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Echo (Nr. 100)

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Deskriptive Daten

fullscreen: Echo (Nr. 100)

Zeitschrift

Titel:
Echo
Untertitel:
das Magazin der Volksinitiative "Zum Schutze des Alpengebietes vor dem Transitverkehr"
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Erscheinungsort:
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern

Zeitschriftenband

Titel:
Echo
Sammlung:
Kantonsbibliothek Uri
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Erscheinungsdatum:
2009
Bandzählung:
Nr. 100
Permanente ID:
ark:/63274/bur1d68d8
Lizenz:
In Copyright 1.0

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Echo
  • Echo (Nr. 100)

Volltext

eine Verkehrspolitik, die den Schwer- 
verkehr endlich markant von der Strasse 
auf die Schiene verlagert: 1994 hat das 
Schweizer Volk den Alpenschutzartikel in 
der Bundesverfassung verankert, ebenso 
den Grundsatzartikel für eine Schwerver- 
kehrsabgabe (LSVA); 1998 hat das Volk 
dem LSVA-Gesetz und dem Fonds für den 
öffentlichen Verkehr zugestimmt sowie 
zwei Jahre später das Landverkehrsab- 
kommen und das jetzt auslaufende Verla- 
gerungsgesetz (mit Verlagerungsfrist 
2009!) abgesegnet; 2004 dann haben die 
Stimmberechtigten dem Avanti-Paket mit 
den überrissenen Strassenbauprojekten 
und einer zweiten Strassenröhre am Gott- 
hard klipp und klar eine Abfuhr erteilt. 
Es braucht einen neuen Ansatz 
Die Verlagerungspolitik braucht einen 
neuen, griffigen Ansatz, um von der heu- 
tigen Situation, die leicht zu überhitzen 
droht, wegzukommen. Entweder wird 
jetzt die Zahl der alpenquerenden Lastwa- 
gen rasch und dezidiert verringert, oder 
dann werden wir bald Opfer eines erneuten 
Anwachsens des gesundheits- und um- 
weltschädigenden Schwerverkehrs. 
Der Bundesrat und insbesondere der Ver- 
kehrsminister sind gefordert. Zwei Haupt- 
instrumente stehen im Moment im Vorder- 
grund: erstens die rasche Einführung der 
Alpentransitbörse, die sich als erfolgver- 
sprechendes Instrument erwiesen hat, 
zweitens eine bessere Ausnützung und die 
progressive Ausweitung der Schienen- 
kapazitäten im Transitverkehr. Nötig sind 
dazu eine Anpassung der Trassenpreise 
(beschlossen im Rahmen der Güterver- 
kehrsvorlage von Dezember 2008) sowie 
der punktuelle Ausbau der Zulaufstrecke 
am Gotthard (ca. 90 Mio. Franken, mobi- 
lisierbar im Rahmen des Konjunktur- 
programms des Bundes). 
Diese Massnahmen erlauben es, dass bis 
2012/2013 rund 8 Mio. Nettotonnen im 
alpenquerenden Güterverkehr zusätzlich 
auf der Schiene befördert werden können. 
Genau das brauchen wir, um die heutige 
LKW-Lawine zu halbieren und das Verla- 
gerungsziel von 650’000 alpenquerenden 
Lastwagen pro Jahr zu erreichen. 
Aus diesem Grund habe ich die Zahl 5 im 
Titel erwähnt – damit es nicht wieder 10 
Jahre braucht! Denn im neuen Verlage- 
rungsgesetz steht präzis und unmissver- 
ständlich: «Dieses Ziel soll spätestens 
zwei Jahre nach Inbetriebnahme des Gott- 
hard-Basistunnels erreicht werden.» 
Spätestens:Das heisst, dass wir nicht bis 
2019 warten dürfen, sondern dass wir viel 
früher ans Ziel gelangen können und müs- 
sen – im Interesse der AnwohnerInnen ent- 
lang der Transitachsen (und das sind nicht 
nur die UrnerInnen und TessinerInnen) so- 
wie im Interesse der Umwelt – wir schul- 
den dies dem Schweizer Volk! 
Es mag sein, wie Alt-Bundesrat Ogi im 
Interview (Seite 3ff im «echo») sagt, dass 
der Verein «Alpen-Initiative» 15 Jahre 
nach dem legendären Abstimmungserfolg 
etwas ruhiger geworden ist. Immerhin sind 
wir aber mit unseren Vorschlägen, Mah- 
nungen und Aktionen immer noch jene 
Kraft, welche die Alpen-Verkehrspolitik 
und gleichzeitig die europäische Ver- 
kehrspolitik entscheidend prägt! 
Alpenweit denken und alpenweit handeln 
wird weiterhin eine der Devisen der 
Alpen-Initiative sein. Das heisst, wir wol- 
len weiterhin regional, national und inter- 
national tätig bleiben, dies im Dienste der 
Umsetzung eines Volksauftrages. Dabei 
sind wir erfreut über das Erreichte und ver- 
ärgert über die noch zu füllende Hälfte 
des Glases. Wir verbinden das mit einer 
Warnung: Falls sich bestätigt, dass 
Bundesrat oder Parlament die Verlage- 
rungspolitik und das Verlagerungsziel 
sabotieren, dann kommt das Volk ein wei- 
teres Mal zum Zug, und das nicht erst 
2019. Buon lavoro a tutti noi! 
Fabio Pedrina, 
Präsident Alpen-Initiative 
Spätestens 2019 muss das Verlagerungsziel erreicht sein, sagt das Gesetz. Die Politik darf also nicht 
einfach zuwarten! 
echo– Nr. 100 / 20. Februar 2009 2 
Jubiläumsfest im Kanton Uri 
tob. Die Alpen-Initiative feiert das 15-Jahr-Jubiläum der Annahme der Volks- 
initiative «Zum Schutz des Alpengebiets vor dem Transitverkehr» sowie die Grün- 
dung des Vereins Alpen-Initiative vor 20 Jahren mit einem Fest. Es findet am 
9. und 10. Mai 2009 in Flüelen UR statt. Nach der ordentlichen Mitgliederver- 
sammlung am frühen Nachmittag treffen wir uns zu einem Fest mit Essen und 
Unterhaltung im Zelt. Das Zelt wird auf einer Wiese zwischen Bahnhof und Reuss- 
delta stehen (siehe auch Seite 16 des «echos»). 
Foto: 
Archiv 
Alpen-Initiative 
Fortsetzung von Seite 1
	        

Institution

 
Kantonsbibliothek Uri

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