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Mitteilungsblatt (Nr. 20 Sept. 2004)

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Deskriptive Daten

fullscreen: Mitteilungsblatt (Nr. 20 Sept. 2004)

Zeitschrift

Titel:
Mitteilungsblatt
Urheber*innnen:
Zentralschweizerische Gesellschaft für Familienforschung
Sammlung:
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Erscheinungsort:
[Luzern]

Zeitschriftenband

Titel:
Mitteilungsblatt
Sammlung:
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Erscheinungsdatum:
2004
Datierung:
2004
Bandzählung:
Nr. 20 Sept. 2004
Kanton:
Luzern
Permanente ID:
ark:/63274/zhb1b185t
Lizenz:
In Copyright 1.0

Artikel

Titel:
Medizinisches und sonst wie Interessantes aus Luzerner Sterbebüchern (Fortsetzung von MB 19)
Urheber*in:
Schürmann-Roth, Josef
Sammlung:
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel
Geographikum:
Luzern Kanton

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Zentralschweizerische Gesellschaft für Familienforschung: Mitteilungsblatt
  • Mitteilungsblatt (Nr. 20 Sept. 2004)
  • Medizinisches und sonst wie Interessantes aus Luzerner Sterbebüchern (Fortsetzung von MB 19)

Volltext

13 
 füllung ihres Berufes anhalten“. Darum finden sich zu den Namen be- 
erdigter Kinder Formulierungen wie diese: „im Mutterleib getauft“ (viel- 
fach, überall); „auf dem vorgefallenen Händchen der Hebamme getauft, 
dann noch im Mutterleib gestorben“ (Pfeffikon 1772); „sogleich nach 
dem Tod der Mutter aus deren Leib herausgeschnitten und noch be- 
dingungsweise getauft“ (Triengen 1775); „die zweiundvierzigjährige 
Frau, im 8. Monat schwanger, kam neben ihrem schlafenden Mann in 
die Wehen; das tote Kind wurde aus dem Mutterleib herausgeschnit- 
ten“ (Schwarzenbach 1831); ähnlich in Ufhusen: (vom sonntäglichen 
Kirchgang) „..........von der Kommunion in der Kirche heimkehrend, 
starb sie unterwegs auf der Strasse; ihr Leib wurde noch geöffnet und 
das Kind halbtot gefunden, so dass es noch getauft werden konnte“.   
Auf „Placenta praevia“ – falsche Einbettung des Mutterkuchens zu un- 
terst in der Gebärmutter – könnten wir heute noch schliessen, wenn wir 
lesen: „Kurz vor der Geburt verblutet“ (Hohenrain 1781) oder: „Ge- 
schwächt durch Blutungen bei der vorzeitig eingetretenen 
burt“ (Römerswil 1812, 37jährig).   
Auch die Diagnose Eklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) lässt sich 
noch rekonstruieren: „Starb unter der Geburt in 
keit“ (Pfeffikon 1798) oder „Unter der Geburt der Sprache und der Sin- 
ne beraubt“ (Hohenrain 1761) oder: „Unter der Geburt wassersüchtig 
geworden“ (Pfaffnau 1693) und ganz besonders deutlich in Neudorf 
1770: „Sie war über 4 Monate von verschiedenen Ärzten falsch behan- 
delt worden in der Annahme, sie leide an Wassersucht. Bewusstlos 
gebar sie – die hl. Crescentia hatte Wunder gewirkt – ein Knäblein und 
starb den andern Tag.“   
Verblutung nach der Geburt wird ebenfalls beschrieben: „Nach der Ge- 
burt verblutet“ (Sempach 1828, 24jährig); „sogleich nach der Geburt an 
schwerer Blutung gestorben“ (Pfaffnau 1721).  Das lässt an Wehen- 
schwäche in der Nachgeburtsperiode denken. Ebenso wenn auf die 
Notiz vom Tode des einen neugeborenen Zwillings folgt: „Diesem Kna- 
ben folgte die fromme Mutter; sie litt elendiglich an schwerer Blu- 
tung“ (Pfeffikon 1501). 
   
	        

Institution

 
Zentral-und Hochschulbibliothek Luzern

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