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Egolzwil 3

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Deskriptive Daten

fullscreen: Egolzwil 3

Monografie

Titel:
Egolzwil 3
Untertitel:
die Keramik der neolithischen Seeufersiedlung
Urheber*in:
De Capitani, Annick
Mitwirkender:
Sormaz, Trivun
Stöckli, Werner E.
Seifert, Mathias
Sammlung:
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Reihe:
Archäologische Schriften Luzern (Bd. 15.1)
Dokumenttyp:
Monografie
Erscheinungsdatum:
2013
Verlag:
Kantonaler Lehrmittelverlag
Erscheinungsort:
Luzern
Geographikum:
Egolzwil
Kanton Luzern
Schlagwort:
Archäologie
Neolithikum
Permanente ID:
ark:/63274/zhb1p310w
Anmerkung:
Open Access
In Copyright 1.0
Umfang:
1 Online-Ressource (223 Seiten)

Volltext

111 
Ein Kugelgefäss mit drei mehrfach perforierten Ösenleisten auf der 
Schulter362 
passt von der zeitlichen Einstufung her gut zu einem 
Brillenösenfragment363. 
Beide 
haben Parallelen in den Schichten 4A–4C des Kleinen 
Hafners.364 
Ohne ähnliches 
Gegenstück in diesen Ensembles ist ein Randfragment mit einem Henkel, aus 
dem oben eine Knubbe 
herauswächst.365 
Diese Kombination ist sehr typisch für 
die Ensembles 1–3 der Grotte des Planches-près-Arbois im französischen 
Jura.366 
Schlecht beurteilen lässt sich ein weiteres 
Gefäss.367 
Das Bruchstück muss in der 
Aufsicht völlig falsch orientiert sein, denn der Schnitt ist viel länger. Am ehesten 
handelt es sich wohl um eine Flasche mit einem Henkel auf dem Bauch. Diese 
Gefässform ist auch in den Schichten 4A–4C 
bezeugt.368 
Bei einem weiteren Bruch- 
stück dürfte es sich um ein Schalenfragment 
handeln.369 
Schalen kommen – wenn 
man von einem nur unsicher in Schicht 4C stratifizierten Stück absieht – erst ab 
Schicht 4D vor. Sofern die Keramik von Männedorf-Strandbad einen geschlosse- 
nen Komplex darstellt, dürfte dieser in die Übergangsphase zwischen der frühen 
und der älteren Cortaillodkultur zu datieren sein. 
5.4.13. Lenzburg-Goffersberg AG 
Das Gräberfeld von Lenzburg wurde 1959 bei Bauarbeiten 
entdeckt.370 
Nachdem 
der Bagger einige Gräber bereits partiell zerstört hatte und weitere Bauarbeiten 
bevorstanden, entschloss man sich zur Untersuchung der fraglichen Zone durch 
das Schweizerische Landesmuseum. Die Gräber wurden in den Jahren 1959/60 «en 
bloc» geborgen und anschliessend im Labor ausgegraben. 
Die Nekropole ist zweigeteilt in eine ältere Belegungsphase mit 16 Steinkisten- 
gräbern einerseits und eine wesentlich jüngere Grossgrabanlage andererseits, auf 
die hier nicht eingegangen wird. In den Steinkistengräbern wurden bis auf eine 
Ausnahme mehrere Tote bestattet; die Anzahl variiert zwischen fünf und siebzehn 
Individuen. 
Die Gräber 1, 10, 13, 15 und 17 enthielten Keramik. In drei Fällen sind es nur so 
wenige Scherben, dass sie sich zeitlich nicht einordnen 
lassen.371 
Nur aus den Grä- 
bern mit den Nummern 13 und 17 hat man je ein zwar kleines, aber einigermassen 
aussagekräftiges Inventar geborgen. 
In Grab 17 wurden sieben Menschen 
beigesetzt.372 
Man kann zwei Bestattungspha- 
sen unterscheiden; die Keramik ist der jüngeren Phase zuzuweisen. Die Scherben 
sind dünnwandig und datieren entweder aus der Egolzwiler oder der frühen Cortail- 
lodkultur.373 
Es sind Henkelfragmente sowie abgeplatzte Leisten und Knubben vor- 
handen, wie sie sowohl in Egolzwil 3 als auch in Cham-Eslen vorkommen. Denkbar 
ist allenfalls auch eine Parallelisierung mit Schicht 4A des Kleinen Hafners, nicht 
aber mit den jüngeren Schichten dieser Station, weil Henkel dort fast nicht mehr 
belegt sind. Leider liegen für Grab 17 keine C14-Daten vor. 
Grab 13 enthielt die Reste von mindestens siebzehn 
Individuen.374 
Zwei Bestat- 
tungshorizonte sind durch eine sterile Schicht getrennt. Sämtliche Keramik wurde 
aus dem oberen Horizont geborgen. Sie kann zeitlich etwas präziser eingestuft 
werden als die Keramik aus Grab 17. Ausgehend von drei Kugelgefässfragmenten 
mit Brillenösen oder gelochten Ösenleisten ist nur eine Zeitstellung parallel zu 
Cham-Eslen oder in der frühen Cortaillodkultur 
möglich.375 
Ein C14-Datum von ei- 
nem Zahn eines Verstorbenen aus dem oberen Bestattungshorizont bestätigt diesen 
Ansatz (Abb. 145). 
Zwei weitere Gräber sind C14-datiert (Nr. 8 und 12; Abb. 145). Leider enthielten sie 
keine Keramik. Die Datierung liegt in beiden Fällen um 4300 v. Chr. 
Aufgrund der Keramik und der C14-Daten steht also fest, dass mindestens ein Teil 
der Bestattungen in der frühen Cortaillodkultur anzusetzen ist. Vermutlich können 
einige Bestattungen auch in die Egolzwiler Kultur datiert werden. 
5.4.14. Mumpf-Kapf AG 
Die Fundstelle Mumpf-Kapf ist eine direkt am Rhein gelegene, mehrmals besie- 
delte Geländeterrasse im Aargauer 
Fricktal.376 
In den 1930er-Jahren wurde hier 
erstmals gegraben, weitere Untersuchungen folgten 1991. Insbesondere aus den 
Altgrabungen liegt ein grosses Fundinventar vor. Es stammt mehrheitlich aus einer 
362 
 Kustermann/Ruoff 1980, Abb. 5,6. 
363 
 Kustermann/Ruoff 1980, Abb. 5,8. 
364 
 Kugelgefäss: Suter 1987, Taf. 12,5.8; Stöckli 
2009, Taf. 2,9; Brillenöse: Suter 1987, Taf. 12,1.4; 
23,10; Stöckli 2009, Taf. 2,8. 
365 
 Kustermann/Ruoff 1980, Abb. 5,7. 
366 
  Pétrequin et al. 1985; Stöckli 2009, Taf. 
156,28–70. 
367 
 Kustermann/Ruoff 1980, Abb. 5,5. 
368 
 Suter 1987, Taf. 13,5.9–12; Stöckli 2009, Taf. 
2,12.29.34.36. 
369 
 Kustermann/Ruoff 1980, Abb. 5,9. 
370 
 Wyss/Scheffrahn 1998. 
371 
 De Capitani 2007b, fig. 10. 
372 
 Wyss/Scheffrahn 1998, 92ff. 
373 
 de Capitani 2007b, fig. 11. 
374 
 Wyss/Scheffrahn 1998, 66ff. 
375 
 De Capitani 2007b, fig. 12. 
376 
 Harb 2009.
	        

Institution

 
Zentral-und Hochschulbibliothek Luzern

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