ZentralGut Logo
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Archäologie des Früh- bis Spätmittelalters am Sempachersee

InC.Solo.dark

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

RightsStatements: Urheberrechtsschutz. You can find more information here.

Deskriptive Daten

fullscreen: Archäologie des Früh- bis Spätmittelalters am Sempachersee

Monografie

Titel:
Archäologie des Früh- bis Spätmittelalters am Sempachersee
Untertitel:
Wandel einer Kulturlandschaft zwischen Spätantike und Hochmittelalter
Urheber*in:
Auf der Maur, Christian
Mitwirkender:
Gobet, Erika
Sammlung:
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Reihe:
Archäologische Schriften Luzern (Bd. 16.2)
Dokumenttyp:
Monografie
Erscheinungsdatum:
2016
Verlag:
Kantonaler Lehrmittelverlag
Erscheinungsort:
Luzern
Kanton:
Luzern
Geographikum:
Sempach
Sempacher See
Sursee
Schlagwort:
Archäologie
Stadt
Funde
Mittelalter
Ausgrabung
Permanente ID:
ark:/63274/zhb1f61vj
Anmerkung:
Open Access
In Copyright 1.0
Lizenz:
In Copyright 1.0
Umfang:
1 Online-Ressource

Volltext

ihrer strati graphischen Einbindung jedoch der jüngeren Ver- 
bauung zuzuschreiben. Ebenso kann eine Verwendung von 
Altholz nicht ausgeschlossen werden. Der Blick auf das Dia- 
gramm aller dendrodatierten Hölzer zeigt einen kontinuierli- 
chen Ausbau der Verbauungen von der Siedlungsphase 1 
bis 3 (Anhang). Es ist keine Zäsur festzustellen, die eine ge- 
nauere Differenzierung erlauben würde. Innerhalb dieser 
Situation hilft die Bestimmung der abgelagerten Schichten 
weiter. 
Mehrere liegende Hölzer aus Eiche konnten an der Ober- 
fläche von Schichtposition 5 geborgen werden. Leider ste- 
hen sie zumeist im Zusammenhang mit dem Beginn der jün- 
geren Ablagerungen 35 und 46 des Niedrigwasserbetts. 
So reichen denn auch die Datierungen (a- und b-Datierun- 
gen mit und ohne Splint) dieser Hölzer von der Mitte des 
6. 
bis ins zweite Viertel des 
7. 
Jh. Das Brett 112 von der Ober- 
kante der Schicht 34 datiert ins Jahr 
577, 
allerdings ohne 
Waldkante (vgl. Anhang). Eine ähnliche Datierung ins Jahr 
574 weist auch das Lattenfragment 113 aus Eiche ohne 
Waldkante auf. Die Ablagerung Pos. 5 als auch die stra- 
tigraphisch folgende, zur älteren Uferverbauung gehörende 
Ablagerung 34 können deshalb nur mit einem terminus ante 
etwas genauer erfasst werden. Wie wir weiter unten sehen 
werden, kann die jüngere, auf Pos. 34 folgende Ablagerung 
Pos. 35 um 600 angesetzt werden (vgl. Kap. C.3.6.5.12.). 
Das heisst, dass der Ablagerungsprozess des homogenen 
Auenlehms 5 spätestens im Verlauf der zweiten Hälfte des 
6. 
Jh. abschloss. Obschon das Holz 24 stratigraphisch nicht 
direkt mit diesen Ablagerungen in Verbindung gebracht wer- 
den kann, ist seine Datierung ins Jahr 589 n. Chr. – dem ein- 
zigen, leider unsicher datierten Holz des 
6. 
Jh. mit Waldkan- 
te – als Hinweis für die Verbauungsaktivitäten in der zweiten 
Hälfte des 
6. 
Jh. zu verstehen. 
Die jüngere Uferverbauung steht im Zusammenhang mit 
dem Ablagerungsvorgang der Pos. 
35. 
Ihr Beginn kann 
nicht genauer gefasst werden. Es gibt zwei liegende Ei- 
chenhölzer aus der Sondierung S4.A, die möglicherweise 
von der Oberkante Pos. 34 und der Unterkante Pos. 35 
stammen (Hölzer 112 und 
113). 
Sie datieren ohne Splintholz 
in die Jahre 574 resp. 576 n. Chr. Gemäss der Splintholzsta- 
tistik könnte dabei ein Fälldatum um 600 belegt werden. 
Während die kalibrierte C14-Datierung zwischen 529 und 
659 n. Chr. des in Pos. 35 eingetieften Pfostens 9 (Verzug in 
Pos. 
35) 
dies 
unterstützt,544 
wird das Ablagerungsende im 
544 
  ETH-31663: 1475 ± 45 BP, cal. 464–501 AD (5,2%), 529–659 AD (92,0%). 
Verlauf des ersten Drittels des 
7. 
Jh. durch den Beginn des 
überlagernden Schichtpakets 
41/46/47/48 
im zweiten Vier- 
tel des 
7. 
Jh. genauer eingegrenzt. Dieser Beginn kann mit 
zwei Eichenhölzern 82 und 95 bestimmt werden. Beide da- 
tieren mit je 3 Splintjahrringen ins Jahr 609 n. Chr. Gemäss 
der Splintholzstatistik erhalten wir ein korrigiertes Fälljahr, 
das ins zweite Viertel des 
7. 
Jh. 
reicht.545 
Dies korreliert mit 
dem Pfahl 
15, 
der mit dem Schichtpaket existiert haben dürf- 
te.546 
Er datiert mit unsicherer Waldkante ins Jahr 621 n. Chr. 
Derselbe Pfahl wird schlussendlich von der nachfolgenden 
Pos. 4 überdeckt. 
Der Beginn der Ablagerung Pos. 4 ist wiederum schwieriger 
zu fassen. Er muss sicherlich nach dem zweiten Viertel des 
7. 
Jh. 
angesetzt werden. Damit ergänzen die in der Ablagerung 
aufgefundenen tonnenförmigen Perlen sehr gut die in der 
Nordwestschweiz gemachte Beobachtung der Häufigkeit 
dieses Typs in Gräbern des ersten Drittels des 
7. 
Jh. (s.o.). Die 
Keramik muss nicht unbedingt schichtdatierend sein, da Um- 
lagerungen nicht auszuschliessen sind. Drei Randscherben 
von Töpfen (Kat. 74, 75 und 
76) 
sind allgemein dem 
7. 
Jh. 
zuzuweisen. Eine vierte Randscherbe Kat. 77 eines Bechers 
ist allerdings bemerkenswert. Ob damit alleine eine Ablage- 
rungsdauer der Pos. 4 bis ins Hochmittelalter belegt werden 
kann, ist unsicher. 
Datierung Phase 4: Eine genaue Zeitangabe für 
diesen Zeitraum ist aufgrund fehlender Befunde und Funde 
nicht möglich. Der Beginn wird mit dem Rückgang der Sied- 
lung gegen Ende des 
7. 
Jh. bzw. Anfang 
8. 
Jh. angenommen. 
Die Strasse der Strassenphase 2 wird dabei kontinuierlich 
genutzt (vgl. Kap.  C.3.6.7.1). Gemäss dem Hufeisenfund 
Kat. 293 dürfte dies bis in hochmittelalterliche Zeit gesche- 
hen sein. Unterstützt wird dies durch den parallel verlaufen- 
den Graben 
308.D. 
Die radiokarbondatierte Holzkohle aus 
der Verfüllung verweist auf das 
10. 
bis erste Hälfte 
12. 
Jh., mit 
Schwerpunkt 
10. 
bis erste Hälfte 
11. 
Jh. 
Die wenigen Siedlungsbefunde zeigen ebenfalls eine Nut- 
zung des Geländes im ausgehenden Früh- bzw. beginnen- 
den Hochmittelalter. Das Grubenhaus GH 1235 wie auch die 
Gruben weisen keine datierbaren Funde auf. Dagegen er- 
gab die C14-Datierung einer Holzkohle aus der Grubenhaus- 
verfüllung einen Zeitraum zwischen 778 und 997 n. 
Chr.547 
Demnach kann die Grube frühestens im späten 
8. 
Jh. verfüllt 
worden sein. Die beiden Keramikfunde Kat. 390 – in situ aus 
545 
  Das Splintholz umfasst in der Regel 10 bis 30 Jahrringe, vgl. Eberschweiler et al. 
2007 (wie Anm. 109). 
546 
  Pfahlverzug in Pos. 41. 
547 
  ETH-31671: 1140 ± 50 BP, cal. 778–997 AD (100,0%). 
142  Kapitel C
	        

Institution

 
Zentral-und Hochschulbibliothek Luzern

Downloads

Downloads

Ganzer Datensatz

ALTO TEI Volltext PDF (komprimiert) PDF (Originalgröße) Mirador

Diese Seite

PDF Bild Vorschau Bild Klein Bild Mittel Bild Master ALTO TEI Volltext Mirador

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Formate und Verlinkungen

Formate und Verlinkungen

Die Metadaten stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Außerdem gibt es Links zu externen Systemen.

Formate

METS MARC XML Dublin Core

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Zitieren

Zitieren

Folgende Zitierlinks stehen für das gesamte Werk oder die angezeigte Seite zur Verfügung:

Ganzer Datensatz

RIS

Diese Seite

Zitierempfehlung

Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie viele Buchstaben hat "Goobi"?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.