ZentralGut Logo
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Nottwil, Kapelle St. Margrethen

InC.Solo.dark

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

RightsStatements: Urheberrechtsschutz. You can find more information here.

Deskriptive Daten

fullscreen: Nottwil, Kapelle St. Margrethen

Monografie

Titel:
Nottwil, Kapelle St. Margrethen
Untertitel:
Ergebnisse der Bauforschung
Urheber*in:
Manser, Jürg
Mitwirkender:
Carlen, Georg
Sammlung:
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Reihe:
Archaeologische Schriften Luzern (Bd. 2)
Dokumenttyp:
Monografie
Erscheinungsdatum:
[1993]
Verlag:
Kantonsarchaeologie Luzern
Erscheinungsort:
Luzern
Kanton:
Luzern
Geographikum:
Kapelle Sankt Margrethen
Sankt Margrethen
Schlagwort:
Bauforschung
Kapelle
Permanente ID:
ark:/63274/zhb1k22nz
Anmerkung:
Open Access
In Copyright 1.0
Lizenz:
In Copyright 1.0
Umfang:
1 Online-Ressource (86 Seiten)

Volltext

Abb. 33 Anlage IV. Einfaches, genastes Spitzbogenfenster, 
Rekonstruktion der Aussenansicht, Mst. 1:20. 
den konnte, ob das Schiff in seiner ganzen Breite mit 
diesem Boden versehen war. Hinweise auf hölzerne 
Bänke liessen sich jedenfalls nicht feststellen. Im Al­ 
tarraum waren, den Negativspuren nach zu urteilen, 
nebst Tonplatten möglicherweise auch Sandsteinplat­ 
ten verlegt worden. 
Der Altarblock der Anlage IV (17) lehnte sich mit sei­ 
ner Breitseite an die Altarwand. Der Stipes besteht 
aus mit reichlich Mörtel verbundenen Bruch- und 
Bollensteinen. Seine ursprüngliche Höhe konnte nicht 
eruiert 
werden.43 In jüngerer Zeit war er teilweise er­ 
neuert, erhöht und mit einer Sandsteinmensa bedeckt 
worden. Dabei wurde das Fragment eines Masswerk­ 
fensters, das wir der ersten Phase der vierten Anlage 
zuweisen, in die Aufdoppelung 
vermauert.44 
Eine kleine Nische (19) in der Ostwand südlich des 
Altares gehört ebenfalls zum ältesten Bestand der An­ 
lage IV. Ein flacher Flusskiesel dient als Basis, zwei 
Ziegelbruchstücke bilden die seitliche Begrenzung 
und zwei weitere Fragmente den giebelförmigen obe­ 
ren Abschluss. Sie könnte zur Aufnahme von Lichtern 
oder von liturgischen Geräten gedient haben. 
Unter dem nördlichen Bankfundament (22) kam eine 
Grube (21) zum Vorschein, die in die erste Nutzungs- 
40 
phase der Anlage IV zu datieren ist. In dieser Grube 
fanden sich sechs Münzen, von denen drei im 15. 
Jahrhundert, eine im 16./17. Jahrhundert und die 
jüngste vor 1688 geprägt worden 
sind.45 Neben der 
schon in Anlage III festgestellten Grube an der Chor­ 
schranke ist man auch hier versucht, diese als Stand­ 
ort eines Opferstockes zu 
interpretieren.46 
Rekonstruktion und Datierung 
Zusammenfassend lässt sich die vierte Anlage in ihrer 
ursprünglichen Form als ein einfacher, durch eine 
Schranke in Laienraum und Chor unterteilter, einfa­ 
cher Saalbau von 10,70 m Länge und 7 m Breite be­ 
schreiben. Er war mit einem Boden aus Tonplatten 
belegt. Der rechteckige Altar schloss an die östliche 
Chorwand an. In die Kapelle gelangte man einerseits 
durch eine schmale, westlich der Chorschranke ge­ 
legene Türe auf der Nordseite, wobei zwei bis drei 
Tritte den Unterschied vom Aussen- zum Innenniveau 
ausglichen. Andererseits gewährte wahrscheinlich 
auch auf der Westseite eine Türe Zugang. Je zwei ein­ 
fache, genaste Masswerkfenster in der nördlichen 
und der südlichen Aussenwand erhellten den Innen­ 
raum (Abb. 33). Ein weiteres Fenster befand sich in 
der östlichen Chorwand über dem Altar. Südlich des 
Altares war eine kleine Nische zur Aufnahme einer 
Lichtquelle oder liturgischer Geräte bestimmt. Ein 
Opferstock oder anderes, nicht mehr bestimmbares 
Gerät stand, in einer Grube verankert, vor der Chor­ 
schranke auf der Nordseite des Laienraumes. Den 
oberen Teil der Kapellenwände schmückte ein Fres­ 
kenzyklus, der die Legende der Patronin St. Marga­ 
retha erzählte. 
Die Bauzeit der vierten Anlage lässt sich gut eingren­ 
zen, auch wenn die Interpretation der Ergebnisse der 
dendrochronologischen Analyse gewisse Schwierig­ 
keiten bereitet. Im allgemeinen wurde Holz kurze 
Zeit nach dem Fällen am Rohbau verarbeitet.47 
Im Dachstuhl der St. Margrethen-Kapelle, der ohne 
Zweifel zum ursprünglichen Bestand zu zählen ist, 
findet sich aber Holz aus mindestens drei Schlagperi­ 
oden: 1474/75 (Binderbalken), 1479/80 (Binderbal­ 
ken) und 1486/87 
(Dachreiter).48 
Da jedoch die Ab­ 
bundmarken im ganzen Gespärre einheitlich sind und 
sich auch sonst keine Hinweise auf eine Mehrphasig­ 
keit nachweisen lassen, darf in unserem Fall davon 
ausgegangen werden, dass der ganze Dachstuhl wohl 
kurze Zeit nach dem Fällen der Eichen für den 
Dachreiter aufgerichtet worden ist. 
Unterstützt wird der zeitliche Ansatz durch eine Rei­ 
he weiterer Indizien. So weist ein 14 79 datierter Bet­ 
telbrief auf ein bevorstehendes grösseres Bauvorha­ 
ben 
hin.49 
Weiter trägt auch die grössere der beiden 
Glocken des Dachreiters, die für die Kapelle St. Mar­ 
grethen gegossen wurden, das Datum 
1486.50
	        

Institution

 
Zentral-und Hochschulbibliothek Luzern

Downloads

Downloads

Ganzer Datensatz

ALTO TEI Volltext PDF (komprimiert) PDF (Originalgröße) Mirador

Diese Seite

PDF Bild Vorschau Bild Klein Bild Mittel Bild Master ALTO TEI Volltext Mirador

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Formate und Verlinkungen

Formate und Verlinkungen

Die Metadaten stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Außerdem gibt es Links zu externen Systemen.

Formate

METS MARC XML Dublin Core

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Zitieren

Zitieren

Folgende Zitierlinks stehen für das gesamte Werk oder die angezeigte Seite zur Verfügung:

Ganzer Datensatz

RIS

Diese Seite

Zitierempfehlung

Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie lautet die vierte Ziffer in der Zahlenreihe 987654321?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.