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Wauwil "Station25/Sandmatt"

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Deskriptive Daten

fullscreen: Wauwil "Station25/Sandmatt"

Monografie

Titel:
Wauwil "Station25/Sandmatt"
Untertitel:
eine spätpaläolithische Fundstelle im Wauwilermoos
Urheber*in:
Nielsen, Ebbe H.
Mitwirkender:
Affolter, Jehanne
Sammlung:
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Reihe:
Archäologische Schriften Luzern (Bd. 8)
Dokumenttyp:
Monografie
Erscheinungsdatum:
1999
Verlag:
Kantonsarchäologie
Erscheinungsort:
Luzern
Kanton:
Luzern
Permanente ID:
ark:/63274/zhb1h10t9
Anmerkung:
Open Access
In Copyright 1.0
Lizenz:
In Copyright 1.0
Umfang:
1 Online-Ressource (83 Seiten)

Volltext

1 Herkunft der Rohstoffe 
Methode 
Die m·eisten Verkieselungen sind aus einer Umbildung 
von Kalksedimenten entstanden. Diese Verwandlung 
der Kalkablagerungen entsteht durch das Eindringen 
von kieselhaltigem Wasser. Die Komponenten wurden 
meistens nicht aufgelöst, sondern nur urnkristallisiert. 
Aus diesem Grunde kann man die mikrofaziellen 
Methoden der Kalkanalyse auch bei den Silices 
anwenden. Da der Feuerstein mit nasser Oberfläche 
durchsichtig ist, sind die Beobachtungen unter der 
Binokularlupe möglich. Dieses Verfahren hat auch den 
Vorteil, dass es die Artefakte nicht zerstört, wie dies 
bei der aufwendigen Herstellung von Dünnschliffen 
der Fall wäre (Die Feuersteinhärte liegt ungefahr 
bei 7 auf der Mohs'schen Skala). 
Die Kalk-, und somit auch die Feuerstein-Analyse 
beruht auf der Bestimmung ihrer sedimentologischen 
"Mikrofazies". Die "Mikrofazies" entspricht den 
gesamten sedimentologischen und paläontologischen 
Merkmalen eines Sedimentgesteines, das heisst: die 
Textur, die Ablagerungsstrukturen, die Versteinerungs­ 
und Detritus-Bestandteile. Sie widerspiegeln die 
jeweilige Ablagerungsumwelt.Anhand ihrer Bestim­ 
mung ist es somit möglich, die Entwicklung der 
"Paläogeographie" in den geologischen Altersstufen 
zu verfolgen. 
Durch die Bestimmung der Mikrofazies der Sediment­ 
gesteine kann man deshalb herausfinden, wann und 
wo sich die Feuersteine gebildet haben. Damit ist es 
oft möglich, den geologischen Ursprung eines archäo­ 
logischen Artefaktes sehr genau zu bestimmen. 
Erhaltungszustand des Inventars 
Die meisten Artefakte der hier vorgelegten Fundstelle 
haben stark erodierte Kanten.Auf einigen Stücken ist 
nur eine Kante erodiert. Es handelt sich meistens um 
"rezente" ( d.h. nachdem die Artefakte verworfen 
worden sind) Absplitterungen, die durch Bewegungen 
im Boden entstanden sind. Einige unpatinierte 
Artefakte, die in der Regel auch nur wenig gerollt 
sind, gehören wahrscheinlich einer jüngeren Phase an. 
Diese Annahme wird durch die Anwesenheit von 
neolithischen Geräten bestätigt. 
Der grösste Teil der Abrollung musste hiermit zwischen 
dem Spätpaläolithikum und dem Neolithikum statt­ 
gefunden haben, denn sonst wären die neolithischen 
Artefakte auch stark gerollt. 
]ehanneAffolter, Neuchdtel 
Patina 
Vier verschiedene Patinas, die z. T. zusammen auf 
einem Artefakt auftreten können, sind im Material 
nachgewiesen worden. 
1: weisse Patina; 
die Oberfläche ist mehr oder weniger undurchsichtig 
(normale Luftpatina) 
2: graue Patina; 
die Oberfläche ist durchsichtiger 
(normale Wasserpatina) 
3: bräunliche Patina; 
entwickelt sich durch Lagerung in eisenhaltigem Lehm. 
4: "desertvarnish"; 
ist vom Wind verursacht und tritt auf Stücken auf, die 
länger an der Oberfläche liegen. 
Vorhandene Rohstoffe 
Aus zeitlichen Gründen konnten nur 263 der 
973 Silices - hauptsächlich Geräte - analysiert werden. 
Davon sind 248 patiniert und gerollt. Ein Exemplar 
erwies sich als nicht bestimmbar, die übrigen verteilen 
sich auf die folgenden Rohmaterialtypen 
Silextyp: 114 
Patiniert: 1 U npatiniert: 0 Total: 1 
Makroskopische Kennzeichen 
Färbung: 10YR7/4;2,SYS/2 
Aussehen: heterogen, undurchsichtig, glatt 
Rinde: Dicke variabel, weiss, rot oder braun, 
mit scharfen Grenzen nach aussen, 
jedoch manchmal unscharfen nach 
mnen 
Form: reguläre oder irreguläre Knollen 
Mikroskopische Kennzeichen 
Textur: meistens Mudstone, manchmal auch 
Wackestone bis Packstone 
Komponente 
Häufigkeit: 
Rundung: 
Grösse: 
Kategorien 
Bioklasten: 
5 bis 30% 
Klasse 4 
bis 1 cm 
Algen, spärliche Foraminiferen 
(Textulariden), Spongienspikula, 
Muscheln, Seeigelstacheln 
(Bruchstücke) 
Strukturen: Bioturbation; Geoden 
Schlussfolgerung: mariner Bereich, Strandfazies 
Geologische Herkunft: Alle "Noir-Bois" und 
"Les Aiges" JU, Kimmeridge 
77
	        

Institution

 
Zentral-und Hochschulbibliothek Luzern

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