Objekt: Bahnviadukt in der Stadt Zug im Bau

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Ursache und Wirkung sind umgekehrt. Die Ursache: weil der Bundesrat 1893 klarmachte, dass eine ebenerdige Kreuzung der Eisenbahn mit der Baarerstrasse nicht bewilligt würde, musste - gegen die Absichten der Stadt! - eine Lösung gefunden werden. Evaluiert wurden Unter- und Überführungen, beschlossen aufgrund des Expertenberichtes wurde dann eine Linienführung mit diesem Viadukt. Dass sich damit die Stadt besser Richtung Norden entwickeln konnte, war die Wirkung. Die Datierung lässt sich genau eingrenzen. Zitat aus dem Geschäftsbericht der Gotthardbahn von 1895: "Mitte September [1895] war der Viadukt nebst den eisernen Überbauten der Straßendurchfahrten soweit vollendet, daß die Materialzüge vom Tunnelvoreinschnitt nach dem neuen Bahnhof verkehren konnten." Auf dem Bild ist das Viadukt noch nicht fertig, also Datierung zwischen Juni und Juli 1895. Die Länge des Viaduktes wird im gleichen Geschäftsbericht so angegeben: "...und einem steinernen Viadukt von 278 m Länge mit 21 Bogen und 3 offenen Straßendurchfahrten." Beide Zitate von Seite 28 des Geschäftsberichtes. Und ein Wort zur Fotografin: Kathri Weiss hatte es nicht weit mit ihrer schweren Fotoausrüstung: Sie stand im Abbiegebereich der Baarerstrasse zum damaligen Bahnhof. Wenn sie ein bisschen weiter nach rechts geschwenkt hätte mit ihrem Fotoapparat, wäre ihr Chalet auf dem Foto gewesen!
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