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Mitteilungsblatt (Nr. 20 Sept. 2004)

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Deskriptive Daten

fullscreen: Mitteilungsblatt (Nr. 20 Sept. 2004)

Zeitschrift

Titel:
Mitteilungsblatt
Urheber*innnen:
Zentralschweizerische Gesellschaft für Familienforschung
Sammlung:
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Erscheinungsort:
[Luzern]

Zeitschriftenband

Titel:
Mitteilungsblatt
Sammlung:
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Erscheinungsdatum:
2004
Datierung:
2004
Bandzählung:
Nr. 20 Sept. 2004
Kanton:
Luzern
Permanente ID:
ark:/63274/zhb1b185t
Lizenz:
In Copyright 1.0

Artikel

Titel:
Medizinisches und sonst wie Interessantes aus Luzerner Sterbebüchern (Fortsetzung von MB 19)
Urheber*in:
Schürmann-Roth, Josef
Sammlung:
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Zentralschweizer Zeitschriften
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel
Geographikum:
Luzern Kanton

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Zentralschweizerische Gesellschaft für Familienforschung: Mitteilungsblatt
  • Mitteilungsblatt (Nr. 20 Sept. 2004)
  • Medizinisches und sonst wie Interessantes aus Luzerner Sterbebüchern (Fortsetzung von MB 19)

Volltext

5 
Medizinisches und sonst wie Interessantes aus   
Luzerner Sterbebüchern (Fortsetzung aus MB 19) 
 Josef Schürmann-Roth 
  
Innere Krankheiten 
 Lange Zeit wurde zum Erkennen einer Krankheit mehr auf das abge- 
stellt, was der Patient als Beschwerden vorbrachte, oder gar auf das, 
was eine Person zu erzählen wusste, welche „für einen Kranken zum 
Arzt ging“ und dessen Urin mitbringen musste. Erst später kam die ei- 
gene Untersuchung mit dem klopfenden und tastenden Finger und dem 
lauschenden Ohr des Arztes. So begreifen wir den Wirrwarr von Be- 
zeichnungen und die Unschärfe der Begriffe, die zuletzt von einem 
Nichtfachmann ins Totenbuch gesetzt wurden. Alle unsere Fälle gehö- 
ren noch der Zeit an, die weder Puls zählen noch gar Fiebermesser 
kannte. Ältere und alte Leute starben weit herum „vom Alter aufge- 
zehrt“. Zwei der genannten unklaren Begriffe waren „febril“ und „phthi- 
sis“. Wohl übersetzen wir heute „febris“ gemein hin mit Fieber und un- 
terstellen dabei, dass die Körpertemperatur gemessen und zu hoch 
befunden wurde. Aber es bleibt zu bedenken, dass es vor 1800 gar 
keine objektive Bestimmung der Körpertemperatur gegeben hat. Wohl 
hat das Wort seine Berechtigung – im heutigen Sinn – wenn die Stirn 
des Kranken mit der Hand heiss anzufühlen war, und wenn gar dazu 
der Puls auffallend rasch schlug. Aber schon die Tatsache, dass es 
neben einer grossen Zahl anderer charakteristischer Adjektive auch 
noch ein „kaltes“ Fieber gab, lässt vermuten, dass beim Volk und bei 
den Ärzten – auf dem Land bei Scherern und Badern, den „Chirur- 
gen“ – und beim Pfarrer „febria“ ganz einfach Krankheit bedeutete. Man 
sprach vom „gastrischen“ und „galligen“ Fieber (vom letzteren vermut- 
lich bei Gelbsucht ..... aber der Fachausdruck „icterus“ erscheint nie), 
von „hitzigem“, von „Eiterfieber“, wenn es zu Eiterbildung gekommen 
war, damals auch mit „Faulfieber“ übersetzt: „pituitaria“ sollte beson- 
ders  viel und vielleicht auch besonders gearteten Auswurf charakteri- 
sieren.
	        

Institution

 
Zentral-und Hochschulbibliothek Luzern

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