Volltext: Sentipost Nr. 1/2010 (1/2010)

Ein Leitbild für den Sentitreff 
(Entwurf ) 
Was hier gelebt wird 
Der  Sentitreff  ist  ein  Ort  der  vielfältigen 
Begegnung  im  Untergrundquartier.  Er 
ver fügt  über  Angebote,  die  den  Be dürf - 
nissen  der  BesucherInnen  und  Fähig kei - 
ten der NutzerInnen entsprechen und für 
möglichst viele Menschen offen sind. 
Wer damit angesprochen wird 
Wir  sprechen  in  erster  Linie  Bewohner - 
Innen  des  Quartiers  an.  Auch  weitere  In - 
te ressierte sind immer willkommen. 
Was wir damit bezwecken 
Der  Sentitreff  fördert  das  Zusammen - 
leben  von  Menschen  verschiedener  Kul- 
tu ren,  Generationen  und  Bevölkerungs - 
schich ten.  Menschen,  die  unsere  Ange - 
bote  nutzen,  erhalten  die  Möglichkeit, 
ihre  Talente  einzubringen.  Wir  ermuti- 
gen  sie  dazu,  diese  weiterzuentwickeln 
und Neue zu entdecken. 
Was uns dabei wichtig ist 
Wir sind offen für Neues und tragen Sor - 
ge für das Bewährte. Entscheide sind breit 
abgestützt.  Alle  können  mitreden  und 
mit entscheiden. Wir sind uns unserer be - 
grenzten Ressourcen bewusst und setzen 
diese sinnvoll ein. 
Wer den Sentitreff trägt 
Den Kern des Sentitreffs bildet das En ga - 
gement von Freiwilligen. Sie werden pro- 
fessionell  begleitet.  Finanziell  getragen 
wird der Sentitreff von Mitgliedern, Spen - 
derInnen und Institutionen. 
Wie wir miteinander umgehen 
Unser Umgang ist wertschätzend und to - 
lerant. Was wir tun, soll Spass und Freude 
bereiten.  Wir  können  uns  aufeinander 
ver lassen.  Der  Sentitreff  ist  ein  verant- 
wortungsbewusster Arbeitgeber. 
Wie wir was kommunizieren 
Wir machen nach innen und nach aussen 
gezielt,  offen  und  klar  sichtbar,  was  wir 
tun.  Dabei  nützen  wir  schriftliche  Aus - 
drucks formen sowie persönliche Kon tak - 
te. Wir lassen Interessierte an unseren Er - 
fah rungen teilhaben. 
Wie wir mit anderen zusammen- 
arbeiten wollen 
Mit  anderen  Organisationen  im  Quartier 
und  in  der  Stadt  arbeiten  wir  partner- 
schaftlich und konstruktiv zusammen. 
am  Ende  durchgesetzt,  dass  in  einem 
Quartiertreffpunkt  der  Fokus  auf  die 
Quar tierbevölkerung gelegt werden soll – 
auch  andere  jedoch  «sind  immer  will- 
kommen»  und  bereichern  das  Quartier- 
 (treff-)leben. 
Ein  anderer  Akzent  betrifft  das  Mitein - 
ander  von  Freiwilligen  und  Profis  im 
Senti treff.  Es  ist  für  beide  Seiten  unbe- 
streitbar,  dass  es  nicht  ohne  die  andern 
funktioniert. Dennoch wird festgehalten: 
«Den  Kern  des  Sentitreffs  bildet  das  En - 
ga gement von Freiwilligen.» Diese «wer- 
den pro fessionell begleitet». 
Weitere  Kernaussagen  halten  den  wert- 
schätzenden  Umgang  miteinander  fest, 
die  Kommunikationskultur  nach  innen 
und  aussen  sowie  die  Bereitschaft  zur 
Zusammenarbeit mit andern im Quartier 
und  darüber  hinaus  (siehe  kompletter 
Entwurf in der Spalte ganz rechts). 
Als  vorläufig  letzter  Schritt  im  Leitbild- 
Prozess steht nun noch die Entscheidung 
der  Vereinsversammlung  an,  sich  diesen 
Text anzueignen. Es sind alle eingeladen, 
sich  in  die  Diskussion  einzubringen,  da - 
mit  die  Devise  «Entscheide  sind  breit 
abgestützt» gleich umgesetzt wird. 
Sanfte Renovationen 
Der  Leitbildprozess  hat  dem  Vereins vor - 
stand  gezeigt,  dass  der  Sentitreff  grund - 
sätzlich  gut  aufgestellt  ist  für  den  Ein - 
stieg ins zweite Vierteljahrhundert seines 
Bestehens.  Dennoch  sieht  er  auch  diver- 
sen Anpassungsbedarf, beispielsweise bei 
den  Kategorien  der  Beteiligung.  Bisher 
gab  es  eine  gewisse  Unschärfe  bei  der 
Mitgliedschaft im Verein: Wer dem Senti - 
treff  einen  Betrag  einzahlte,  wurde  als 
Mitglied  verstanden  (ausser  er/sie  wollte 
dies  explizit  nicht).  Neu  soll  klarer  zwi- 
schen  Mitgliedern  des  Vereins  und  sol- 
chen, die ‹nur› AbonnentInnen der Quar - 
tier zeitung Sentipost sind, unterschieden 
werden. 
Ausserdem  wird  angestrebt,  aktiver  als 
bisher  einen  Kreis  von  Gönnerinnen  und 
Gönnern  aufzubauen.  Es  war  in  all  den 
Jahren stets eine grosse Freude zu sehen, 
dass  etliche  ihre  Verbundenheit  mit  dem 
Sentitreff  auch  mit  grösseren  Spenden 
ausdrückten, die Jubiläumsaktion ‹1000 x 
25›  hat  ebenfalls  ein  schönes  Echo  aus- 
gelöst  (das  grosse  Ziel  wurde  zwar  ver- 
fehlt, dennoch sei allen herzlich gedankt, 
die zum Endergebnis von gut 10’000 Fran - 
ken beigetragen haben!). Weil aber die fi - 
nan ziellen  Spielräume  mittelfristig  eher 
en ger als weiter werden, will der Ver eins - 
vor stand dem Fundraising vermehrt sei ne 
Aufmerksamkeit schenken. Ein Schritt  in 
diese Richtung ist die Schaffung einer  ei - 
genen Mitgliederkategorie Gönner/in. Alle 
diese  Anpassungen  müssen  aber  noch 
von  der  Vereinsversammlung  ge neh migt 
werden. 
Wer den Sentitreff trägt 
Die genannten Überlegungen und Verän - 
de rungen  orientieren  sich  daran,  für  das 
Zusammenleben  im  Quartier  und  seinen 
Treff  nützlich  zu  sein.  Natürlich  geht  in 
der heutigen Zeit vieles nicht ohne Geld, 
und der Sentitreff ist dankbar für die ver- 
schiedenen  Formen  finanzieller  Unter - 
stüt zung,  die  seine  Arbeit  ermöglichen 
(Leistungsvereinbarungen  mit  der  Stadt 
und  der  Katholischen  Kirchgemeinde 
Luzern,  zahlreiche  Projektbeiträge,  u.a. 
auch  für  den  Leitbildprozess,  kleinere 
und  grössere  Spenden).  Aber  wir  wollen 
nicht vergessen, dass eine ebenfalls ganz 
wichtige  Ressource  die  Zeit  ist,  die  dem 
Sentitreff  zur  Verfügung  gestellt  wird! 
Fast 4500 Stunden waren es im vergange- 
nen Jahr, die Kassierin Christine Gleicher 
kann  jeweils  mit  Stolz  vermerken,  was 
dies  bei  einem  Benevol-Ansatz  von  30 
Franken  pro  Stunde  im  Hinblick  auf  das 
Geld-Budget  des  Sentitreffs  bedeutet  … 
Unzweifelhaft  kann  also  die  Frage,  wer 
den Sentitreff trägt, folgendermassen be - 
antwortet  werden:  das  Engagement  von 
Freiwilligen  und  deren  professionellen 
BegleiterInnen, die Mitglieder und Spen - 
der Innen  sowie  Institutionen.  Alle  Be tei - 
ligten  rufen  wir  auf,  dem  Sentitreff  auch 
nach dem Jubiläum die Treue zu halten. 
AKTUELLsentipost nr. 1/10– 2 – 
100 x 25 
200 x 25 
300 x 25 
400 x 25 
500 x 25 
600 x 25 
700 x 25 
800 x 25 
900 x 25 
1000 x 25 
Spendenbarometer 
421 x 25 — Ende Dezember 2009 
10’525 Franken 
Fortsetzung von Seite 1
	        
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