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Gasseziitig Lozärn (Herbst 2018 / Nr. 67)

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Deskriptive Daten

fullscreen: Gasseziitig Lozärn (Herbst 2018 / Nr. 67)

Zeitschrift

Titel:
Gasseziitig Lozärn
Sammlung:
Luzerner Stadt- und Quartierzeitungen
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Erscheinungsort:
Luzern
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Signatur:
Z.d 116
F1.pa 144
H 132

Zeitschriftenband

Titel:
Gasseziitig Lozärn
Sammlung:
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Erscheinungsdatum:
2018
Bandzählung:
Herbst 2018 / Nr. 67
Permanente ID:
ark:/63274/zhb11m47
Lizenz:
In Copyright 1.0

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Gasseziitig Lozärn
  • Gasseziitig Lozärn (Herbst 2018 / Nr. 67)

Volltext

Die wärchstatt bietet Menschen, die aus verschiede- 
nen Gründen keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen 
können, eine Tagesstruktur und eine sinnstiftende 
Beschäftigung. 
Gerne erledigen wir für Sie folgende Arbeiten: 
• Restaurierung von Gartenmöbeln und Möbeln 
• Industriearbeiten 
• Versandarbeiten 
• Kleinere Umzüge in Stadt und Agglomeration Luzern 
• Räumungen und Entsorgungen 
• Gartenarbeiten 
• Aufräumarbeiten in Wald und Landschaft 
Haben Sie Gartenmöbel (Holz/Metall) zum Entsorgen? 
Wir holen sie ab. 
Im Verkaufslokal am Hirschengraben 41b in Luzern 
werden folgende Artikel angeboten: 
• Gartenmöbel 
• Restaurierte Möbel 
• Geschenkartikel 
Öffnungszeiten: Mo – Fr 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr 
Wärchstatt Tagesstruktur 
Bruchstrasse 31, 6003 Luzern 
Tel. 041 240 16 82 
waerchstatt@jobdach.ch 
www.jobdach.ch 
INSERAT 
GasseZiitig Lozärn    Nr. 67    Herbst 2018 
12 
Liebes GasseZiitig-Team 
Mich hat der Beitrag «Hilfe, ich werde alt!» 
von Kiwi zum Nachdenken angeregt. Ich ar- 
beite im sozialen Bereich und trotzdem habe 
ich mir nie überlegt, wie anspruchsvoll und 
gegenwärtig diese Thematik ist (seitens Be- 
troffener sowie Pflegepersonen). Ich hoffe, 
dass die Politiker/-innen diese Stimme hö- 
ren und motiviert sind, zu handeln. 
Zusätzlich habe ich noch eine Anmerkung :-)  
Im Text wurde beschrieben, dass es nir- 
gends in der Schweiz ein Altersheim für 
randständige und drogensüchtige Men- 
schen hat. In Zürich gibt es das «Beglei- 
tetes Wohnen City», welches 19 Personen 
Platz bietet und offiziell ein Altersheim für 
randständige Menschen ist. Drogen- und 
Alkoholkonsum ist im eigenen Zimmer 
erlaubt und die Frauen und Mannen dort 
sind etwa zwischen 30 und 50 Jahre alt 
und noch älter.  
Möglicherweise gibt es auch noch 
mehr solche Heime in der Schweiz, von 
denen ich noch nichts gehört habe.  
Liebi Grüess und viiiiel Sunne 
Corinne 
KOLUMNE 
Franz 
über Gott und die Welt 
Neulich beklagte sich ein Besucher in der Chuchi über Ma- 
genbrennen. «Ich habe dir einen guten Rat: Nimm mehr- 
mals täglich ein paar geschälte weisse Mandeln und kaue 
sie möglichst lange. Gut eingespeichelt, werden sie deinen 
Magen beru...» Er fällt mir ins Wort: «Würde ich sofort 
ausprobieren. Aber ich habe leider keine Zähne mehr.» 
Ratschläge sind manchmal Totschläge, pflegte damals der Pfarrer an meinem ersten Arbeitsort 
zu sagen. Wie schnell haben wir für andere ein Rezept parat, ohne hingeschaut zu haben, was für 
einen Klienten oder für eine Freundin oder wen auch immer richtig ist. Schlussendlich kann die 
Lösung eines Problems nur durch die betroffene Person umgesetzt werden. Die Strategien zur 
Lebensbewältigung sind so vielfältig und so unterschiedlich wie die Menschen selber. Wenn wir 
glauben, wir kennen den richtigen Weg für jemand anderen, geht es schief. 
Die Idee mit den Mandeln bekam ich von einer Freundin. Gerne erzähle ich, dass mir das 
Mandelkauen hilft. Mein Magen brennt ab und zu, wenn ich viel um die Ohren habe und die Ter- 
mine sich häufen. Ich werde grantig und ungeduldig, wenn ich im Stress bin. Da sagte mir doch 
kürzlich Marco, ein Besucher der Chuchi, deutsch und deutlich ins Gesicht: «Geh doch nach 
Hause oder schau mir in die Augen, wenn ich mit dir spreche!» Er spürte, dass ich gedanklich 
schon beim nächsten Termin war und ihm nur mit einem Ohr zuhörte. Einmal mehr staunte ich 
über die direkte Art von Suchtbetroffenen. Irgendwie war ich froh um Marcos Ratschlag. Tipps 
und Hinweise sind nicht immer fehl am Platz. 
Ein andermal sprachen wir in der Chuchi darüber, dass jeder Mensch, ob suchtbetroffen 
oder nicht, Schwächen und Fehler hat und im Leben auch Entbehrungen (und ab und zu Magen- 
brennen) erfährt. Wir waren uns einig, dass alle Menschen mal auf die Nase fallen und Schiff- 
bruch erleiden. Und dann hob Marco zu weiteren Ausführungen an und riet mir mit Inbrunst: 
«Geh und sag den Leuten da draussen: ‹Auch ihr habt Dreck am Stecken.› Nicht nur wir, die Dro- 
gen konsumieren! Und ihr Seelsorger und Pfarrer, ihr von der Kirche, ihr solltet nicht so schnell 
Ratschläge geben, wie man leben und sich moralisch verhalten soll. Du siehst doch hier mit uns, 
was Leben ist!» Marcos Predigt ging weiter, indem er betonte, vor Gott seien alle Menschen 
gleich. Er sei überzeugt und spüre, dass Gott trotz Drogen in seinem Herzen sei. «Eine schöne 
Aussage», wollte ich antworten, aber Marco kam mir mit folgender Ermahnung zuvor: «Vergiss 
nicht: Auch ein Pfarrer kommt nackt auf die Welt!» Tja, manchmal sind Ratschläge richtig gut. 
Franz Zemp, Seelsorger 
KOLUMNE 
Aus dem GAZ-Briefkasten 
Die Redaktion behält sich das Recht vor, 
Korrekturen, die der Lesbarkeit dienen sowie 
Kürzungen vorzunehmen. 
Per Brief 
Verein Kirchliche Gassenarbeit, 
Murbacherstrasse 20, 6002 Luzern 
Per Mail 
gasseziitig@gassenarbeit.ch 
ALLERHAND 
Gassenkreuzworträtsel 
GAZ-Ausgabe 67 
1 Wie heisst der Ort in Luzern, wo Suchtbetroffene Methadon, Heroin oder andere 
  Substitutionssubstanzen erhalten? (zwei Wörter mit Bindestrich) 
2 Wie lautet der Spitzname des bekannten in Tücher gekleideten Obdachlosen in Luzern? 
3 Wie heissen die Hanfprodukte, die seit wenigen Jahren auch bei Grossverteilern verkauft 
  werden dürfen? (drei Buchstaben) 
 4 Wie hoch ist aktuell der Altersdurchschnitt der Besucherinnen und Besucher der 
  GasseChuchi – K + A? (Zahl in Worten) 
5 In welchem Quartier steht der Betrieb Paradiesgässli? 
6 Wie heisst der Verein, der seit Kurzem Stadtführungen u.a. mit sucht- und 
  armutsbetroffenen Guides durchführt? 
 7 Welches Luzerner Stadtoriginal ist letztes Jahr im Herbst verstorben? (Vorname) 
8 Die erste Gassenküche in Luzern gastierte 1986 im sogenannten Regenbogenhaus. 
  An welcher Strasse? 
 9 Ein anderer, heutzutage in der Fachsprache geläufigerer Begriff für Prostitution. 
10 Wie nannte man den Kreis 4 in Zürich früher auch noch? (zwei Worte ohne Abstand) 
11 Wie heisst die zukünftige neue Geschäftsleiterin der Gassenarbeit? 
  (Vorname und Nachname ohne Abstand) 
12 In welchem italienischen Restaurant bekommen Obdachlose und Armutsbetroffene 
  gratis einen Kaffee via Spenden von anderen Gästen geschenkt? 
Lösungswort einsenden an gasseziitig@gassenarbeit.ch 
Zu gewinnen gibt es dieses Mal vier GasseSchoggi-Tafeln zum selber Essen oder   
weiter verschenken. 
Der Gewinner oder die Gewinnerin wird ausgelost. Auflösung Rätsel in der nächsten GAZ. 
Auflösung Lösungswort Gassenkreuzworträtsel Ausgabe 66 (Frühling 2018) 
«SCHADENSMINDERUNG» 
Lösungswort 
123456789101112 
DIE WÄRCHSTATT 
RESTAURIERT IHRE GARTENMÖBEL 
1 
76 
2 
10 5 
7 
12 
5 
3 
11 
4 
8 
9 
11 
13 
910 
6 
4 
8 
2 12
	        

Institution

 
Zentral-und Hochschulbibliothek Luzern

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