand. Leider 
handelt es sich dabei um einen Streufund. 
Aus der Grabenverfüllung 1152 stammt ein Keramikfragment 
einer Schüssel mit nach aussen gelegter Fahne und Wellenli- 
niendekor. Die fein gemagerte Scherbe ist oxidiert gebrannt. 
Dieser Typ von Keramik ist in der Region bisher unbekannt. 
Die besten Vergleichsbeispiele finden sich in Schaffhausen 
(u. a. aus Stein a. Rh. SH und Schaffhausen 
SH).528 
Dort wer- 
den sie in die zweite Hälfte des 
13. 
bis in die erste Hälfte des 
14. 
Jh. datiert. 
3.10. 
Datierung und Überlegungen   
zur chronologischen Einteilung der 
Siedlungsphasen 
Überlegungen zur Phaseneinteilung: Die frühmit- 
telalterliche Besiedlung des Areals Sursee-Mülihof wird in 4 
Phasen (Phasen 
1–4) 
eingeteilt. Diese Phasen wurden nach 
Besiedlungsvorgängen zusammengestellt, die auf Massnah- 
men basieren, die das Siedlungsgepräge beeinflussten. 
Die den Phasen zugeordneten Strukturen können stratigra- 
phisch und dadurch relativchronologisch untereinander in 
Beziehung gesetzt werden. Absolute Datierungsmöglichkei- 
ten würden uns in dieser Hinsicht die Hölzer der Uferverbau- 
ungen und Flussablagerungen der Sure liefern, wären die 
527 
  Marti 2000, 159, Taf. 178.10 (Kat. 10). 
528 
  Homberger/Zubler 2010, 106, SR3. 
Kapitel C  137
	        

Institution

 
Zentral-und Hochschulbibliothek Luzern

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