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Egolzwil 3

Zugriffsbeschränkung

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Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Deskriptive Daten

fullscreen: Egolzwil 3

Monografie

Titel:
Egolzwil 3
Untertitel:
die Keramik der neolithischen Seeufersiedlung
Urheber*in:
De Capitani, Annick
Mitwirkender:
Sormaz, Trivun
Stöckli, Werner E.
Seifert, Mathias
Sammlung:
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Reihe:
Archäologische Schriften Luzern (Bd. 15.1)
Dokumenttyp:
Monografie
Erscheinungsdatum:
2013
Verlag:
Kantonaler Lehrmittelverlag
Erscheinungsort:
Luzern
Geographikum:
Egolzwil
Kanton Luzern
Schlagwort:
Archäologie
Neolithikum
Permanente ID:
ark:/63274/zhb1p310w
Anmerkung:
Open Access
In Copyright 1.0
Umfang:
1 Online-Ressource (223 Seiten)

Volltext

112 
grossen, tiefen Senke, die damals als Wohngrube gedeutet 
wurde.377 
Die Belegungs- 
phasen reichen vom Mesolithikum über das frühe Jungneolithikum, die Horgener 
und schnurkeramische Kultur, die späte Bronzezeit bis in die Hallstattzeit. An die- 
ser Stelle ist aber nur die Keramik des frühen Jungneolithikums von Interesse. 
Das Fundmaterial ist reichhaltig. Leider wurde es zu einem grossen Teil während 
unzulänglich dokumentierter Altgrabungen in den 1930er-Jahren geborgen, oder es 
handelt sich um Streufunde. Fast alle unverzierten Wandscherben und ein grosser 
Teil der Bodenscherben wurden nach damaligen Gepflogenheiten 
entsorgt.378 
Weil 
die Funde grösstenteils keinen Befunden mehr zuweisbar sind, wurden sie soweit 
möglich anhand charakteristischer Merkmale verschiedenen Zeitstufen zugewiesen. 
Ein Teil der Keramik ist dünnwandig, mit Henkeln, Knubben oder Leisten versehen 
und datiert aus dem ausgehenden 5. Jahrtausend v. 
Chr.379 
Die zeitliche Tiefe des 
Inventars lässt sich aber nur schwer abschätzen. Es versteht sich von selbst, dass 
Bruchstücke mit Henkeln oder den eben beschriebenen Verzierungen gegenüber un- 
verzierten Rand-, Wand- oder Bodenstücken völlig übervertreten sind, sodass quan- 
titative Untersuchungen der meisten Merkmale von vornherein ausgeschlossen sind. 
Die 
Wanddickenmittelwerte380 
passen am besten zu jenen vom Kleinen Hafner, 
Schicht 4 A und B (siehe Abb. 141). Sie beruhen aber auf sehr wenigen Messungen; 
ob sie repräsentativ sind, lässt sich schwer entscheiden. Auch die wenigen Böden 
legen eine Datierung in die frühe Phase der Cortaillodkultur nahe. Wahrschein- 
lich waren ursprünglich vor allem Rundböden vorhanden, die zusammen mit den 
Wandscherben ausgemustert 
wurden.381 
Daneben sind aber auch 
abgeflachte382 
und 
sogar flache 
Böden383 
belegt, was wiederum gut zu den Schichten 4A und 4B des 
Kleinen Hafners passt. 
Da es sich um ausgelesene Keramik handelt, kann die Anzahl Henkel nicht in Be- 
zug gesetzt werden zu den Randscherben, aber Erstere scheinen sehr zahlreich vor- 
handen zu sein – zu zahlreich für eine Parallelisierung mit dem frühen Cortaillod. 
Wie in Schicht 5A des Kleinen Hafners hat es in Mumpf-Kapf deutlich mehr Henkel 
als Knubben, während dies in Schicht 4A des Kleinen Hafners genau umgekehrt 
ist. Die Henkelhäufigkeit spricht dafür, dass nicht nur Fundmaterial des frühen 
Cortaillod, sondern auch solches der Egolzwiler Kultur vorhanden ist. 
Auffällig ist, dass die Henkel fast durchwegs klein sind. Es ist davon auszugehen, 
dass die Löcher gebohrt wurden. Ihr Durchmesser wurde direkt aus den Abbildun- 
gen heraus gemessen. Das Spektrum reicht von 0,5 bis 1,5 cm; der Mittelwert liegt 
bei 0,75 cm (n=46). Die Werte sind also mit jenen des Kleinen Hafners, Schicht 5A, 
vergleichbar, aber deutlich kleiner als in Egolzwil 3, was auf eine Ausrichtung von 
Mumpf-Kapf Richtung Zürichsee hinweist. 
Wie in den Schichten 5A, 5B und 4A–4C des Kleinen Hafners gibt es keine rand- 
ständigen Henkel. Bei einigen Scherben, die zu Töpfen gehören müssen, befinden 
sie sich unter dem 
Rand384, 
bei einem grossen Topf mit geschweifter Mündung unter 
dem 
Hals385, 
was sowohl in Egolzwil 
3386 
wie auch in Cham-Eslen und Schicht 4A des 
Kleinen Hafners 
vorkommt.387 
Einige Henkel sitzen auf 
Bauchscherben.388 
Es dürfte 
sich dabei um Fragmente von Flaschen handeln, die sowohl in den Ensembles der 
Egolzwiler wie auch in jenen der frühen Cortaillodkultur belegt sind. 
Knubben scheinen zahlreicher zu sein als Leisten, was wieder für eine stärkere 
Anbindung an den Zürichsee als an das Wauwilermoos spricht. In einem Fall ist eine 
Knubbe mit einer Leiste 
kombiniert389, 
was in Egolzwil 3 
vorkommt390, 
aber auch 
in Schicht 4A des Kleinen 
Hafners391. 
Für eine 
Doppelknubbe392 
gibt es ebenfalls 
Parallelen in Egolzwil 
3393, 
aber auch in den in Schichten 5A, 4A und 4B des Klei- 
nen 
Hafners394. 
Zudem sind mehrere Leistensegmente 
vorhanden.395 
Vergleichs- 
beispiele finden sich in Egolzwil 
3396, 
Cham-Eslen und den Schichten 
5A397, 
4A und 
4B398 
des Kleinen Hafners. Ob in Mumpf-Kapf auch Leisten belegt sind, die ganz 
um das Gefäss umlaufen, lässt sich aufgrund der Fragmentierung der Scherben 
nicht beurteilen. 
Mit einer 
Ausnahme399 
(siehe unten) sitzen die Verzierungen nie am Rand der 
Gefässe, sondern darunter, was in der Egolzwiler Kultur die Regel ist, aber auch in 
der frühen Cortaillodkultur häufig vorkommt. Nur in einem Fall ist die Lage der 
Verzierung in Bezug auf den Henkel auszumachen: Eine Knubbe befindet sich auf 
der Höhe des oberen 
Henkelansatzes400, 
was wiederum gut zur Egolzwiler Kultur 
passt, aber auch in der frühen Cortaillodkultur möglich ist. 
377 
 Harb 2009, 11f. 
378 
 Harb 2009, 14. 
379 
 Harb 2009, Kat. 1–11.26–27.29–31.46–50.52– 
58.70–76.79–213. 
380 
 Randscherbe: 5,8 mm (n=75); Wandscher- 
be: 6,2 mm (n=186); Harb 2009, 22. 
381 
  Harb 2009, 21. 
382 
 Harb 2009, Kat. 70.135. 
383 
 Harb 2009, Kat. 137.138. 
384 
 Harb 2009, Kat. 31.108.109. 
385 
 Harb 2009, Kat. 104. 
386 
 Kat.-Nr. 17.139.191.194. 
387 
 Suter 1987, Taf. 9,6; Stöckli 2009, Taf. 2,13. 
388 
 Harb 2009, Kat. 87.88.96.99. 
389 
 Harb 2009, Kat. 9. 
390 
 Kat.-Nr. 191. 
391 
 Suter 1987, Taf. 10,1; Stöckli 2009, Taf. 2,5. 
392 
 Harb 2009, Kat. 167. 
393 
 Z. B. Kat.-Nr. 87–91. 
394 
 In Suter 1987 nicht abgebildet. 
395 
 Harb 2009, Kat. 5.9.176.178. 
396 
 Z. B. Kat.-Nr. 37–43. 
397 
 In Suter 1987 nicht abgebildet. 
398 
 Suter 1987, Taf. 10,16; Stöckli 2009, Taf. 2,6 
(Schicht 4A); Suter 1987, Taf. 10,14; Stöckli 
2009, Taf. 2,24 (Schicht 4B). 
399 
 Harb 2009, Kat. 133. 
400 
 Harb 2009, Kat. 132.
	        

Institution

 
Zentral-und Hochschulbibliothek Luzern

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