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Egolzwil 3

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Deskriptive Daten

fullscreen: Egolzwil 3

Monografie

Titel:
Egolzwil 3
Untertitel:
die Keramik der neolithischen Seeufersiedlung
Urheber*in:
De Capitani, Annick
Mitwirkender:
Sormaz, Trivun
Stöckli, Werner E.
Seifert, Mathias
Sammlung:
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Reihe:
Archäologische Schriften Luzern (Bd. 15.1)
Dokumenttyp:
Monografie
Erscheinungsdatum:
2013
Verlag:
Kantonaler Lehrmittelverlag
Erscheinungsort:
Luzern
Geographikum:
Egolzwil
Kanton Luzern
Schlagwort:
Archäologie
Neolithikum
Permanente ID:
ark:/63274/zhb1p310w
Anmerkung:
Open Access
In Copyright 1.0
Umfang:
1 Online-Ressource (223 Seiten)

Volltext

110 
In etwa 25 m Entfernung wurde 1975–1977 ein weiterer Sondierschnitt 
angelegt338, 
in dem aus dem untersten Teil des Schichtpaketes (Schicht 3) erneut Funde dieser 
Zeitstellung geborgen 
wurden.339 
Dazu gehören wohl auch einige Streufunde aus 
diesen 
Grabungen.340 
Zwei dünne, von einem Seekreideband separierte Schichten 
weisen hier auf eine mögliche Mehrphasigkeit der cortaillodzeitlichen Hinterlas- 
senschaften 
hin.341 
Obschon überhaupt nicht gesichert ist, dass alle abgebildeten Funde zur gleichen 
Siedlungsphase gehören, werden sie im Folgenden zusammenfassend behandelt. 
In die Frühphase der Cortaillodkultur weisen Töpfe, die mit Leistensegmenten ver- 
ziert 
sind342, 
einer sogar mit Henkel, aber auch solche mit 
Knubbenleisten343 
oder 
umlaufenden 
Fingertupfenleisten344. 
Auch für ein Beispiel, bei dem eine randstän- 
dige Fingertupfenzier mit einer Knubbe am Hals kombiniert ist, gibt es Parallelen 
in den früh-cortaillodzeitlichen Schichten des Kleinen 
Hafners.345 
Ansonsten sind 
Töpfe mit rand- oder leicht unterrandständigen Knubben vorhanden, die ebenfalls 
gut in diese Zeitphase 
passen.346 
Auch ein Kugelgefäss ist belegt: Auf der Schulter 
sitzt hier eine durchbohrte Knubbe, aber möglicherweise handelt es sich dabei um 
den Bestandteil einer 
Ösenleiste.347 
Für zwei weitere Gefässfragmente liegen vom 
Kleinen Hafner kaum ähnlich geartete Objekte 
vor.348 
Aus Schicht 3 wurde auch eine Schale 
geborgen.349 
Wie bereits erwähnt, kommen 
Schalen in den früh-cortaillodzeitlichen Ensembles des Kleinen Hafners noch nicht 
vor. Sie treten erst in der älteren Cortaillodkultur auf (Schicht 4D). Falls alle abge- 
bildeten Gefässe von Meilen-Schellen zusammengehören, so sind sie ein weiteres 
Mal an den Übergang von der frühen zur älteren Cortaillodphase zu datieren. Aus 
der untersten Schicht von Schnitt II wurde eine Holzkohle datiert (Abb. 145). Alt- 
holzeffekt ist möglich, aber das Datum bestätigt eine Zeitstellung der cortaillodzeit- 
lichen Schicht(en?) vor 4000 v. Chr. 
5.4.11. Meilen-Im Grund ZH 
1967/68 wurde in dieser Fundstelle am Rand einer bereits ausgebaggerten Rinne 
ein kleiner Sondierschnitt angelegt, der den Nachweis von drei durch Seekreide 
getrennten Kulturschichten 
erbrachte.350 
Die beiden oberen datieren aus der Pfy- 
ner und der Horgener Zeit, während die unterste nach Ausweis der spärlichen 
Funde351 
sowie eines 
Streufundes352 
der frühen Cortaillodkultur zuzuweisen ist. 
Leider konnten keine Pfähle der untersten Schicht datiert werden. 
Es liegen zwei 
Kugelgefässe353 
vor, beide auf der Schulter mit verzierten Leisten- 
segmenten bestückt, wie wir es vom Kleinen Hafner, Schicht 4C, 
kennen354. 
Das 
komplette Beispiel trägt unter dem Rand zwei Brillenösen, die nicht gegenstän- 
dig, sondern beide auf einer Seite angebracht wurden. Ein recht gut vergleich- 
bares Gefässbruchstück liegt aus Schicht 4A des Kleinen Hafners 
vor.355 
Nur der 
Schicht 4A–C beziehungsweise 4C–D als Ganzes zugewiesen werden können zwei 
weitere Exemplare mit einer Brillenöse unter dem 
Rand.356 
Von zwei Topffragmenten hat nur das eine einen Boden. Er ist flach, was am 
Kleinen Hafner erstmals in Schicht 4B auftaucht. Aus dem Rand dieses Gefässes 
wurden Knubben herausgestrichen, was ebenfalls erstmals in Schicht 4B belegt 
ist.357 
Offenbar war der Topf neben rand- aber zusätzlich mit unterrandständigen 
Knubben geschmückt. Dieser Kombination begegnen wir in Schicht 4C–D wie- 
der.358 
Daneben gibt es ein Randfragment von einem Topf mit horizontal und verti- 
kal angeordneten 
Fingertupfenleisten359, 
was wiederum in Schicht 4B 
vorkommt360. 
Aufgrund der Vergleichsfunde ist für das Ensemble von Meilen-Im Grund also am 
ehesten eine Parallelisierung mit den Schichten 4B oder 4C des Kleinen Hafners 
angezeigt. 
5.4.12. Männedorf-Strandbad ZH 
Auch von Männedorf-Strandbad wurde Keramik der frühen Cortaillodkultur 
vorgelegt.361 
Leider haben die Autoren aber überhaupt keine Anhaltspunkte zum 
Befund und zur Fundlage der Gefässe publiziert. Es bleibt völlig unklar, ob alle 
abgebildeten Gefässe zu einem Inventar gehören. Allenfalls handelt es sich auch 
um Lesefunde. 
338 
 Altorfer/Conscience 2005, Abb. 5, Feld E; 
präziser Feld Ea (Altorfer/Conscience 2005, 
Abb. 14). 
339 
 Altorfer/Conscience 2005, Taf. 1,5–11. 
340 
 Altorfer/Conscience 2005, Taf. 1,12.13. 
341 
 Altorfer/Conscience 2005, Abb. 19. 
342 
 Altorfer/Conscience 2005, Taf. 1,1.12. Ver- 
gleiche Kleiner Hafner, Schicht 4A (Suter 1987, 
Taf. 10,16; 9,2; Stöckli 2009, Taf. 2,6). 
343 
 Altorfer/Conscience 2005, Taf. 1,4. Verglei- 
che z. B. Kleiner Hafner, Schicht 4A–B (Suter 
1987, Taf. 9,7). 
344 
 Altorfer/Conscience 2005, Taf. 1,5. Verglei- 
che Kleiner Hafner, Schicht 4A (Suter 1987, Taf. 
9,5; Stöckli 2009, Taf. 2,2). 
345 
 Altorfer/Conscience 2005, Taf. 1,6. Verglei- 
che Kleiner Hafner, Schicht C–D (Suter 1987, 
Taf. 23,1). 
346 
  Altorfer/Conscience 2005, Taf. 1,2.3.8. 
Vergleiche z. B. Kleiner Hafner, Schicht 4B 
(Suter 1987, Taf. 11,1–7; Stöckli 2009, Taf. 
2,19.21.22.25.26.27.28). 
347 
 Altorfer/Conscience 2005, Taf. 1,13. Verglei- 
che Kleiner Hafner, Schicht 4B (Suter 1987, Taf. 
12,6.7; Stöckli 2009, Taf. 2,30.31). 
348 
 Altorfer/Conscience 2005, Taf. 1,7.10. 
349 
Altorfer/Conscience 2005, Taf. 1,9. 
350 
 Kustermann/Ruoff 1980, Abb. 3. 
351 
Kustermann/Ruoff 1980, Taf. 34,1; Abb. 
5,1.3.4. 
352 
 Kustermann/Ruoff 1980, Taf. 34,2; Abb. 5,2. 
353 
Kustermann/Ruoff 1980, Taf. 34,1.2; Abb. 
5,2.3. 
354 
 Suter 1987, Taf. 24,1; Stöckli 2009, Taf. 2,47. 
355 
 Suter 1987, Taf. 12,1; Stöckli 2009, Taf. 2,8. 
356 
 Suter 1987, Taf. 12,4; 23,10. 
357 
 Bei Suter 1987 nicht abgebildet. 
358 
 Suter 1987, Taf. 21,9. 
359 
 Kustermann/Ruoff 1980, Abb. 5,4. 
360 
 Suter 1987, Taf. 10,8. Dieser Topf ist auch 
mit vertikalen Leisten geschmückt, was aus der 
Abbildung nicht ersichtlich ist. 
361 
 Kustermann/Ruoff 1980, Abb. 5,5–8.
	        

Institution

 
Zentral-und Hochschulbibliothek Luzern

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