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Archäologie des Früh- bis Spätmittelalters am Sempachersee

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Deskriptive Daten

fullscreen: Archäologie des Früh- bis Spätmittelalters am Sempachersee

Monografie

Titel:
Archäologie des Früh- bis Spätmittelalters am Sempachersee
Untertitel:
Wandel einer Kulturlandschaft zwischen Spätantike und Hochmittelalter
Urheber*in:
Auf der Maur, Christian
Mitwirkender:
Gobet, Erika
Sammlung:
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Reihe:
Archäologische Schriften Luzern (Bd. 16.2)
Dokumenttyp:
Monografie
Erscheinungsdatum:
2016
Verlag:
Kantonaler Lehrmittelverlag
Erscheinungsort:
Luzern
Kanton:
Luzern
Geographikum:
Sempach
Sempacher See
Sursee
Schlagwort:
Archäologie
Stadt
Funde
Mittelalter
Ausgrabung
Permanente ID:
ark:/63274/zhb1f61vj
Anmerkung:
Open Access
In Copyright 1.0
Lizenz:
In Copyright 1.0
Umfang:
1 Online-Ressource

Volltext

Pfostenbau 
17: 
Die Funde ergeben keine Anhalts- 
punkte für eine Datierung. Relativchronologisch liefert hinge- 
gen die stratigraphische Überlagerung des älteren Pfosten- 
baus Pfb 10 durch Pfb 17 einen terminus post. Insgesamt 
existieren vier kalibrierte C14-Proben von Holzkohlestücken 
aus den Pfostengruben von Pfb 
17. 
Zwei stammen aus der 
Pfostengrube 1003 und zwei aus der Pfostengrube 
994. 
Während die beiden ersten den Datierungsraum 
214–421 
bzw. 
322–533 
n. Chr. angeben, reichen die beiden anderen 
Proben in die Jahre 
337–542 
bzw. 
536–687 
n. 
Chr.540 
Hier- 
bei liefert uns Letzteres einen terminus post der Auflassung, 
der demnach zwischen dem zweiten Drittel des 
6. 
und dem 
dritten Viertel des 
7. 
Jh. liegt, mit Schwerpunkt in der ersten 
Hälfte des 
7. 
Jh. Der Pfostenbau dürfte demnach vor dem 
dritten Viertel des 
7. 
Jh. anzusetzen sein. 
Graben 
477: 
Zwei aus der Verfüllung stammende 
Tierknochen wurden C14-datiert und bei beiden gab es 
eine übereinstimmende kalibrierte Datierung. Demnach dürf- 
te der Graben frühestens irgendwann zwischen dem mittle- 
ren Drittel des 
6. 
und dem Ende des 
7. 
Jh. verfüllt worden 
sein.541 
Er scheidet die beiden Strassenphasen 1 und 
2, 
in- 
dem er Erstere stört und von Letzterer überdeckt wird. Damit 
lässt sich ein zeitlicher Unterbruch zwischen den beiden 
Strassenphasen herauslesen. 
Grubenhaus 
1193: 
Eine C14-Datierung einer Holz- 
kohle aus dem älteren Verfüllbereich ergibt einen Datierungs- 
zeitraum zwischen 381 und 583 n. Chr. als terminus post.542 
Die Wandscherbe einer sandigen Drehscheibenware da- 
tiert die Verfüllung etwas jünger, womöglich ins fortgeschrit- 
tene 
7. 
Jh. 
Grubenhaus 
1238: 
Ein Holzkohlestück aus der 
jüngsten Verfüllung 1217 wurde C14-datiert, was einen ter- 
minus post der Verfüllung im Zeitraum vom letzten Drittel des 
7. 
bis zum dritten Viertel des 
8. 
Jh. 
ergibt.543 
Die relativ späte 
Datierung kann auch daher rühren, dass die Holzkohle vom 
jüngeren, überlagernden GH 
1188a 
stammen könnte. 
540 
  ETH-31669: 1730 ± 45 BP, cal. 214–421 AD (99,3%); ETH-31670: 1650 ± 45 BP, 
260–281 AD (6,6%), 322–533 AD (92,3%); ETH-31672: 1620 ± 45 BP, 337–542 AD 
(98,0%); ETH-31673: 1430 ± 50 BP, 536–687 AD (100,0%). 
541 
  ETH-31665: 1395 ± 45 BP, cal. 559–693 AD (97,1%); ETH-31666: 1435 ± 55 BP,   
cal. 529–690 AD (97,1%). 
542 
  Vermutlich handelt es sich um verkohlte Essensreste eines aus der Verfüllung 
geborgenen Keramikgefässes, ETH-31664: 1595 ± 50 BP, cal. 381–583 AD (95,3%). 
543 
  Poz-53255: 1290 ± 30 BP, cal. 663–775 AD (95,4%). 
Grubenhauskomplex 1188 
Grubenhaus 
1188a: 
Die C14-Datierung eines 
Holzkohlestücks aus der Verfüllung des darunterliegenden, 
älteren Grubenhauses GH 1238 ergab einen Datierungs- 
raum zwischen dem letzten Drittel des 
7. 
und dem dritten 
Viertel des 
8. 
Jh. Damit datiert das GH 
1188a 
frühestens ins 
letzte Drittel des 
7. 
Jh. 
Grubenhaus 
1188c: 
Aufgrund der stratigraphi- 
schen Überlagerung von vier Grubenhäusern an derselben 
Stelle muss hier mit einer zeitlich engen Abfolge gerechnet 
werden. Wenn die Verfüllung des ältesten Grubenhauses 
frühestens im letzten Drittel des 
7. 
Jh. geschah, so dürften die 
drei folgenden Bauten noch bis ins frühe 
8. 
Jh. hinein nachei- 
nander angelegt worden sein. Gegen eine späte Datierung 
der Grubenhausverfüllung spricht auch die grautonige 
Wandscherbe der sandigen Drehscheibenware Kat.  362 
nicht. Neben dem Stück aus GH 1193 stellt sie der einzige 
gut nachweisbare Import aus der Region Basel dar. 
Grubenhaus 
428: 
Als jüngste Struktur ist aufgrund 
der Funde GH 428 zu bewerten. Die mandelförmige Perle, 
die Riemenzunge aus Knochen und vor allem der Nietsporn 
sind Beleg für eine Datierung ins späte 
7. 
bzw. beginnende 
8. 
Jh. (vgl. Kap. C.3.9.1.8), weshalb die Auflassung wohl in 
JM III reicht. Der östlich anschliessende Nutzungshorizont 
418 lässt das Grubenhaus stratigraphisch mit der Strassen- 
phase 2 gleichsetzen. 
Datierung der Uferverbauungen: Der Beginn 
der älteren Uferverbauung kann nicht genauer den Sied- 
lungsphasen 1 oder 2 zugeordnet werden. Ein weiteres Pro- 
blem stellt allgemein die schwierige Abgrenzung zwischen 
der älteren und der jüngeren Verbauung dar. Das älteste, 
datierbare Holz verweist ins Jahr 504 n. Chr., dürfte aber 
jünger sein, da es weder Splintholz noch Waldkante auf- 
weist. Es kann stratigraphisch weder der älteren noch der jün- 
geren Verbauung zugeordnet werden. Gerade die schwieri- 
ge stratigraphische Einordnung sowie das mehrheitliche 
Fehlen der Waldkante bzw. Splintholz verunmöglicht eine 
Zuordnung vieler Hölzer zu einer Verbauung. Letzteres ge- 
mahnt zur Vorsicht, älter datierte Hölzer nicht automatisch 
auch zur älteren Uferverbauung zählen zu lassen. Beispiel- 
haft kann dies anhand der beiden Pfähle 11 und 18 illustriert 
werden: sie sind auf 516 resp. 518 n. Chr. a-datiert, gemäss 
Kapitel C  141
	        

Institution

 
Zentral-und Hochschulbibliothek Luzern

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