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Archäologie des Früh- bis Spätmittelalters am Sempachersee

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Deskriptive Daten

fullscreen: Archäologie des Früh- bis Spätmittelalters am Sempachersee

Monografie

Titel:
Archäologie des Früh- bis Spätmittelalters am Sempachersee
Untertitel:
Wandel einer Kulturlandschaft zwischen Spätantike und Hochmittelalter
Urheber*in:
Auf der Maur, Christian
Mitwirkender:
Gobet, Erika
Sammlung:
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Reihe:
Archäologische Schriften Luzern (Bd. 16.2)
Dokumenttyp:
Monografie
Erscheinungsdatum:
2016
Verlag:
Kantonaler Lehrmittelverlag
Erscheinungsort:
Luzern
Kanton:
Luzern
Geographikum:
Sempach
Sempacher See
Sursee
Schlagwort:
Archäologie
Stadt
Funde
Mittelalter
Ausgrabung
Permanente ID:
ark:/63274/zhb1f61vj
Anmerkung:
Open Access
In Copyright 1.0
Lizenz:
In Copyright 1.0
Umfang:
1 Online-Ressource

Volltext

stratigraphischen Schichtzusammenhänge zwischen Sied- 
lungs areal und Flussbereich intakt. Ursache für die fehlende 
Schichtrelation sind einerseits jüngere Bodenabtragungen, 
andererseits die schwierige Lesbarkeit der Schichtverläufe 
vor Ort. Die Planieschichten scheinen zudem im Uferbe- 
reich auszulaufen, was eine direkte Schichtrelation verun- 
möglicht (Planbeilage 4 und 
5, 
P12/27). Immerhin ist kein 
stratigraphischer Widerspruch bei einer relativen Gleich- 
zeitigkeit der Ablagerungsvorgänge sowohl in der Sure 
als auch im Siedlungsbereich erkennbar. Die Funde – allen 
voran die typologisch gut erfasste Keramik – spielen da- 
bei eine Rolle in der relativen Beziehung untereinander. 
Dabei ist festzustellen, dass die den Phasen 1 und 2 zuzu- 
ordnenden Keramikfunde nur selten aus zeitgleichen Be- 
fundlagen stammen. Vielfach sind sie in umgelagertem 
Zustand aus dem Bereich der Sureablagerungen gebor- 
gen worden. Für die Phase 3 ändert sich diese Situation 
mit der Zunahme von Grubenhäusern und deren fundrei- 
chen Verfüllungen. An dieser Stelle ist auch auf die Schwie- 
rigkeit der Erstellung einer regionalen Keramiktypologie 
hinzuweisen. In erster Linie basiert sie auf Vergleichen mit 
Regionen der Nordwest- und Nordostschweiz, deren chro- 
nologischer Aufbau sich zum Teil anhand von Grabfunden 
abstützen kann. Diese Möglichkeit ist im Raum Zentral- 
schweiz nicht vorhanden, da die Sitte der Grabbeigabe 
von Gefässen fehlt. 
Die Problematik der Radiokarbondatierung an Holzkohle- 
und anderen organischen Proben ist an dieser Stelle eben- 
falls zu erörtern. Selten wurden in situ Befundlagen (Pfos- 
tenreste, Feuerstellen, Brand- oder Nutzungshorizont etc.) 
an getroffen, die eine sichere Datierung einer Struktur ge- 
währleisteten. Deshalb wurde neben dem Kriterium des aus- 
sagekräftigen Befundes auch eine quantitative Messreihe 
hergestellt. Insgesamt wurden 28 Proben zur Radiokarbon- 
datierung eingeschickt 
(Anhang).529 
Davon verweisen vier 
in die vorrömische und eines in spätmittelalterliche Zeit. Die 
restlichen 23 Messungen reichen von Mitte des 
3. 
Jahrhun- 
derts n. Chr. bis um 
1100. 
Die Messproben wurden nach 
Befunden ausgewählt. Bei den meisten handelt es sich um 
Holzkohlestücke aus Verfüllungen, die sowohl als Proben- 
529 
  Davon wurden 18 Proben von der damaligen Grabungsleitung zur Analyse 
eingeschickt und 10 während der Auswertung der vorliegenden Arbeit durch den 
Autor. 
typ schwierig einzugrenzen als auch in ihrer Fundlage nicht 
eindeutig einzuordnen sind. Weder ist klar, welchen Jahr- 
ringen innerhalb des Holzes das Stück entstammt, noch ob 
es sich um Altholz handelt noch ob die Holzkohle umgela- 
gert worden war und dadurch nicht in einem ursprünglichen 
Zusammenhang mit der Nutzung oder Auflassung der 
Struktur 
stand.530 
Der Beginn und die relative Häufigkeit der 
Datierungen in spätrömische Zeit bis ins 
5. 
Jh. kann einer- 
seits auf Altholz, andererseits auf Verwendung von Holz 
aus der in der Spätantike aufkommenden Wiederbewal- 
dung 
stammen.531 
Bei Sursee-Mülihof gibt es keine direkten 
Hinweise auf eine Besiedlung zu dieser Zeit. Begehungen 
oder kleinflächige Rodungsaktivitäten sind allerdings nicht 
auszuschliessen, treffen wir doch, wie wir gesehen haben, 
im Bereich des vicus auf eine Kontinuität bis mindestens ins 
4., 
eventuell 
5. 
Jh., mit dem Grubenbefund von Sursee-Cen- 
tralstrasse gar ins frühe 
6. 
Jh. (vgl. Kap. C.4.2). 
Eine weitere angewandte Datierungsmethode betrifft die 
schon erwähnte dendrochronologische Analyse der Hölzer 
aus dem Surelauf (Anhang). Von insgesamt 328 untersuchten 
Hölzern wurden 66 einer näheren dendrochronologischen 
Analyse unterzogen. 26 Hölzer konnten in frühmittelalterli- 
che Zeit datiert werden, davon 9 mit unsicherer Datierung 
(b-datiert). Schlussendlich ergaben von diesen 26 Hölzern 
wiederum nur fünf Hölzer mit Splintholz oder Waldkante ein 
genaueres Fälldatum, wovon letztendlich auch hier nur drei 
sicher datiert sind 
(a-datiert).532 
Als Beginn der Siedlungsphase 1 tritt uns die erste Planie- 
rungs- und Aufschüttungsmassnahme mit Schicht 24 entge- 
gen. Ein erster Weg sowie Reste von Pfostengruben sind 
Bestandteil dieser Siedlungsphase. In Phase 2 wird in dem- 
selben Areal erneut aufgeschüttet (Schicht 
26). 
Der Weg 
bleibt bestehen und neue Pfostenbauten treten auf. Mit der 
Siedlungsphase 3 fassen wir die grösstmögliche Siedlungs- 
ausdehnung, die sich mit dem relativen Fundreichtum bes- 
ser umreissen lässt. Aber auch sie kann nicht direkt mit den 
Flussablagerungen bzw. -verbauungen in stratigraphische 
Relation gesetzt werden. Die folgende Phase 4 ist geprägt 
von einem Rückgang von Befunden mit Ausnahme der 
530 
  U. a. Andreas Scharf, Radiokarbondatierung in der Frühgeschichte: Methode und 
methodische Probleme, Bericht d. bayer. Bodendenkmalpflege 54, 2013, 381–387, 
bes. 386f. 
531 
  Dies wird auch für ähnliche Beobachtungen in der Nordwestschweiz angenommen 
(freundlicher Hinweis von Reto Marti). 
532 
  Walder 2013. 
138  Kapitel C
	        

Institution

 
Zentral-und Hochschulbibliothek Luzern

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