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Archäologie des Früh- bis Spätmittelalters am Sempachersee

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Deskriptive Daten

fullscreen: Archäologie des Früh- bis Spätmittelalters am Sempachersee

Monografie

Titel:
Archäologie des Früh- bis Spätmittelalters am Sempachersee
Untertitel:
Wandel einer Kulturlandschaft zwischen Spätantike und Hochmittelalter
Urheber*in:
Auf der Maur, Christian
Mitwirkender:
Gobet, Erika
Sammlung:
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Reihe:
Archäologische Schriften Luzern (Bd. 16.2)
Dokumenttyp:
Monografie
Erscheinungsdatum:
2016
Verlag:
Kantonaler Lehrmittelverlag
Erscheinungsort:
Luzern
Kanton:
Luzern
Geographikum:
Sempach
Sempacher See
Sursee
Schlagwort:
Archäologie
Stadt
Funde
Mittelalter
Ausgrabung
Permanente ID:
ark:/63274/zhb1f61vj
Anmerkung:
Open Access
In Copyright 1.0
Lizenz:
In Copyright 1.0
Umfang:
1 Online-Ressource

Volltext

der Planieschicht 
495 – 
und vor allem Kat. 538 als Streufund 
bezeugen als einzige Vertreter von Siedlungsfunden die 
Nutzung des Areals noch im 
8. 
bzw. 
9. 
Jh. 
Ein wichtiger Beleg für die Phase 4 stellen zuletzt die drei Kin- 
dergrablegen in einem Kleinfriedhof dar. Die C14-Datierun- 
gen aller drei Bestattungen weisen in den Zeitraum zwischen 
dem späten 
7. 
und dem 
9./10. 
Jh., mit Schwerpunkt im 
8. 
und 
9. Jh.548 
Sie sind im Zusammenhang mit der weiteren Nut- 
zung der Strassenphase 2 und mutmasslich dem Bereich ei- 
ner Siedlung mit GH 1235 zu sehen. 
Datierung Phase 
5: 
Der Bau der Strassenphase 3 
ist über die Funde zu datieren. Die Wellenrandhufeisen aus 
der Kofferung und dem Belag verweisen den Bau ins Hoch- 
mittelalter. Die beiden einzigen Exemplare ohne Stollen 
Kat. 396 und dasjenige aus dem Graben 416 Kat. 456 deu- 
ten eine Nutzung des Strassenbelages vielleicht im 
10. 
oder 
11. 
Jh. an. Dies stimmt ungefähr mit dem Ende von Strassen- 
phase 2 überein. Der Wellenrand ist bei Kat. 397 und 398 
hingegen schon nicht mehr ausgeprägt. 
Der Ausbau mit der Strassenphase 4 wiederum wird durch 
den Stachelsporn und mehrere Hufeisen, u. a. mit Mondsi- 
chelform, in die Zeit zwischen dem 
12. 
und 
13./14. 
Jh. ge- 
setzt. Die zahlreichen Funde des Frühmittelalters überra- 
schen hingegen nicht, wenn man bedenkt, dass die Strasse 
mitten durch eine aufgelassene frühmittelalterliche Siedlung 
führt. Die Auflassung wird mit dem die Strasse schneidenden 
Graben 
307.D 
angedeutet (vgl. Kap. C.3.7.2.1). 
Graben 
1152: 
Die parallele Ausrichtung und Res- 
pektierung der alten Strassenachse lässt sowohl an eine 
Koexistenz von Graben und Strassenphase 4 als auch an 
eine eventuell späte Koexistenz von Graben und Strassen- 
auflassung der Strassenphase 5 denken. Eine in der Verfül- 
lung des Grabens 1152 stammende Scherbe Kat. 498 einer 
Schüssel mit nach aussen gelegter Fahne und Wellenlinien- 
dekor dürfte in die zweite Hälfte des 
13. 
bis erste Hälfte des 
14. 
Jh. 
datieren.549 
Datierung Phasen 6 bis 
7: 
Der Beginn der Stras- 
senauflassung kann nur grob aufgrund der Funde aus der 
Strassenphase 4 umrissen werden. Demnach dürfte dieser 
nach dem 
13. 
bzw. frühen 
14. 
Jh. anzusetzen sein. Im Nor- 
548 
  Grab 1 ETH-44347: 1245 ± 30 BP, cal. 680–870 AD (2 ); Grab 2 ETH-44348: 
1190 ± 30 BP, cal. 710–750 AD (2,9%), 760–900 AD (88,7%), 920–950 AD (3,8%); 
Grab 3 ETH-44349: 1090 ± 30 BP,  cal. 890–1020 AD (2 ); ETH-45065: 1295 ± 75 
BP, cal. 600–900 AD (2 ). 
549 
  Homberger/Zubler 2010, 24 (Typ SR 3). 
den wird das zur Sure hin abbiegende Strassenstück durch 
den Graben 
307.D 
gestört, was die Auflassung der Strasse 
zumindest in diesem Bereich bewirkt. Die kalibrierte C14-Da- 
tierung einer aus der Grabenverfüllung stammenden Holz- 
kohle ergab einen terminus post der Auflassung des späten 
8. 
bis 
10. Jh.550 
Durch den Widerspruch mit der Funddatie- 
rung dürfte es sich hierbei wohl um eine umgelagerte Holz- 
kohle handeln. 
Flusslauf 
476.D: 
Der Flusslauf durchpflügte die Ver- 
landungssedimente Pos. 3 und 4 des alten Surearms. Die 
Flechtwerkverbauung 
475.D 
entlang des nördlichen Uferbe- 
reichs lieferte eine kalibrierte C14-Datierung mit einem Zeit- 
raum von 1450 bis 
1650.551 
Damit lässt sich die Nutzung des 
Flusslaufs in spätmittelalterlich bis frühneuzeitliche Zeit setzen. 
Die aus den jüngeren Ablagerungssedimenten stammen- 
den Keramikstücke vervollständigen das Bild der Auflassung 
des Flusslaufs im Verlauf des 
17. 
Jh. Aus der ältesten Ablage- 
rung 
108.D 
stammen zwei Wandscherben von glasierten 
Gefässen. Die Scherbe eines geschlossenen Gefässes 
weist grüne, verwitterte Glasur auf weisser Engobe auf. Sie 
dürfte grob ins 
15./16. 
Jh. 
datieren.552 
Die andere dürfte 
von einem Teller oder einer Schüssel stammen und ist mit 
ursprünglich roter Glasur auf weissem Malhorndekor verse- 
hen. Solcher Dekor kann ins 
17. 
Jh. gesetzt werden. Eine 
Bodenscherbe eines dritten scheibengedrehten Gefässes 
von kreidigem, hellbraunem Ton hat eine unregelmässig 
braune bis dunkelbraune Oberflächenfarbe und ist eben- 
falls 
neuzeitlich.553 
Es dürfte sich vermutlich um ein geschlos- 
senes Gefäss handeln. Die weitere Verfüllung mit organi- 
schem Lehm Pos. 
102.D 
enthielt ein Bügelfragment einer auf 
weisser Engobe grünglasierten Bügelkanne mit Fingertup- 
fenleisten.554 
Bestätigung findet die Auflassung dieses Fluss- 
laufs beim Zehntenplan von 
1784, 
da dieser auf dem Plan 
nicht mehr festgehalten worden ist (Abb. 
21). 
Kontextualisierung der Phasen 1 bis 4 
Phase 1 und 
2: 
In den ersten beiden Phasen sind 
die Planierungsmassnahmen, welche das Gelände urbar 
machen sollten, die Uferverbauung entlang des westlichen 
Surearms und der Weg als Charakteristika zu nennen. Die 
Funde aus diesen beiden Phasen sind hingegen nicht sehr 
zahlreich und zumeist in umgelagertem Zustand zu uns ge- 
550 
  ETH-33002: 1170 ± 45 BP, cal. 720–750 AD (2,9%), 760–990 AD (92,5%). 
551 
  ETH-33005: 325 ± BP, cal. 1450–1650 AD (95,4%). 
552 
  Depot KA Luzern, Inv.Nr. 871.D.189.4, 871.D.278.1, Boschetti-Maradi 2006, 114. 
553 
  Depot KA Luzern, Inv.Nr. 871.D.189.1–3/.5–6. 
554 
  Depot KA Luzern, Inv.Nr. 871.D.200.1, Boschetti-Maradi 2006, 81f., 114. 
Kapitel C  143
	        

Institution

 
Zentral-und Hochschulbibliothek Luzern

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